Ram
 
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Ram

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  1. Too Many People 4:10 Nicht verfügbar  
  2. Legs 2:47 Nicht verfügbar  
  3. Ram On 2:27 Nicht verfügbar  
  4. Dear Boy 2:12 Nicht verfügbar  
  5. Uncle Albert/Admiral Halsey 4:54 Nicht verfügbar  
  6. Smile Away 3:52 Nicht verfügbar  
  7. Heart Of The Country 2:22 Nicht verfügbar  
  8. Monkberry Moon Delight 5:22 Nicht verfügbar  
  9. Eat At Home 3:20 Nicht verfügbar  
10. Long Haired Lady 6:05 Nicht verfügbar  
11. Ram On (Reprise) 0:54 Nicht verfügbar  
12. The Back Seat Of My Car 4:30 Nicht verfügbar  
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Lennon in McCartney 27. Februar 2003
Format:Audio CD
Sein erstes Soloalbum, schlicht "McCartney" betitelt, hatte er irgendwo in einer schottischen Hütte unter Einsatz bescheidenster Mittel eingespielt. Was heute als "unplugged" gefeiert würde, fiel damals - im Zeitalter der Phil Spector'schen "Wall of Sound" - mitleidslos durch. Schlimmer noch: Ausgerechnet der jüngere George Harrison, den McCartney stets mit der Arroganz eines älteren Bruders behandelt hatte, erzielte mit "All Things Must Pass" (das eben jener Spector produziert hatte) den künstlerischen und kommerziellen Erfolg, der McCartney zunächst verwehrt blieb. Entsprechend groß war der Druck. McCartney stand unter Zugzwang - und fand die richtige Antwort.

RAM ist ein Dokument der Wut. Es zeigt einen Menschen, der mit dem Rücken zur Wand steht, der sich beweisen muss, dass er das Komponieren nicht verlernt hat. Dass er eben doch der Kopf der Beatles war - musikalisches Wunderkind und Rocker in einer Person. Also finden sich auf RAM schlichte Rock'n'Roll-Kracher wie "Eat At Home" neben ausgefeilten (aus heutiger Sicht etwas überladenen) Songgemälden wie "Onkel Albert/ Admiral Halsey". Am besten aber ist McCartney dann, wenn er seinen Melodien vertraut und ihnen einfach ihren Lauf lässt. Über fünf, sechs Minuten eine Stimmung entfaltet, die den Zuhörer in seinen Bann zieht. Es ist schwer zu erklären, worin die Faszination von Songs wie "Monkberry Moon Delight" liegt. An den rotzfrechen weiblichen Backgroundchören? An McCartney Stimme, die klingt, als schreie er sich den Leibhaftigen aus dem Leib? An der Komposition, die sich vom ersten Takt an ins Ohr schleicht und trotzdem nie penetrant wirkt? Wahrscheinlich ist es die Mischung aus allem. Sentiment mit Soul (statt mit Kitsch). Härte mit Gefühl (statt mit Gewalt). RAM klingt, als habe McCartney den Part von Lennon einfach mitübernommen. Ein Fall von musikalischer Schizophrenie, der ein Meisterwerk hervorbrachte - so wütend, so zerrissen, so vielschichtig klang McCartney nie wieder.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Pop Bliss! 27. Mai 2006
Format:Audio CD
McCartney finally hit his first highlight with "Ram", full of diversity and irresistible and blissful pop excess. From the ethereal beginning of "Too Many people" to the teenage lament of "Back Seat Of My Car", he just bounces with delight. "Ram On" spirits a delightfully wispy ditty and "Smile Away" is a romping jokester of a song. It's interesting that with all these good songs, only one single was released, but it is a staple. "Uncle Albert/Admiral Halsey" is a classic single with enough bridges and chord changes to delight any music student or pop aficionado. Adding "Another Day" (a homage to women and Linda) and "Oh Woman, Oh Why" (ditto, again), completes this period of McCartney, but Remastering the entire album is a marvel and makes it sound like the first listen from over thirty years ago.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
The Back Seat of my Car 27. Dezember 2008
Von Toby Tambourine TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Audio CD
Ein Jahr nach der Trennung der Beatles und seinem ersten Soloalbum "McCartney", das er 1970 eigentlich zu seinem eigenen Vergnügen aufgenommen hatte, beschloss Paul, seine Karriere jetzt doch wieder ernsthaft in Angriff zu nehmen. (Da er sich immer als Bandmusiker empfunden hatte, lancierte er bald darauf die Wings.) Dass er dabei aufgrund der frischen Trennungswunden und des Rechstreites mit den drei anderen Beatles nicht gleich einen Klassiker wie "Band on the Run" vorlegen konnte, ist verständlich; Paul spielte sich erst wieder warm, und ich finde, das ist ihm hervorragend gelungen.

Einige Kritiker empfinden "McCartney" als das gelungenere und "Ram" als das weniger ausgearbeitete Album; mir geht es genau umgekehrt: "McCartney" klang - gewollt - sehr rau, dafür kam Pauls Spielfreude gut zum Ausdruck, aber ein Gutteil der Kompositionen hatte für mich kaum mehr Nährwert als Demos. Auch wenn Paul später einräumte, seine frühen Alben wie "Ram" und "Wild Life" hätten eine klare Rock-Richtung vermissen lassen, ist "Ram" dagegen - mit New Yorker Studiomusikern aufgenommen, von denen Schlagzeuger Denny Seiwell sich bald darauf den Wings anschließen sollte -, für mich ein gut produziertes Popalbum mit schönen Songs und gelungener Gitarrenarbeit geworden, das ich immer wieder gerne auflege. Ich mag das Cover, und mit der US-Nr. 1 Uncle Albert/Admiral Halsey und dem CD-Bonustrack Another Day, seiner ersten Solosingle, enthält es zwei meiner Lieblingssongs von Paul McCartney.

Ich mag auch den Folksong Heart of the Country und besonders The Back Seat of my Car, das bis zu den "Let it be"-Sessions zurückreichen soll. McCartneys Gespür für Melodien trägt auch gut durch die längeren Songs wie Long haired Lady und Monkberry Moon Delight. Witzig finde ich, wie er den Titelsong Ram on in bester "Sgt. Pepper's"-Manier als vorletzten Song auf dem Album erneut bringt. Besonderen Spaß hat es ihm bei diesem Album offenbar gemacht, seine Stimme in unterschiedlichen Bandgeschwindigkeiten aufzunehmen (z.B. Dear Boy oder Uncle Albert) und gemeinsam mit Linda beim Harmoniegesang zu experimentieren. Nun stand Paul ja nie im Verdacht falscher Bescheidenheit, aber ich kann nachvollziehen, wenn er später Elton John zitierte, auf diesem Album fänden sich einige der besten Gesangsharmonien, die er seit langem gehört habe.

Über die in den Songtexten verborgenen Sticheleien zwischen Lennon und McCartney auf den Alben aus dieser Zeit ist viel spekuliert worden - Lennon sang z.B. in How do you sleep? "the only thing you've done was yesterday/and since you've gone you're just another day", und die Postkarte, die seiner LP "Imagine" beilag und ihn ein Schwein an den Ohren haltend zeigte, war eine Persiflage auf das Cover von "Ram", auf dem Paul ein Schaf an den Hörnern hält. Paul sang hier u.a. "that was your first mistake/you took your lucky break" (Too many People), und der Song 3 Legs soll sich auf die Rechtsstreitigkeiten mit den anderen drei Beatles beziehen, so war das damals eben.

"Ram" (das einzige von Paul UND Linda veröffentlichte Album) ist kein Hitalbum, aber es hat, so wie Elton Johns zweites Album, eine stille Größe und wird in McCartneys Werk oft zu Unrecht übersehen. Schön, dass die CD auch die Single Another Day/Oh Woman oh why enthält; das '93er Mastering ist jedoch mittlerweile überholungsbedürftig.
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