diesem album liegt ein sehr kopflastiges konzept zugrunde: mastermind alex greenwald hat recherchiert, welche musik bekannte sektenführer persönlich bevorzugten. und stellte dabei fest, dass es meist - subtrahiert man den totalitären kontext - sehr fröhliche, nette musik war.
diese erkenntnis und diese ambivalenz wollte er in die neuen songs der gruppe - angeblich wurden 120 geschrieben, 30 aufgenommen, letztlich kamen 12 aufs album - einfließen lassen. popsongs mit doppeltem boden also.
kennt man dieses konzept und sucht seine spuren im tatsächlichen album, gewinnt man sicher eine zweite ebene dazu, kann auch intellektuell im takt mitwippen.
das schöne an diesem album ist aber: fehlt einem dazu die information, die zeit oder schlicht die lust, macht die platte genauso viel freude. das album funktioniert auch einfach als album.
verblüffend ist, mit welcher selbstverständlichkeit und mit wieviel selbstbewusstsein die ehemalige teenie-band hier einflüsse aus den sechziger jahren (beatles, stones, beach boys), den siebzigern (glamrock im stil david bowies), aber auch aus pop, rock, punk, metal, alternative oder emo jongliert.
ein bemerkenswertes, tolles album mit großteils fantastischen, sehr originell und eigenständig arrangierten songs, die nicht nur magnetische melodien zu bieten haben, sondern auch immer für einen unerwartet geschlagenen haken in eine andere richtung gut sind, also jederzeit überraschen können.