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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Mma Ramotswe bringt uns Mama Afrika näher, 10. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Ein Koch für Mma Ramotswe. Der dritte Fall der 'No. 1 Ladies Detective Agency'. (Taschenbuch)
Die bislang vorliegenden drei Mma Ramotswe - „Krimis" sind nicht einfach nur Detektivgeschichten, sondern vor allem eine liebenswerte Hommage an Afrika und seine Menschen. Die Fälle der ersten weiblichen Detektivin Botswanas, Mma Ramotswe, sind deshalb auch keine spektakulären Mord- und Totschlagangelegenheiten, sondern handeln vor allem von den alltäglichen Problemen und Sorgen ihrer Mandanten, wie beispielsweise von untreuen Ehepartnern, verschwundenen Kindern, aber auch - so wie im 3. Band - von einem Verdachtsfall auf Vergiftung. Mit viel Herz und Verstand versteht Mma Ramotswe, ihre Fälle zu lösen und den Menschen zu helfen. Dazwischen hat sie immer wieder Zeit für philosophische Betrachtungen, z.B. über den Existenzialismus oder - etwas trivialer - über die Männer an sich, die in ihrer einfachen Art den Leser immer wieder zum Schmunzeln bringen. In einer leicht zu lesenden und von einer guten Portion Humor durchsetzten Sprache wird dem Leser in allen Bänden der afrikanischen Alltag so lebensecht nahe gebracht, dass man Afrika regelrecht zu riechen, zu spüren, vor sich zu sehen meint, und dass sich selbst jemand, der zuvor wenig oder keinen Bezug zu Afrika hatte, ein reales Bild vom Leben der Menschen dort machen kann. Plätschert der erste Band stellenweise erzählerisch noch etwas vor sich hin, so sind den folgenden Büchern diesbezüglich deutliche Steigerungen anzumerken: Die Geschichten wollen einen einfach nicht mehr loslassen - und man selbst will ja auch gar nicht loskommen davon, ist es doch so schön, sich in eine andre Welt versetzen zu lassen, in eine Welt, in der die Menschen in vieler Hinsicht zwar ähnliche Sorgen und Nöte haben, wie wir sie auch kennen, wo jedoch Wärme und Menschlichkeit einen ganz anderen Stellenwert haben. Einziger kleiner Kritikpunkt am dritten Band - der Schluss wirkt etwas hingehudelt: etwa 40 Seiten vor dem Ende ist noch vieles ungeklärt und man fragt sich, wie all das so auf die Schnelle geklärt werden soll: Was hat es mit dem Vergiftungskomplott auf sich? Was wird aus dem Findelkind? Wie steht es um Mma Ramotswes Verlobten, Mr. J.L.B. Matekoni? Wird Mma Makutsi, seit neuestem auch Mma Ramotswes Hilfsdetektivin, den Auftrag mit den potenziellen Schönheitsköniginnen erfüllen können? Das Ende lässt dann auch einiges offen - hoffen wir also auf den vierten Band, der im Original bereits unter dem Titel „The Kalahari Typing School for Men" erschienen ist.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht so gut wie seine Vorgänger, 6. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Ein Koch für Mma Ramotswe. Der dritte Fall der 'No. 1 Ladies Detective Agency'. (Taschenbuch)
"Ein Koch für Mma Ramotswe" erreicht leider nicht das Niveau seiner beiden Vorgänger. Und das hat mehrere Gründe: Der Roman braucht sehr lange, bis er Spannung und Tempo entwickelt; erst das letzte Drittel kann hier an die zwei früheren Bände anknüpfen. Einige der Handlungsstränge sind nicht überzeugend; am offensichtlichsten ist das bei Mr J.L.B. Matekoni und seiner klinischen Depression, die zu der bisher geschilderten Person nicht passt - anscheinend wollte der Autor hier Mr J.L.B. Matekoni mehr Tiefe geben, aber meines Erachtens wird durch diese unplausible Charakterentwicklung eine bis dato stimmig gezeichnete Figur etwas unglaubwürdig. Auch Mma Ramotswe erkennt man in der ersten Hälfte des Romans kaum wieder, sie wirkt eher zögerlich, hilflos und ohne Selbstbewusstsein, während Mma Makutsi voll aufdreht und zum risikofreudigen, selbstbewussten Tausendsassa wird. Die Pflegekinder werden hingegen kaum erwähnt; nur das Mädchen darf in einem Kapitel im wesentlichen dieselbe Geschichte erzählen, die schon im Vorgängerroman erzählt wurde - diese Wiederholung hätte sich der Autor sparen können und dafür die Kinder aktiv in eine neue Handlung integrieren können. Auch Mma Makutsis Bruder wird nicht erwähnt. Stattdessen lamentieren Mma Ramotswe und Mma Makutsi bei jeder passenden und unpassenden Gelegenheit über den Niedergang der Moral in Botswana, was nach einiger Zeit langweilt. Der Roman erholt sich im letzten Drittel, daher sind 3 Sterne noch angemessen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gelassene Routine, 1. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Ein Koch für Mma Ramotswe. Der dritte Fall der 'No. 1 Ladies Detective Agency'. (Taschenbuch)
Dies ist der dritte Band der Abenteuer von Mma Precious Ramotswe, der einzigen Privatdetektivin von Botswana und ihrer Assistentin Mma Makutsi, der einzigen Frau, die jemals 97 % in der Abschlussprüfung für Sekretärinnen erhalten hat. Gemeinsam bereiten sich die beiden Frau auf den Umzug der Detektei um. Denn nicht nur soll mit der Heirat Mma Ramotswes das Haus ihres zukünftigen Mannes geräumt werden, da die beiden Adoptivkinder und die beiden Erwachsenen in Mma Ramotswes Haus viel besser leben können, sondern aus Kostengründen soll auch die Detektei die nun leider nicht viel Gewinn macht in die Büroräume der Werkstatt von Mma Ramotswes zukünftigen Mann verlegt werden. Als wenn mit dem Umzug und der Hochzeitsvorbereitung und all den anderen Dingen nicht schon genug los wäre, müssen sich Mma Ramotswe und Mma Makutsi auch noch um die faulen Lehrlinge in der Autowerkstatt kümmern und dann kommen auch noch einige Fälle herein. Ein hoher Regierungsbeamter glaubt, dass seine Schwägerin heimlich seinen kleinen Bruder vergiften würde und bittet Mma Ramotswe Beweise dafür zu finden, die auch den schwer verliebten Bruder von der Verderbtheit seiner Frau überzeugen. Dann bittet auch noch der oberste Richter bei Schönheitswettbewerben in Botswana darum, den persönlichen Hintergrund der neue Schönheitskandidatinnen zu überprüfen, da es dabei im Vorjahr einige Peinlichkeiten gegeben hatte. Und auf der Waisenfarm wurde ein absolut verwildertes Kind abgegeben, dass verdächtig nach Löwe gerochen hat und dessen Angehörige Mma Ramotswe doch bitte suchen möchte. Trotz all dieser Ereignisse auf vergleichsweise wenigen Seiten plätschert die Geschichte ruhig afrikanisch und ohne Hektik dahin, denn Mma Ramotswe ist eine richtige afrikanische Frau schön dick und kommt nicht gerne außer Atem. Denn schließlich und endlich kommt sie doch ans Ziel und hatte auf dem Weg dahin viel Gelegenheit sich zu überlegen, welche Konsequenzen ihre Entdeckungen eventuell für die Beteiligten haben könnten und wie viel jeder von ihnen für sein Glück wirklich wissen muss.
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