Was zerreißen sich manche Rock-(oder Country- bzw. Bluegrass-)Gurus nicht die Mäuler, um dem Album nichts abgewinnen zu müssen...
Aus meiner Sicht ist es einfach so: zwei (nach meinem Geschmack: gute) Musiker bringen eine ungewöhnliche und teilweise gewöhnungsbedürftige Zusammenarbeit auf die Beine, deren Ergebnis Puristen logischerweise zur Weißglut bringen muss, jedoch Ottonormalverbraucher (besonders mit etwas Ohrenschulung und open minded) jede Menge angenehme Musik genießen lässt.
Robert Plant agiert schon sanfter als man's von ihm kennt, aber natürlich und souverän. Alison Krauss ist zwar nicht mein Fall sonst (Country/Bluegrass allgemein), aber hier passt ihre Stimme (und fiddle erst recht!) sehr gut ins Konzept, finde ich jedenfalls. Von zart-elegisch bis energisch, alles dabei - die Beiden müssen viel Spaß dabei gehabt haben!
Etwas Zeit brauchte das Album schon, bis es mich überzeugte, aber das ist nichts Neues, sowas gibt's einfach immer wieder (und ich sehe darin absolut kein Problem - höchstens für "I want it all and I want it now"-Anhänger, die sofortigen Vollgenuss serviert haben möchten und nicht bereit sind, sich dafür Zeit zu lassen).
Es ist eben etwas Anderes, wer Led Zeppelin erwartet sollte einfach Led Zeppelin-CD's hören.