Raiders of the lost Ark ist John Williams' wohl aufwendigste und trickreichste musikalische Arbeit, die als Basis für alle weiteren Indy-Soundtracks dient und in diesem Sinne auch weit über das Adventure-Genre hinaus Maßstäbe gesetzt hat. Kaum jemand, der heutzutage nicht das Hauptthema kennt. Bei näherem hinhören bietet jedoch jedes Stück seine ganz eigene Charakteristik und die Art und Weise wie Williams die Spannung in seinen Stücken verdichtet (z.B. The Idol Temple, Escape from the Jungle, The Well of Souls), die Situation wieder entspannt (Flight from Peru, Flight to Cairo, Marions Theme) oder Verspieltheit mit tödlicher Ernsthaftigkeit abwechselt (The Basket Game) rufen beim Zuhörer Gänsehaut allererster Güte hervor. Das besondere Augenmerk sei hier auf die besonders epischen Stücke gerichtet (The Map Room: Dawn, Indy follows the Ark, The Miracle of the Ark, Washington Ending and Raiders March). Das Thema der Lade strotzt vor unbändiger Kraft, ist melödiös und wirkt zu keiner Zeit überfrachtet. Aus diesem Grund hat Williams wohl bewusst nach zig Jahren dieses Thema als Vorbild für das Hauptthema zu "Crystal Skull" genommen. Die Ähnlichkeit zu "Call of the Crystal" ist unverkennbar, als würde das Thema der Lade rückwärts abgespielt werden.
Alles in allem ein hervorragender Soundtrack, ein Meilenstein in der Geschichte der Filmmusik. Von mir 5 Sterne und einen imaginären Ehrenstern für die absolute Zeitlosigkeit dieses Albums.