Gerade, wenn man einiges mehr von Salinger kennt, muss man sich zwangsläufig fragen, was "Seymour:an Introduction" eigentlich sein soll bzw. soll. Was will Salinger dem Leser mit dieser verhackstückten, wirr anmutenden Notizensammlung mitteilen? Es muss die Liebe zu seinem idealen Seymour Glass gewesen sein, die hier sogar anscheinend größer ist, als Salingers Fähigkeit, sie in eine Form zu bringen (?). Aber man übe doch Nachsicht, denn wenn man erstmal drin ist, ist es doch ganz nett zu lesen. Und: "Raise High", das ist die Hauptsache, ist eine von Salingers schönsten Geschichten, für mich sogar seine Schönste überhaupt, noch vor jeder der "Nine Stories". So viel Salinger-humor, -feinfühligkeit, -sehnsucht und -traurigkeit zusammen gibt es nur hier.