Auch der dritte Roman über die "No. 1 Ladies'Detective Agency" in Botswana ist ein rundes Lesevergnügen. Wieder wird Mma. Ramotswe mit ebenso merkwürdigen wie amüsanten Fällen konfrontiert. Und wieder löst sie sie mit solider Alltagslogik und einem herzlichen Gefühl für ihre Mandanten. Das alles eingebettet in lebhaften Beschreibungen über Land und Leute.
Besonders gelungen, dass nun, im dritten Band, auch die bisherigen "Nebenfiguren" mehr Gewicht bekommen. So erhält Gehilfin Mma. Makutsi dieses Mal ein eigenes, stärkeres Profil. Und natürlich sind auch wieder gute, erzieherische Ratschläge für die "Krone der Schöpfung", den Männern, auf den Seiten zu finden. In Botswana sind eben die Frauen die Seele Afrikas.
Dass diese herrlichen Figuren ausgerechnet ein schottischer Dozent für Gerichtsmedizin erfunden hat, ist eigentlich ein Paradox. Aber Alexander McCall Smith hat lange in Botswana gelebt und sich eindeutig in das Land verliebt. Dieses tiefe Gefühl spiegelt sich in den Figuren wieder und lässt sie dem Leser so prägnant erscheinen.
Man koche einen Rotbuschtee, so wie Mma. Ramotswe ihn liebt - und dann gilt es nur noch Afrikas beste Detektivin genießen.