18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Götter, Gräber und Gelehrte, 9. Mai 2001
Von Ein Kunde
Eine tolle Geschichte: spannend, gebildet, lehrreich und elegant geschrieben. Neben dem ästhetischen Vergnügen, das dieses Buch bietet, erfährt man eine Menge über die Zeit der napoleonischen Kriege, über Napoleons Ägyptenfeldzug und die Wiederentdeckung des Pharaonenreichs durch europäische Abenteurer und Gelehrte. Der Autor ist eminent belesen und schafft es trotzdem, auch dem wenig vorgebildeten Leser eine Fülle von Informationen quasi nebenher zu vermitteln. Von Kapitel zu Kapitel steigt die Spannung und wird in einem grandiosen Finale schließlich gelöst. Am Ende ist man tatsächlich "belehrt", ohne sich auch nur eine Seite gelangweilt zu haben, und man begreift, welch enorme geistige Leistung hinter der Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen steckte.
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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Schlüssig und spannend, 31. Mai 2001
Von Ein Kunde
Da staunt der Fachmann,und der Laie wundert sich: Es gibt eine ganze Reihe fachwissenschaftlicher Darstellungen, die sich mit der Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen (genau genommen: des altägyptischen Schriftsystems)beschäftigen, aber erst dieser Roman liefert ein schlüssiges und detailliertes Bild, wie Champollion diese geistige Ausnahmetat gelang. Dass er nebenbei noch spannend und unterhaltsam ist, rundet das Leseerlebnis ab.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die napoleonische Zeit und ein Bilderrätsel, 8. September 2006
Rezension bezieht sich auf: Der Ramses-Code: Roman (Taschenbuch)
Michael Klonovsky ist die Gratwanderung gelungen, einen spannenden Roman um ein an sich trockenes Thema zu schreiben.
Von Geburt an, die unter merkwürdigen Vorzeichen stand, lernen wir Champollion kennen. Er ist ein Wunderkind, überaus begabt und wissbegierig. Er bringt sich selber lesen bei, und das nicht nur in seiner Muttersprache, sondern auch gleich in exotischen Sprachen. Durch Napoleons Ägypten-Feldzug ist alles Ägyptische gerade En-Vogue, und alle Welt ist fasziniert von dem geheimnisvollen Stein von Rosette. Unter den Forschern entbrennt ein wetteifernder Ehrgeiz, das Rätsel um die geheimnisvollen Hieroglyphen zu lüften. Auch der kleine Champollion ist davon angesteckt. Der Autor führt uns langsam und detaillreich auf seinen weiteren Weg, denn er kommt aus einfachen Verhältnissen und hat nur durch seinen recht erfolgreichen Bruder, der ihn finanziel unterstützt, die Möglichkeit, zuerst in Grenoble und später in Paris zu studieren.
Wie es manchen Genies eigen ist, ist er nicht besonders umgänglich und in seiner Kopfwelt gefangen. Das läßt ihn bei seinen Lehrern schnell anecken. Zudem sorgen seine Ideen zu den Hieroglyphen für Neid, Spott und auch Sorge, denn die Kirche sieht diese Forschungen gar nicht gerne, stellen sie doch die bis dato gültigen Rechnungen über das Weltalter durch die Bibel in Frage.
Auch führen die schwierigen Verhältnisse in der Militärregierung unter Napoleon, später dann während der Restauration und Napoleons kurzer Rückkehr zu Problemen.
Klonovsky hat einen guten Einblick in die Epoche gezeichnet. Politische Wendehälse, Ränke und Mißgunst unter den Forschern, arrogantes Abgetue anderer Meinungen der Gelehrten der Zeit sind glaubhaft dargestellt. Allein dafür ist der Roman schon interessant.
Die Suche nach der Lösung der Hieroglyphenfrage gerät manchmal etwas in den Hintergrund, obwohl sie zentrales Thema für Champollion und seinen fürsorglichgen Bruder bleibt. Ich fand es jedenfalls spannend, wie Ideen verworfen wurden und wieder aufgegriffen, wie sich die Forscher die seltsamen Zeichen zu erklären suchten. Zum Schluß gibt es sozusagen ein Finale, als Champollion den letzten zündenden Geistesblitz hat und wir als Leser genau wie das staunende Publikum, der Entzifferung beiwohnen dürfen. Das fand ich wirklich spannend geschrieben und auch sehr interessant.
Insgesamt eine interessante und gute Leseerfahrung. Allerdings sollte man keinen Reißer erwarten, sondern sich bewußt sein, das man sich auf Klonovskys detaillreichen und unhektischen Stil einlassen muß.
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