Die fünf Norwegier haben mit ihrer Platte "Radiowaves" ein Meisterwerk geschaffen.
Manche mögen behaupten, die neuerdings (seit dem Longplayer "Metropolis", 1995) englisch gesungenen Songs seien nur aus kommerziellen Gründen in dieser Sprache entstanden, doch diese Meinung kann ich nicht teilen.
Mit dieser CD ist Seigmen die perfekte Entwicklung vom einst etwas progressiven zum eingängigen, äußerst atmosphärischen Gothic-Rock gelungen. In Liedern wie "The world revolves around you", "Neon Sun" oder "Mercurial" möchte man sich einfach nur verlieren. Ein absoluter Meilenstein auf Radiowaves ist "The modern end", ein sehr düsteres, rythmisches und meiner Ansicht nach zusammen mit "Give", der englischen Version von "Metropolis", eines der besten Lieder von Seigmen überhaupt. Im deutlichen Kontrast zu den restlichen Titeln steht P-Machinery (welches allerdings nur als Bonustrack vorhanden ist). P-Machinery ist ein sehr energiegeladenes und auch auffällig elektronisches Stück. Es erinnert mich sehr an Zeromancer, die Band, die später aus 3 Mitgliedern von Seigmen entstand. Ich will aber nicht lange ausschweifen, also zurück zur CD. Das einzige Stück, das auf dieser Platte jedoch negativ auffällt ist Guilt. Es reicht lyrisch qualitativ nicht an die anderen heran und scheint fast schon stupide. Aber über so etwas sehen wir doch gerne hinweg, oder? ;)
Fazit: Der absolute Höhepunkt in der Karriere von Seigmen zeichnet sich durch diese CD ab. Es lohnt sich also auf jeden Fall, mal reinzuhören!
Let's celebrate the modern end.