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am 16. Mai 2014
Vorab: Hier gibt es keine Zusammenfassung und daraus hervorgehende Bewertung der Handlung. Ich vermeide es schon, den Klappentext eines Buches, das auf meinem Nachttisch zur Lektüre bereit liegt, zu lesen. Folglich will ich niemandem den Spaß daran (vorweg)nehmen, zu erlesen, w a s in diesem Buch erzählt wird. Ich beschränke mich auf's Wie.

Pratchetts Scheibenwelt ist etwas gesetzter geworden. Wenn man es negativ formulieren wollte biederer. Wenn man es positiv wenden wollte, erwachsener.
Die Magie weicht auf der Scheibenwelt zusehends der Technik - in diesem Falle der Dampfmaschine und Eisenbahn. Die phantastische Verrücktheit, bisweilen Absurdität, der frühen Romane gehört damit großteils der Vergangenheit an. Thaumbedingte Kuriositäten, vielbeinige magisch-mörderische Truhen und dergleichen sucht man vergebens, allenfalls trifft man in "Raising Steam" recht entfernte Verwandte. Zudem fließt - plätschert möchte ich keineswegs sagen - die Handlung recht stringent auf ein absehbares Ziel zu. Pratchett erzählt schnörkellos, geschmeidig, ohne Holperer, auch ohne große Überraschungen und Wendungen. Und so liest sich das Buch auch.
Dass dabei die Magie beim Lesen dennoch nicht verlorengeht, dafür sorgt einerseits Pratchetts Humor: Der Wortwitz ist der gleiche geblieben, die amüsant-grotesken Absonderlichkeiten dieser Welt, der Figuren, der Dialoge sind weniger schrill geworden, aber dabei nicht weniger unterhaltsam. Eine andere Stärke sind und bleiben auch in diesem Roman die Charaktere: Sicher überspitzt, aber nie heroisiert, menschlich, fehlerhaft, liebenswert. Daran hat sich wenig geändert.
Pratchett geht nicht den Weg und setzt immer und immer noch eins drauf auf die bizarren Züge seiner Scheibenwelt, er tritt eher etwas leiser. Das ist der m.E. richtige Weg im Vergleich zum Versuch, sich selbst immer wieder überbieten zu wollen. Das Neue, Überraschende, das an den ersten Scheibenwelt-Romanen begeisterte, ist naturgemäß (und zugegebenermaßen) im Laufe von vierzig Bänden verloren gegangen.
So schwanke ich gerade zwischen drei und vier Sternen. Und frage mich, ob es mir Freude bereitet hat, das Buch zu lesen. Das ist einfach. Ja, hat es. Vier Sterne, definitiv.

P.S.: Sollte sich jemand überlegen, alternativ Pratchetts Long Earth/War anzuschaffen: Finger weg und hier zugreifen!
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am 26. November 2013
Ich lese Pratchett seid gut 18 Jahren, kenne und liebe fast alle seine Bücher und nie hätte ich mir vorstellen können, das einer seiner Scheibenweltromane von mir 2* bekommt, schon gar nicht ein Buch mit Moist von Lipwig...bis heute. Aber gut erstmal zum Inhalt des Buches:

Magie war gestern...heute bricht die Zeit der Dampfmaschine an. Der junge Ingenieur Dick Simnel nimmt die Arbeit seines Vaters wieder auf und entwickelt die erste funktionsfähige Damplokomotive der Scheibenwelt. Eine Entwicklung, die Lord Vetinari gerade recht kommt, bahnt sich doch unter den Zwergen der Scheibenwelt angesichts der geradezu revolutionären Umwälzungen, welche die Zwergenkultur seid dem Vertrag von Koom Valley erlebt hat ein Bürgerkrieg an. Doch Vetinari kann sich natürlich nicht öffentlich selbst die Hände an einer Lokomotive schmutzig machen und so hat er für das Grobe seine Helfer Moist von Lipwig und Commander Samuel Vimes...oder?

Das Sir Terry die Scheibenwelt Stück für Stück aus dem Mittelalter und der Zeit der Magie in das viktorianische England des späten 19. Jahrhunderts verwandelt ist inwzischen nichts Neues mehr. Auch das hierfür manch alter Zopf abgeschnitten werden muss ist an sich nichts Schlechtes...aber:

Raising Steam ist ein Buch, das sich ungefähr so zäh hinzieht wie eine Zugfahrt von Hamburg nach München...mit der Regionalbahn. Über weite Teile des Buches plätschert die Handlung irgendwie dahin, die neuen Charaktere bleiben flach und die alten verhalten sich bestenfalls noch wie Karikaturen ihrer selbst. Wann ist aus dem Patrizier ein weinerlicher, jähzorniger Idiot geworden, der sich über lange Kutschfahrten beschwert? Wann aus Vimes ein Polizist, der es völlig ok findet wenn seine Wachen Leute umbringen? Und wann aus Moist von Lipwig ein Typ der ungefähr soviel Identität hat wie ein Kandidat bei DSDS?
Ach ja und wenn dann die Handlung im Buch wirklich mal Fahrt aufnimmt...dann kommt entweder Deus Ex Machina oder eine Blende. Das Ende schließlich ist ebenso undramatisch und arm an Höhepunkten wie das ganze Buch, ein echtes Finale sucht man vergeblich. Wahrlich nicht das was man von Sir Terry gewohnt ist.

Schade, das in letzter Zeit zur Gewohnheit werdende Auf und Ab bei Pratchetts Büchern geht also weiter, diesmal leider ist man wieder mal unten angekommen.
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am 17. November 2013
Ich liebe die Discworld Bücher und habe alle Bände gelesen. Daher habe ich mich sehr darüber gefreut, dass endlich ein neuer Discworld Band erscheinen würde. Außerdem bin ich ein Fan der Moist von Lipwick Geschichten, also war ich darauf eingestellt, 'Raising Steam' zu mögen. Leider haben einige der letzten Bücher von Terry Pratchett nicht meinen Erwartungen entsprochen. Schon 'Unseen Academy' und 'Snuff' fand ich sehr mittelmäßig und auch 'Raising Steam' reiht sich hier ein.

Positiv ist zu bemerken, dass so ziemlich alle Figuren der Discworld einen Auftritt in 'Raising Steam' haben, allerdings führt diese Tatsache dazu, dass die Geschichte keinen richtigen Hauptdarsteller hat. 'Raising Steam' ist zwar eine Moist von Lipwick Geschichte, aber Moist ist nicht wie in den vorherigen (grandiosen) Büchern der absolute Protagonist der Geschichte, sondern er teilt sich diese Rolle mit dem Ingenieur, der die Dampflock erfindet. Beide Geschichten werden erzählt, aber irgendwie kommt die Handlung nicht so richtig ins Rollen. Ich habe mich mittendrin gefragt, was genau die Handlung eigentlich ist. Es fehlt der geniale Clou, den die Pratchett Bücher normalerweise ausmachen. Das Buch ist nicht direkt langweilig, aber es hat mich nicht mitgerissen.

Das Ende hat mir leider am wenigsten gefallen, weil dem Leser eine 'Offenbarung' über den König der Zwerge eröffnet wird, die dem Leser vorheriger Bücher bereits bekannt ist, und die Fortführung dieser Offenbarung erscheint mir wenig plausibel.

Fazit: Man kann 'Raising Steam' lesen und wer die Discworld Reihe liebt, der wird sich auch dieses Buch nicht entgehen lassen. Aber ich hoffe sehr, dass Terry Pratchett noch einige wirklich gute Bände schreiben kann, bevor ihn seine Alzheimerkrankheit vollkommen davon abhält.
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am 3. Juni 2014
I have been reading numerous of the wonderful novels by PTerry and consider Going Postal and Making Money two of his greater pieces (which might be due to my economic background). I love his stories for their wit, their wonderful wordplay, and the warmth that flows over the Discworld. He has been a genius in delivering some of the coolest stunts in fantasy literature as byproducts of his thoughtful plots (consider the reannuals in Mort!) and has usually been great at delivering a grand finale full of grotesque images put into print by his deliberate choice of words (consider Sourcery or Equal Rites).
Raising Steam might best be described by its similarity to the Long Earth – only without the Long Earth itself. The Long Earth was dragging but was able to draw on some promising and genuine ideas. Raising Steam is dragging much more and the main idea in the plot is the introduction of trains and the struggle this might cause between adventurers and backward-conservatives. Its theme is the blueprint for the design of the plot. A train going from station to station. A sequence of events that are put together in chronological order. Nothing unforeseen, nothing extraordinary, not a single twist in sight. Just a list of events. Most characters are bystanders as nothing particular is happening. Whilst the odd footnote in earlier novels was a guarantee for making me laugh, this stylistic device is overused in Raising Steam which is full of annotations of negligible significance. Reading Raising Steam I had to laugh exactly once. Most of the time I spent in eager wait for the point in publishing the whole story.
I hope it is just a coincidence that these recent novels have caused me to experience some very long evenings charachterised by me fighting against the book that just would not finish. At this point I am actually not sure if I will try and read the next piece by Pratchett. Which makes me sad.
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am 6. Juli 2015
Eines vorweg: Ich bin (wie so viele) ein langjähriger Fan von Terry Pratchett, habe jeden einzelnen Scheibenwelt-Roman gelesen und würde Sir Terry ohne zu zögern zu meinem langjährigen Lieblingsautoren erklären. Und jetzt das: Ich habe mich durch dieses Buch so durchgequält, dass ich schließlich aufgegeben und es in den Keller getragen habe.

Was ist passiert? Gute Frage. Der Autor ist noch der gleiche. Die Welt ist noch die gleiche. Aber alles andere nicht. Die Handlung ist langweilig, ohne jede Spannung oder unerwarteten Wendungen. Der Humor, das Skurille, alles was Terry Pratchett auszeichnete, fehlt völlig. Im Grund erzählt er die Geschichte davon, dass jeder eine Chance verdient (ja, auch Goblins), die er seit "Night Watch" immer und immer wieder erzählt hat, noch einmal. Nur ohne den Charme früherer Jahre.

Für mich bildet das Buch damit den traurigen Abschluss einer Entwicklung, die sich schon über etliche Jahre hingezogen hat. "Snuff" war schon nur noch ein lauwarmer Aufguss bekannter Themen, und "Dodger" mit seinen stereotypen Charakteren und seinem unbesiegbaren Protagonisten habe ich kaum noch ertragen (kein Scheibenwelt-Roman, ich weiß, aber trotzdem). Sollte der 41. Scheibenwelt-Roman "The Shepherd's Crown" tatsächlich wie angekündigt im August erscheinen, wird er es wohl ohne mich tun müssen.
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am 23. Mai 2014
DIe Geschichte hat keinen erkennbaren Spannungsbogen, sondern ist eine Aneinanderreihung mäßig verbundener Episoden, selbst ein abschließender Höhepunkt fehlt. Die altbekannten Hauptpersonen sind nur noch Schatten ihrer selbst - selbst Lord Vetinari, das Urbild der vielschichtigen Persönlichkeit, ist flach wie die Sto-Ebene nach der Kohlernte. Bei den neuen Hauptakteuren und Nebencharakteren setzt sich dies fort: alle, die auf der Seite der Eisenbahn stehen, werden gnadenlos überhöht, sind überkompetent, brillant, einfach toll - gegen die Eisenbahn sind allenfalls beschränkte Fanatiker, die nebenher in der Regel auch noch unfähige, brutale Terroristen sind.
Der leichtgängige und dabei gewitzte Humor, welcher die Scheibenweltbücher so besonders gemacht hat, blitzt nur gelegentlich auf. Dafür wird reichlich und plump (ich hätte nie gedacht, dieses Wort jemals in Verbindung mit einem Pratchett-Buch verwenden zu müssen) die sozialkritische Keule geschwungen.
Die einstmals so liebenswerte, chaotische Scheibenwelt voller skurriler und doch tiefgründiger Gestalten verkommt langsam zu einem durchgestylten, langweiligen Einheitspamps, was mich sehr traurig macht.
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am 25. November 2013
the book was good, there have been better but it was still good. that said I was quite disappointed by the ebook itself.

it's typical for terry pratchett to include lots of footnotes but as there are no chapters all the footnotes are collected at the end of the book. so what you have to do is navigate to the footnote reference, from there to the linked note and back each and every time. It takes quite long and if you have to do it that often you soon lose interest so from some point on I ignored all of them and that was a pity as there are lots of witty comments that I'd have liked to read
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am 19. Januar 2015
As summary of the following comments: The worst thing about this novel is that if you read it as your first Discworld-novel you will not fancy having more … and this, believe me, is a real pity.
The novel is entertaining and pleasant to read too and it is surely not the worst Discworld-novel (in my opinion, this doubtful honour still belongs to “Unseen Academicals”) but it is for sure not the best; it belongs to the small group of the rather bad ones.
Do not misunderstand me: Although it may result confusing if you do not yet know other Discworld-novels due to the many cross-references, it is still acceptable, albeit not good. If you, like me, have devoured the previous ones, “Raising steam” is a more than middle-sized disappointment.
The story starts clumsily and needs quite long until it gets going. All clichés (or almost all) related to the beginnings of the railway are painstakingly repeated and it needs about a third of the novel until the Discworld-railway shows an own personality and dynamics instead of being a poor and cheap imitation of the Roundworld-railway.
What I have missed most in this novel is Pratchett’s fine observation and his witty descriptions of characters and situations. His fine (and caustic) irony when handling prejudices, clichés and related behaviours is equally conspicuous by its absence. In addition, many of Pratchett’s main characters are reduced in this novel to ridiculous caricatures or to rigid copies of themselves. Thus is Lord Vetinari’s intelligent, complex, scheming coolness replaced by an awkward mixture of crass despotism and pseudo-wisdom.
Or Commander Vimes who suddenly acts like a village politician or like a severe looking but basically good-natured teacher, thus making unimaginable what a “force of nature” full of contradictions, cynicism and noble-mindedness he is in other Discworld-novels.
If this were not enough, something that pretends to be Politics plays a prominent though little convincing role in which the railway is forced to take over a key position.
Moist von Lippwig, the protagonist, is degraded to a class clown; he has lost his impudence, so much important to his personality and for his successes in former novels.
In summary I cannot avoid the impression that almost all characters have lost their “grandeur” and credibility.
But it is not only the railway which has arrived to Discworld. Also terrorism of religious origin shows its ill directed presence. The ominous leaders know how to misuse easily influenced young people for their purposes. The no matter how disguised egoism and the lust for power of those leaders, the terrorists’ appalling stupidity and the absurdity of the terrorist attacks can certainly not be handled in detail in such a novel. This notwithstanding, all the above said is initially convincingly presented… to subsequently be solved as a minor detail, not to say to be simply forgotten.
Of course is the Discworld an unreal invention but it is a magnificent fiction too and has its own internal logic and consistency that one can expect in spite (or because) of narrativium and magic. Well: that internal consistency is absent in this novel, regarding both the plot and, as already said, the characters (I could not believe my eyes when learning about the role assigned to the Patrician). In fact, the whole reminds a hymn in honour of political correctness.
It is said that the Discworld is a mirror of worlds (meant is our Roundworld). In this novel it is so much atrophied that it hardly is mirror of some small pathetic Earth province.
But as I said at the beginning, the worst thing with this novel is that it is unable to whet the reader’s appetite for more. And this is really a great pity.
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am 12. November 2013
Es war leider damit zu rechnen, dass die neuen Pratchett-Bände auf Grund der Alzheimer-Erkrankung des Autors irgendwann schwächer werden. Ich hoffe, dieser Band ist kein Vorzeichen dafür. Die Hintergrundstory betrifft die Erfindung und Einführung der (Dampf-)Eisenbahn in der Scheibenwelt. Warum hier als Erstes die Eisenbahn erfunden wird (in "unserer" Parallelwelt dienten Dampfmaschinen zunächst für eine Reihe anderer Zwecke, da für die Eisenbahn auch noch eine ganze Reihe anderer Erfindungen von der Schienenbefestigung über zuverlässige Bremsen und komplexe Steuerungen entwickelt werden mussten) bleibt dabei offen.

Die Storyentwicklung ist vergleichsweite konventionell, hinzu kommt noch, dass unzählige Charaktere aus vorherigen Bänden die Handlung quasi "besuchen", ohne wirklich eine tragende Rolle zu haben. Das beginnt mit Lu-Tse und geht über die Magier der unsichtbaren Universität, von Lancre wird ein Brief geschrieben, wir begegnen Harry King wieder usw. Das macht auf mich etwas den Eindruck, als würden zum Ende einer Fernsehserie noch mal die beliebtesten Nebenrollen zu Gastauftritten eingeladen, um sich vom Publikum zu verabschieden. Und das ist etwas schade.

Da Pratchett immer noch gut schreiben kann ist es in der Summe noch ein gut lesbares Buch geworden, dass man durchaus genießen kann. Ich wünsche uns und dem Autor trotzdem, dass der nächste Band wieder etwas stärker ausfällt.
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am 1. Juli 2015
Daß die Scheibenwelt inzwischen immer weniger "magisch" ist und sich stattdessen mit der Entwicklung verschiedener Technologien auseinandersetzen muß, finde ich zwar ein wenig schade, trotzdem haben die Bücher für mich den Reiz nie verloren. Raising Steam stellt für mich jedoch den Tiefpunkt der Serie dar.
Leider fehlt dem Buch vollkommen der Witz, die Geschichte ist vorhersehbar, ohne Überraschungen und Tiefgang. Im Grunde erschöpft sich das Buch in unzähligen Wiederholungen davon, daß alle Personen - egal ob Zwerg, Mensch, Troll oder Goblin - gleich sind. Diese Botschaft hat Pratchett zwar auch früher schon in den Vordergrund gestellt, aber eingebettet in eine interessante Geschichte. In Raising Steam wirkt die belanglose Handlung lediglich wie eine Ausrede, um alle Personen mehrfach zu der Erkenntnis kommen zu lassen, daß auch Goblins nur "Menschen" sind.
Auch der sprühende Wortwitz, der die anderen Bücher von Pratchett auszeichnet, fehlte mir fast völlig. Lediglich ein paar müde Scherze kommen vor, die jedoch in der ohne Spannungsbogen dahinschleichenden Handlung untergehen.
Ich war ein paar mal kurz davor, das Buch einfach nicht zu Ende zu lesen, habe mich dann aber doch weitergequält in der Hoffnung, daß es besser wird - leider war das nicht der Fall.
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