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Die Eröffnungsnummer "Bombtrack" ist ein einziger Adrenalinstoß, bei dem Leadsänger Zack de la Rocha im Refrain ein wütendes "Burn, burn, yes, you're gonna burn!" herausbellt. Nicht weniger intensiv ist das militante "Killing in the Name" (mit der aufmunternden Zeile "Fuck you, I won´t do what you tell me!"), das ultrafunkige "Bullet in the Head" sowie "Fistful of Steel". Gitarrist Tom Morello kombiniert seine bewährten Metal-Riffs mit Klängen, die an einen Hip-Hop-Scratcher denken lassen. Mit Sicherheit eine der besten, intelligentesten und aggressivsten Hardrock-Platten, die je erschienen ist. --James Rotondi
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Che lives!
Eigentlich ist es jedoch ein Wunder, dass mir diese Platte überhaupt gefallen hat und ich zum non plus ultra Rage-Fan wurde, da ich normal nicht besonders auf politisch orientierte Musik stehe (Das ewige Gelaber über das besch*ssene System hier, die Politiker dort...), und auf Rapp sowieso nicht. Somit könnte ich mir rein vom Musikgeschmack echt nicht erklären, warum mich das Anhören dieser Platte fast umgeworfen hat. Wollen wir doch einfach mal versuchen, das dennoch zu erklären...
Vielleicht liegt es ja einfach daran, dass die Band eine wahrhaft ansteckende Energie und Kraft ausstrahlt und es mit ihrem Talent vermag, die Geschmacksgrenzen zu überwinden und Zuhörer anderer Musikrichtungen problemlos zu begeistern weiss.
Es passt bei der Besetzung nämlich ALLES perfekt zusammen.
Einem normalen Menschen dürfte es einfach unmöglich sein, zu Zack de la Rochas treibendem Gesang nicht mitzurappen. Gut, die Texte sind sehr stark politisch gesellschafts-kritisch, was mich, wie gesagt, im Normalfall nicht wirklich begeistert, somit hör ich einfach nicht genau auf den Text. Über die Quälität und Aussagekraft der Texte möchte ich deshalb an dieser Stelle keine Aussage machen, das hängt sowieso von der persönlichen (und politischen) Einstellung ab. Trotzdem klingt es einfach gut, so dass man sich gezwungen fühlt mitzusingen, sei es zum energischen „Burn, burn, yes you're gonna burn" aus ‚Bombtrack', zum rebellischen Wutschrei „F**k you, I won't do what you're telling me!" aus ‚Killing in the name', oder zum atemberaubenden Finale von ‚Bullet in the head'.
Nun aber zum Herausragendsten des Albums : die Musik, und allem voran die Gitarre.
Tom Morellos Riffs vermitteln eine derartige Kraft, dass man nicht mehr still sitzen kann und nicht widerstehen kann, zur Musik abzugehen. Seine Musik untermalt einwandfrei Zacks (verbale) Wutausbrüche, mal mit groovigen Rhythmen, mal mitreißende Hammerriffs, dann sind es wieder geile Solos. Für sein abwechslungsreiches Spiel und seinen innovativen Umgang mit Effekten lässt er sich meiner Meinung nach ein bisschen mit Jimi Hendrix vergleichen. Umwerfend sag ich da bloß...
Perfekt wird er natürlich von Timmy C.s Bass- und Brad Wilks Schlagzeugspiel unterstützt. Auch vor ihnen „Hut ab", sie verstehen es genau, wann sie eher zurückhaltend sein sollten und wann sie voll abzugehen haben. Ein derartig gutes Zusammenspiel kriegt man echt nicht jeden Tag zu hören.
Ich möchte es wirklich jedem nahe legen, sich dieses geniale Album mal anzuhören, und bei dem Preis sogar zuzulegen. Als bestes Album von Rage Against The Machine ist es für Einsteiger die beste Wahl, mit dieser ganz besonderen Band Bekanntschaft zu machen, aber auch andere dürfte es begeistern, wenn nicht der Gesang, dann spätestens die umwerfende Musik, so dass eigentlich jedermann hier bedenkenlos zugreifen kann.
Anhörtipps: Selbst wenn das GANZE Album von der ersten bis zur letzten Sekunde unbeschreiblich gut ist, gehören das Eröffnungsstück „Bombtrack", „Bullet in the head" mit seinem grandiosen Finale, das aus Matrix bekannte „Wake up" und das abschließende „Freedom" zu meinen persönlichen Lieblingsstücken. Noch zu erwähnen wäre das umwerfende Gitarrensolo aus „Township rebellion".
„If we don't take action now, we'll settle for nothing later
We'll settle for nothing now and we'll settle for nothing later!!!"
Warum ich das heute, 13 Jahre, 2 Rage live-Konzerte und 3 Kinder später, hier aufschreibe? Weil ich endlich einen MP3 Player hab. Und seit ich diese CD vor 4 Wochen überspielt habe läuft wieder nichts anderes...
Fazit: dieses Album ist revolutionär, und zwar damals wie heute. Daher, wer es nicht kennt: es ist nie zu spät- kaufen und hören.
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