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Radios von gestern
 
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Radios von gestern [Gebundene Ausgabe]

Ernst Erb
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Prof. Dr. Dr. B. G. Bosch, Ruhr-Universität Bochum

Bochum, 3.1.90, Ruhr-Universität Bochum, Prof. Dr. Dr. B. G. Bosch. Zu der Herausgabe Ihres Buches »Radios von gestern« möchte ich Ihnen herzlich gratulieren! Ein Werk mit dieser Themenvielfalt und hervorragenden Ausstattung existiert meines Wissens weltweit noch nicht. In seiner Art - von der Schilderung der historischen Entwicklung in der Vor-Periode über die eigentliche Zeit des Radios bis hin zu seinem zweiten Teil, welcher der Restauration sowie den technischen Erläuterungen gewidmet ist und die vielen Tabellen und sonstigen Materialien enthält - handelt es sich um ein außerordentlich gelungenes, umfassendes Kompendium. Das von Ihnen getroffene Niveau der Darstellung liegt für den angestrebten Leserkreis m.E. gerade richtig. Die lebendige Darstellung ist erfrischend. Als jemand, der selbst ein Buch geschrieben hat (mit gutem Grund blieb es bei dem einen!), weiß ich, welch immense Arbeit Sie hinter sich gebracht haben müssen. Ihre kritische Behandlung der Frage der Prioritäten begrüße ich ...

M. Tsuchet

Handschriftlicher Kommentar vom 27.9.94 eines eremitierten Professors an ... Sehr geehrter, lieber Herr ... Vor einigen Tagen kam das Buch »Radios von gestern« von E. Erb. Das ist ein wunderschönes Geschenk. Ich möchte Ihnen sehr, sehr herzlich danken. Die ersten ca. 50 Seiten habe ich schon gelesen und bin begeistert über die Art, wie Herr Erb die Abfolge der Entdeckungen und Entwicklungen darstellt. Manche falschen Vorstellungen, die sich durch das Abschreiben vieler Autoren von anderen etabliert haben, müssen korrigiert werden. Auch die vielen wunderschönen und informativen Abbildungen sind sehr wertvoll ... M. Tsuchet.

Prof. Karl Tetzner

Icking/Isartal, 12.4.90, Prof. Karl Tetzner (DL1UH). Heute kam Ihr Werk »Radios von gestern«. Als an der Funkhistorie höchst interessierter Zeitgenosse habe ich sofort zu lesen begonnen. Ich darf Ihnen schon nach dieser ersten Durchsicht meine Hochachtung für diese immense Arbeitsleistung aussprechen. Als Fachjournalist, der oft genug mit Quellenstudien befaßt ist, weiß ich, was Sie in diese Arbeit hineingesteckt haben!

Prof. J. Lindemann

Zürich, 17.5.91, Prof. J. Lindemann. Als Liebhaber alter Radiotechnik möchte ich Ihnen zu Ihrem schönen Buch gratulieren ... Wenn Sie den Briefwechsel (anm. - mit J. W. Stokes, Neuseeland, dem Autor von 70 years of radio tube) lesen, fällt Ihnen vielleicht auf, dass Stokes verschiedene meiner Fragen nicht beantwortet hat. Vielleicht wissen Sie Auskunft?

Prof. Dr.-Ing. H. Döring, Inst. für HF-Technik, TH Aachen

Aachen, 15.4.91, Inst. für HF-Technik, TH Aachen, Prof. Dr.-Ing. H. Döring. Ich komme mit zwei Fragen zu Ihrem umfangreichen und vielseitigen Compendium ... habe ich auch das Kapitel ab Seite 129 »Rundfunk in Österreich« mit großem Vergnügen gelesen, da ich ja als gebürtiger Wiener diese Zeit an Ort und Stelle erlebte und 1925 oder 1926 meinen ersten Detektorapparat gebaut hatte.

Frau Dr. Hilde Karolus

Zollikon, 1989, Frau Dr. Hilde Karolus (ihr Mann war DER Fernsehpionier in D). ... jedenfalls den Teil des Textes, der auch in meinem Buch behandelt ist, die Jahre 1923 bis ca. 1935 ... Sie haben sehr fleißig recherchiert; in USA und in England haben Sie sogar mehr erwähnt, als mir bekannt war.

Dipl. El.Ing. Gerhard Ebeling (Redakteur »Funkgeschichte«)

Braunschweig, 2.6.90, Dipl. El.Ing. Gerhard Ebeling (Redakteur »Funkgeschichte«). Durch Ihr Buch haben Sie sich allem Anschein nach unsterblich gemacht. Allgemein wird anerkannt, daß »Radios von gestern« das Beste zum Thema im deutschsprachigen Raum darstellt. Man kann schon folgende Szenen beobachten - Jemand will einen Artikel schreiben und sieht aber zur Klärung des Sachverhalts schnell mal im »Erb« nach ... Speziell die Sammler aus der ehemaligen DDR sind ganz scharf auf Ihr Buch. Herr Prof. Künzel hat den »Erb« zum Jahrestreffen des »Interessenkreises Geschichte der Rundfunktechnik der DDR« nach Berlin mitgenommen und rumgezeigt, was einen großen Wirbel erzeugt hat.

Günter Wahl, Franzis-Verlag GmbH

München, 15.10.90, Franzis-Verlag GmbH, Günter Wahl (Buchprogrammleitung). Ihr Werk »Radios von gestern« ist im Verlag auf große Bewunderung und Begeisterung gestoßen. Unser Herstellungsleiter, Herr Leutmayer, war von Ihrem Werk besonders angetan und hat gebeten, bei Ihnen anzufragen, ob Sie ihm ein Werk für sein Privatarchiv überlassen könnten.

Dr. med. Erik Windisch

Rosengarten-Westheim, 24.8.91, Dr. med. Erik Windisch. Zu Ihrem Buch kann ich Sie nur herzlich beglückwünschen. Ich kannte es nicht und fand es per Zufall in einer Münchner Buchhandlung. Seitdem habe ich noch zwei für Freunde bestellt. Die Fülle von Informationen ist einfach unglaublich.

Dipl.-Ing. Zvonimir Jakobovic

Zagreb, 22.4.96, Dipl.-Ing. Zvonimir Jakobovic. Ich gratuliere für Ihre ausgezeichnete Darstellung des Buches »Radios von gestern«. Ich selbst erforsche die Funk- und Amateurfunkgeschichte.

Kurzbeschreibung

Das erste umfassende Buch über Röhrenradios (Doppelband) schildert ausführlich Entstehung, Geschichte, Technik, aber auch Restauration/Reparatur dieser faszinierenden Zeugen der technischen Entwicklung, denn das Sammeln und Pflegen von Radios aller Epochen stellt Laien, aber auch Elektroniker ohne »Röhrentradition« vor vielfältige Probleme, die (sonst) viel »Lehrgeld« kosten.

In unserer Zeit der »Wegwerfmentalität« zeigt der Autor einen Weg zum Erhalten alter Radios auf und öffnet die Tür zu einem begeisternden Hobby. Bilder und der umfangreiche Text (2 Millionen Zeichen) sind auf die deutschsprachigen Länder zugeschnitten, doch fehlt es nicht an internationaler Recherche. Ein guter Einblick in die entsprechende Bewegung in den übrigen Ländern ist gewährleistet. An die 30 Sammler und einige Museen haben mit zahlreichen Fotos zu den 900 Bildern (mit informativer Legende) beigesteuert.

Seit dem Erscheinen der ersten Ausgabe, 1989, hat sich das Sachbuch, nun in der dritten Auflage als DAS unbestrittene Standardwerk auf diesem Gebiet etabliert.

Der Autor über sein Buch

Standardwerk mit 900 Abbildungen, 5000 Stichwörter etc.
"Radios von gestern" (456 Seiten A4) ist das umfassende Buch über Röhrenradios und schildert ausführlich Entstehung, Geschichte, Technik, aber auch über sachgerechte Restauration/Reparatur. 1998 ist dazu der "Radiokatalog Band 1" erschienen, der mehr als 8000 Geräte der 32 grossen Firmen Deutschlands ab Beginn der Rundfunkbewegung (bis in die 50er Jahre, Portables bis Ende 1970) systematisch mit je bis zu 28 Feldern (z.B. Röhrenbestückung) möglichst vollständig und vor allem systematisch listet, begleitet von 1300 Farbbildern.

"Radios von gestern" dagegen gilt als DAS Standardwerk für den Sammler mit den Kapiteln: Erfindungen und Entwicklungen, Dekaden des Rundfunks, Rundfunk - weltweit, Bild und Ton, Röhren als Basis, gefolgt vom zweiten Teil: Sammeln - aber wie!, Restaurieren macht Spass, Technik leicht gemacht, Keine Angst vor dem Innenleben, Radio-Amateure. Die Technik-Geschichte ist international recherchiert und daher "ganz anders", als sonst in Deutschland zu lesen. Dem aufmerksamen Leser erspart der Doppelband im zweiten Teil viel Lehrgeld beim Restaurieren von Apparaten oder Anlegen einer Sammlung.

Der "Radiokatalog Band 2" mit nochmals mehr als 8000 Apparaten (Deutschland kleine Firmen, ganz Österreich, ganze Schweiz) plus genaue Röhrendatierungen erscheint nicht vor Ende 2001. Der Autor END

Klappentext

Wie entstehen Funk, Rundfunk und Radiobewegung. Entwicklung des Radios und der wichtigsten Radiofirmen pro Land. Verwandte des Radios. Röhrenentwicklung. Sammeln, Restauration, Technik und Reparatur. 2'000'000 Zeichen und 900 Bilder auf 456 Seiten DIN A4 mit kleiner Schrift (Helvetica leicht, 9.1 Punkt).

Umschlagtext

Der Autor, Computerfachmann und Unternehmer, sammelt und restauriert Zeugen der Entwicklungsschritte zur heutigen Elektronik und Telekommunikation. Vergebens suchte er ein umfassendes Buch über Entwicklung, Technik, Sammeln und Restaurieren von Röhrenradios. Darum ist in gut dreijähriger Arbeit dieser Doppelband entstanden.

Das Sachbuch mit 900 Bildern vermittelt in konzentrierter Form und ganzheitlich die notwendigen Informationen und Daten, die ein engagierter Sammler benötigt. Anhang und Sachregister enthalten eine Fülle von Informationen und lassen nach zahlreichen Begriffen suchen. Die internationale Geschichte der Radio-Amateure kommt ebenfalls zur Sprache, da diese aktiven Enthusiasten als Vorkämpfer viel zu unserem Rundfunk und der Telekommunikation beigetragen haben.

Über den Autor

Ernst Erb, 1936 (Basel) hat sich nach Gründung und Aufbau verschiedener Firmen (Data Center Luzern, Computer-Fachzeitschrift, Milchviehbetrieb mit eigener Verarbeitung und Vertrieb auf Teneriffa) voll auf seinen Jugendtraum, das Restaurieren alter Geräte der Telekommunikation konzentriert. Dabei mußte er feststellen, daß umfangreiche Kenntnisse gefordert sind und das Hobby für den anspruchsvollen Sammler nicht ohne Grundlagenwissen sowohl technischer als auch historischer Natur einen Sinn macht. Sich dies in nützlicher Frist ohne neue, konzentrierte Unterlagen anzueignen, ist heute nahezu unmöglich. Darum sind die Bücher entstanden. Die dazu nötige Bibliothek und die umfangreichen und seltenen Sammlerstücke (z.B. mehr als 30 Schweizergeräte der 20er Jahre) sind in der »Stiftung Radiomuseum Luzern« (Schweiz) nach Voranmeldung zu sehen.

Auszug aus Radios von gestern. von Ernst Erb. Copyright © 1998. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Sammlerstücke, Raritäten und Exoten Apparate, die aus einer allgemein gesammelten »Linie« stammen, heißen Sammlerstücke. Fallen einige Sammlerfaktoren zusammen, gilt der Apparat als seltenes Sammlerstück oder Rarität. Als Exoten gelten Stücke, die äußerst selten vorkommen, aber keine Besonderheit aufweisen und nicht allgemein gesucht sind. So jedenfalls möchte ich diese Begriffe hier auseinanderhalten.

In der Praxis gehen diese Begriffe natürlich fließend ineinander über und richten sich nach ganz persönlichen Einstellungen. Auch wechselt der gleiche Apparat in einem anderen Land seinen Stellenwert vollkommen. Wie bereits erwähnt ist normalerweise ein Gerät im Herstellungsland wesentlich gesuchter als in einem Nachbarland. Bei weiten Distanzen erhält ein Stück womöglich wieder einen gewissen »Exotenwert«, wie dies bei uns oft bei Geräten aus den USA der Fall ist. Die Preise für US-Radios sind dort bedeutend niedriger als in Europa. In »The old timer's bulletin«(AWA) vom November 1988 stehen die erzielten Auktions-Verkaufspreise anlässlich der »Historical Radio Conference« von 1988. Mehr als 200 Apparate und 50 Röhrentypen wechselten die Hand. Die ca. 100 Rundfunkempfänger - mehrheitlich aus den 20er und 30er Jahren - erzielten am häufigsten zwischen 25 und 65 USD. Nur ausgesuchte »Kathedralen« erreichten 100-125 USD. Typische Beispiele - Drei »RCA Radiola III« (1924) kosteten 30/30/37 USD, zwei »Crosley 51« (1924/25) fanden zu 37/75 USD einen neuen Besitzer und zwei »Atwater Kent, Modell 20« (1924/25), zu 25/35 USD. Von den sieben Geräten über 300 USD waren die teuersten »Rundfunkempfänger Amrad Super Type B« zu 1700 USD (kommt in der Beschreibung über »Amrad« in [287] nicht vor), »Johnson & Phillips T-6« (1916, Phillips mit »ll«) zu 1600 USD, »Kennedy 110« (1922) zu 575 USD.

Rarität oder seltenes Sammlerstück? Als seltenes Sammlerstück verstehe ich ein Gerät, das selten, aber dennoch so häufig vorkommt, daß es einige Sammler besitzen. Oft sind es Stücke, die »in eine Sammlung gehören«. Weil selten, bilden sie Mangelware. Man sieht sie in wenigen, vollständigen Sammlungen und sie sind von bestimmten Sammlern noch gesucht.

Ein Eigenbau kann ein interessantes Stück oder Exot sein; eine Rarität bildet er nach der Auffassung des Sammlers nicht. Sein Fehlen läßt keine Lücke in der Sammlung offen. Läßt ein Apparat lediglich wegen seiner kleinen Produktionsmenge eine Lücke offen, gilt er als seltenes Sammlerstück.

Raritäten sind nicht »nur« die typischen Lücken einer Sammlung, sondern weisen noch »das Besondere« auf. Meist ist es ein spezielles Design. Dies führt dazu, daß auch Nichtsammler sich für das Gerät interessieren bzw. Personen ein Gerät als Andenken behalten. Beispielsweise kam der »Ingelen-Geographic« ca. 1983/84 wegen einer Veröffentlichung in den Blickpunkt und galt ab dann zunehmend als Rarität.

Bild »Ingelen-Geographic, A«, von 1937 mit farbiger Weltkarte als Stationsanzeige. Superhet mit Bandfiltereingang für LMK, Edelholzgehäuse 540 x 355 x 320 mm BHT, Edyn-LS, AK2, AF7, AB2, AL1, AZ1. Weitere Geräte aus der Serie siehe unter Österreich und Farbfoto.

Eine größere Rarität bildet der Rundfunkempfänger »Telefunken, Modell 12« mit Stabröhren, weil er zu einer vollständigen Telefunken-Sammlung gehört, aber wegen des Rückziehers von Telefunken noch viel seltener zu finden ist. Beide Apparate zeichnen sich durch technische Besonderheiten aus - der »Geographic« zusätzlich durch ein besonderes Styling.

Rar und damit selten sind natürlich offene Batteriegeräte aus den Anfangszeiten des Rundfunks. Bei dieser Gruppe gibt es aber wieder diese Unterscheidungen - lediglich das Preisgefüge sieht anders aus. Leider ist es menschlich - aber nicht vernünftig - wenn man hin und wieder den Ausspruch hört - »Schauen Sie, dieses Gerät fehlt gerade in der und der sonst kompletten Sammlung - aber ich besitze es!«.

Exoten

Sind Herstellfirmen zu klein und bald wieder vom Markt verschwunden, können zwei extreme Situationen eintreffen - entweder suchen einzelne Sammler deren Produkte sehr und diese Geräte erreichen hohe Preise oder sie geraten »in Vergessenheit« und man findet sie höchstens per Zufall bei einem Sammler als »Exot«. Letzteres ist bei Eigenbau-Geräten nahezu immer der Fall. Jedenfalls leiden Eigenbau-Radios heute noch unter geringer Wertschätzung. Selbstbauten inkl. Bauunterlagen sind interessanter, sofern es sich um Baupläne bekannter Firmen oder Veröffentlichungen in Zeitschriften handelt.

Wo Geräte finden?

In der zweiten Hälfte der 80er Jahre findet ein Umbruch statt; das sammelnswerte Radio taucht immer seltener bei Trödlern und in Brockenhäusern (Schweiz) auf. Bis in die 60er Jahre war es leicht, alte Radios für ein Butterbrot oder sogar von Radioreparaturwerkstätten gratis zu erhalten. Man fand sie im Müll, bei Trödlern, in Bazaren - einfach überall! In den 70er Jahren bedurfte es bereits größerer Anstrengungen, um zu guten Stücken zu kommen. In den 80er Jahren sind es eher Zufallstreffer, und alle Vorkriegsapparate haben schon ihren Preis. Erste Apparate tauchen in Antiquitätengeschäften auf und gelegentlich finden Auktionen durch bekanntere Häuser statt ...

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