Grobgestrickter 3-Stunden-Masalakracher mit böser Gewalt, Blut, gelegentlich drastischem Klamauk, Schnurrbartexzessen und enorm rhythmischer Ohrwurm-Musik, zu der unterhaltsam getanzt wird - man kann aber auch wirklich nicht sitzenbleiben bei den Hits von Laxmikant-Pyarelal, die sich zudem tagelang im Kopf festsetzen. Die Nummer "My Name Is Lakhan" verfolgt mich noch nach zwei Wochen.
Die Guten und die Schlechten unterscheiden sich extrem deutlich hier; die Bösewichte wie den dauermampfenden Amrish Puri oder den "einäugigen" Raza Murad mag man kaum ansehen. Sie und die altgestrigen Schnauzbärte und Kampfhähne Anil Kapoor und Jackie Shroff dominieren "Ram Lakhan". Sämtliche Frauen bleiben blass dagegen, sogar präsenzstarke Diven wie Rakhee Gulzar, Madhuri Dixit und Dimple Kapadia spielen nur dritte Geige.
Meine DVD des Vertriebs MoserBaer hatte extrem schlechte Bildqualität, auch der Ton überzeugte nicht.