Radiohead

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Biografie

RADIOHEAD - BEST OF

“And I know I'm paranoid and neurotic, I've made a career out of it.” Thom Yorke
“We’re not a political band, we are political people.” Jonny Greenwood

Damit war eines Tages zu rechnen: The Best of Radiohead. Es hätte sich wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für die erste große Retrospektive der phänomenalen Karriere dieser wohl enigmatischsten britischen Band unserer Zeit finden lassen. Der Blick schweift zurück auf eine exzeptionelle Karriere, die 1992 mit der Single „Creep“ begann und die im Laufe der Jahre von steter künstlerischer Innovationslust und Waghalsigkeit ... Lesen Sie mehr

RADIOHEAD - BEST OF

“And I know I'm paranoid and neurotic, I've made a career out of it.” Thom Yorke
“We’re not a political band, we are political people.” Jonny Greenwood

Damit war eines Tages zu rechnen: The Best of Radiohead. Es hätte sich wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für die erste große Retrospektive der phänomenalen Karriere dieser wohl enigmatischsten britischen Band unserer Zeit finden lassen. Der Blick schweift zurück auf eine exzeptionelle Karriere, die 1992 mit der Single „Creep“ begann und die im Laufe der Jahre von steter künstlerischer Innovationslust und Waghalsigkeit geprägt sein sollte – und die noch immer mit jedem Schritt wegweisender und populärer wird. In ihrer zwölfjährigen Geschichte bei dem EMI-Label Parlophone haben Radiohead weltweit 25 Millionen Tonträger verkauft, mit ihren Alben in 17 Ländern Platin erreicht, in neun Ländern Mehrfachplatin und sie haben zwei Grammys gewonnen. Sie sind eine der meistdiskutierten Bands überhaupt. „The Bends“, „OK Computer“ und „Kid A“ sind gefeierte Meisterwerke, die kontinuierlich hoch in den Listen der besten Alben aller Zeiten anzutreffen sind.

„Radiohead: The Best Of“ erscheint sowohl digital als auch auf den unterschiedlichsten physischen Formaten, ergänzt durch eine gleichnamige DVD mit ihren besten Videoclips. Die Einzel-CD enthält zwölf Singles (inklusive der UK-Top-Ten-Hits „Paranoid Android“, „Creep“, „Karma Police“, „No Surprises“, „Pyramid Song“, „Street Spirit (Fade Away)“ und „There There“) sowie vier weitere Albumtracks. Eine Special Edition erscheint als Doppel-CD mit 13 weiteren Tracks. Alle 29 Tracks gibt es sowohl als Digital Download als auch als Vierfach-Vinyl-Album. Die DVD enthält 21 Videoclips, darunter Arbeiten von renommierten Regisseuren wie Michel Gondry, Sophie Muller und Jonathan Glazer, preisgekrönte Clips von Shynola („Pyramid Song“, NME Brat Award) und Chris Hopewell („There There“, MTV Music Video Award) sowie die brillanten Clips zu „Paranoid Android“ und „No Surprises“. Neun Videos erscheinen hier erstmals auf DVD.

Es ist kaum mehr vorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der es ganz und gar nicht danach aussah, als ob Radiohead jemals eine ganz große Band werden würden. Die Prognose, dass aus den fünf Freunden aus Oxford eine der bahnbrechendsten und einflussreichsten Bands ihrer Generation werden sollte, hätte Anfang der Neunziger wohl nur ungläubiges Staunen hervorgerufen. „Creep“, ihre erste offizielle Single, mag heute als eine der Slacker-Hymnen überhaupt gelten, die ersten Reaktionen auf den von Selbsthass dominierten Song waren aber mehr als verhalten. Der britische Sender Radio One fand das Stück zu depressiv für seine Playlist und in den UK-Charts dümpelte die Single auf Platz 78 herum. Dem Debütalbum „Pablo Honey“ erging es zunächst nicht viel besser. Sicherlich war dieser Grunge-Pop vielversprechend, aber irgendwie noch nicht ausgereift.

Aber „Creep“ war eben ein Song von ganz besonderer Klasse und Beharrlichkeit. Nachdem die Single zunächst in Israel zum Hit avancierte, spielte eine Radiostation in San Francisco den Song, was eine derart große Publikumsresonanz auslöste, dass Radiohead plötzlich und unverhofft einen Smash-Hit in den USA landeten. Im Anschluss trat „Creep“ seinen weltweiten Siegeszug an und startete auch in den UK-Charts noch einmal richtig durch. Nicht wenige sahen damals in Radiohead ein von Nirvana beeinflusstes One-Hit-Wonder. Und für die Band wurde „Creep“ allmählich zum Fluch. Ein Jahr lang promotete die Band die Single und Sänger Thom Yorke fühlte sich ausgelaugt und ausgebrannt. Die Band begann den Song, der ihrem Debütalbum Millionenverkäufe beschert hatte, geradewegs zu hassen. Radioheads Rückkehr nach Oxford war weniger bestimmt von triumphalen Gefühlen denn von desillusionierenden.

Es waren gerade diese unguten Vibes, die Thom Yorke für die Aufnahmen zu dem nächsten Album nutzte, um die Band auf das nächsthöhere Niveau zu hieven. Radiohead verbrachten den Großteil des Jahres 1994 mit dem Produzenten John Leckie im Studio und veröffentlichten zunächst einmal die EP „My Iron Lung“. Songzeilen wie „This is our new song / Just like the last one / A total waste of time / My iron lung” sprachen Bände und zeigten, wie sehr die Band mit sich haderte. Erst eine weitere gemeinsame Tournee, bei der sie auch einige neue Songs ausprobierten (was in Zukunft fester Bestandteil ihres kreativen Prozesses werden sollte), schmiedete das Bandgefüge wieder zusammen. Nach ihrer Rückkehr nach London beendeten sie die Aufnahmen zu „The Bends“ wie im Rausch. Das im Frühjahr 1995 erschienene Album bot jede Menge nachhaltig bewegender Songs auf, voller Sehnsucht („High And Dry“), Melancholie („Fake Plastic Trees“) und Grandezza („Just“).

Angetrieben von enormer Mundpropaganda, faszinierenden Videoclips und Radioheads zunehmend überwältigenden Live-Shows nahm „The Bends“ im Verlauf des Jahres an Statur zu und fand sich, nachdem R.E.M. die Band zwischenzeitlich zu einer gemeinsamen Tournee eingeladen hatte, auf etlichen Jahresbestenlisten weit oben. Als im Februar 1996 mit „Street Spirit (Fade Out“) die mittlerweile fünfte Singleauskopplung erschien, avancierte diese zu ihrem bis dato größten Chart-Hit. Sowohl künstlerisch als auch kommerziell hatten Radiohead einen Riesenschritt getan, doch mit ihrem nächsten Album sollten sie den Vorgänger um Längen übertreffen.

„OK Computer“ entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Nigel Godrich, der seitdem alle Aufnahmen betreut hat und fast so etwas wie das sechste Bandmitglied ist. Der Erfolg von „The Bends“ hatte die Band ermutigt, kompromisslos ans Werk zu gehen. Nicht die Pixies oder Magazine sollten diesmal die Inspirationsquellen bilden, sondern eher Miles Davis („Bitches Brew“), Ennio Morricone und DJ Shadow. „OK Computer“ wurde ein Albumgigant, ein Hybrid aus den Rockkapiteln Psychedelia, Progressive und Post-Punk, die perfekte Schnittstelle von Tradition und Avantgarde, wo pure Schönheit auf Entfremdung trifft. „Paranoid Andoid“, die erste Single, war eine sechsminütige Rocksymphonie, die bei jeder anderen Band vielleicht kommerzieller Selbstmord gewesen wäre, bei Radiohead aber tief in die Poren ihrer Fans eindrang. Einer der ungewöhnlichsten UK-Top-3-Hits ever.

Die Schönheit ihrer Melodien, die sich in wundersamen Balladen wie „No Surprises“, „Lucky“ oder „Karma Police“ entlud, war charakterisiert von einer spielerischen Freude an außergewöhnlichen Klangpartikeln, die nicht nur ihren Gitarristen und Multiinstrumentalisten Jonny Greenwood angespornt hatte, sondern auch seinen Bruder Colin Greenwood am Bass, den Gitarristen Ed O’Brien und Schlagzeuger Phil Selway. Ganz zu schweigen von der immer faszinierender wirkenden Stimme von Thom Yorke. Wir schreiben das Jahr 1997, aber Radiohead waren mit dem noch heute ungebrochen innovativ klingenden „OK Computer“ bereits ins 21. Jahrhundert aufgebrochen. Die Klaustrophobie, die das Album zu beschwören schien, holte aber bald auch die Band ein. Nachdem Radiohead auf ihren Welttourneen umjubelt und sie für den Mercury Prize und Grammy nominiert worden waren, befiel vor allem Thom Yorke auf dem Zenit des Erfolgs ein Ennui. Er war es leid, seine Haut so zu Markte zu tragen und fühlte sich von Rockmusik überfüttert.

Der daraus resultierende Schritt war, dass er die Band davon überzeugte, sich klanglich vollkommen neu zu orientieren. Es war Yorkes Idee, ein elektronisches Album aufzunehmen, sich auf die Spuren von Krautrock, Brian Eno und Electro-Gurus wie Aphex Twin zu begeben. Die 15 Monate, die Radiohead im Studio bis zur Grenze der psychischen Belastbarkeit verbrachten, führten schließlich zu „Kid A“, einem Werk von so besänftigender wie verstörender Faszination, mal kindisch verspielt und zärtlich, dann wieder bedrohlich nervenzerreibend und voller Untiefen. Der Titel des Openers sagt eigentlich alles: „Everything In Its Right Place“. Die Klasse dieses alles andere als leicht verdaulichen aber definitiv hypnotischen Albums aus dem Jahr 2000 löste einen immensen kommerziellen Widerhall aus. „Kid A“ war das erste Nummer-eins-Album von Radiohead in den USA und wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch zwei Grammys. Im Juni 2001, nur zehn Monate nach der Veröffentlichung von „Kid A“, folgte bereits das fünfte Album: „Amnesiac“. Die meisten Songideen waren bei den Marathon-Sessions zu „Kid A“ entstanden und demonstrierten einmal mehr den unbändigen kreativen Output der Band. Neben vielen experimentellen und elektronisch verqueren Stücken enthielt „Amnesiac“ auch Songs mit echtem Pop-Appeal, wie etwa das von den Smiths beeinflusste „Knives Out“ und die Seelenbalsam-Pianoballade „Pyramid Song“.

Zwei Jahre ließen Radiohead verstreichen, bevor sie „Hail To The Thief“ im sonnigen Los Angeles in Angriff nahmen. Ausgestattet mit dem Untertitel „The Gloaming“ war das neue Album tatsächlich über weite Strecken recht düster und die Songtexte waren nicht weniger kryptisch – Radiohead schrieben weiter ihre Wiegenlieder für die Apokalypse. Gleichwohl ging von dem Album eine kaum in Worte zu fassende positive Energie und Anziehungskraft aus, bei der man das beschwörende Mantra von „There There“ mit derselben Lust goutiert wie das schräge Helter-Skelter-Gitarreninferno auf „2+2=5“ und der Aufforderung „Sail To The Moon“ blind folgen möchte.

Mit „Hail To The Thief“ war die gemeinsame Geschichte von Radiohead und Parlophone zu einem rühmlichen Ende gekommen. Radiohead sind in dieser Zeit erst flügge, dann groß und schließlich gigantisch geworden. Mit ihrem jüngsten Album „In Rainbows“ haben sie demonstriert, dass sie an Magie und Macht noch nichts verloren haben. Die Rockgötter residieren over the rainbow. Radiohead sind vielleicht das, was Stanley Kubrick für den Film und Francis Bacon für die Kunst waren: Den Schreckensbildern und den Wundern unserer Zivilisation setzen sie ästhetische Artefakte entgegen, in denen sich die Schönheit dieser Welt ebenso widerspiegelt wie ihr Horror. „Radiohead: The Best Of“ zeichnet noch einmal in komprimierter Form ihren Königsweg nach, vom Rock’n’Roll zu großer Kunst für die Ewigkeit.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

RADIOHEAD - BEST OF

“And I know I'm paranoid and neurotic, I've made a career out of it.” Thom Yorke
“We’re not a political band, we are political people.” Jonny Greenwood

Damit war eines Tages zu rechnen: The Best of Radiohead. Es hätte sich wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für die erste große Retrospektive der phänomenalen Karriere dieser wohl enigmatischsten britischen Band unserer Zeit finden lassen. Der Blick schweift zurück auf eine exzeptionelle Karriere, die 1992 mit der Single „Creep“ begann und die im Laufe der Jahre von steter künstlerischer Innovationslust und Waghalsigkeit geprägt sein sollte – und die noch immer mit jedem Schritt wegweisender und populärer wird. In ihrer zwölfjährigen Geschichte bei dem EMI-Label Parlophone haben Radiohead weltweit 25 Millionen Tonträger verkauft, mit ihren Alben in 17 Ländern Platin erreicht, in neun Ländern Mehrfachplatin und sie haben zwei Grammys gewonnen. Sie sind eine der meistdiskutierten Bands überhaupt. „The Bends“, „OK Computer“ und „Kid A“ sind gefeierte Meisterwerke, die kontinuierlich hoch in den Listen der besten Alben aller Zeiten anzutreffen sind.

„Radiohead: The Best Of“ erscheint sowohl digital als auch auf den unterschiedlichsten physischen Formaten, ergänzt durch eine gleichnamige DVD mit ihren besten Videoclips. Die Einzel-CD enthält zwölf Singles (inklusive der UK-Top-Ten-Hits „Paranoid Android“, „Creep“, „Karma Police“, „No Surprises“, „Pyramid Song“, „Street Spirit (Fade Away)“ und „There There“) sowie vier weitere Albumtracks. Eine Special Edition erscheint als Doppel-CD mit 13 weiteren Tracks. Alle 29 Tracks gibt es sowohl als Digital Download als auch als Vierfach-Vinyl-Album. Die DVD enthält 21 Videoclips, darunter Arbeiten von renommierten Regisseuren wie Michel Gondry, Sophie Muller und Jonathan Glazer, preisgekrönte Clips von Shynola („Pyramid Song“, NME Brat Award) und Chris Hopewell („There There“, MTV Music Video Award) sowie die brillanten Clips zu „Paranoid Android“ und „No Surprises“. Neun Videos erscheinen hier erstmals auf DVD.

Es ist kaum mehr vorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der es ganz und gar nicht danach aussah, als ob Radiohead jemals eine ganz große Band werden würden. Die Prognose, dass aus den fünf Freunden aus Oxford eine der bahnbrechendsten und einflussreichsten Bands ihrer Generation werden sollte, hätte Anfang der Neunziger wohl nur ungläubiges Staunen hervorgerufen. „Creep“, ihre erste offizielle Single, mag heute als eine der Slacker-Hymnen überhaupt gelten, die ersten Reaktionen auf den von Selbsthass dominierten Song waren aber mehr als verhalten. Der britische Sender Radio One fand das Stück zu depressiv für seine Playlist und in den UK-Charts dümpelte die Single auf Platz 78 herum. Dem Debütalbum „Pablo Honey“ erging es zunächst nicht viel besser. Sicherlich war dieser Grunge-Pop vielversprechend, aber irgendwie noch nicht ausgereift.

Aber „Creep“ war eben ein Song von ganz besonderer Klasse und Beharrlichkeit. Nachdem die Single zunächst in Israel zum Hit avancierte, spielte eine Radiostation in San Francisco den Song, was eine derart große Publikumsresonanz auslöste, dass Radiohead plötzlich und unverhofft einen Smash-Hit in den USA landeten. Im Anschluss trat „Creep“ seinen weltweiten Siegeszug an und startete auch in den UK-Charts noch einmal richtig durch. Nicht wenige sahen damals in Radiohead ein von Nirvana beeinflusstes One-Hit-Wonder. Und für die Band wurde „Creep“ allmählich zum Fluch. Ein Jahr lang promotete die Band die Single und Sänger Thom Yorke fühlte sich ausgelaugt und ausgebrannt. Die Band begann den Song, der ihrem Debütalbum Millionenverkäufe beschert hatte, geradewegs zu hassen. Radioheads Rückkehr nach Oxford war weniger bestimmt von triumphalen Gefühlen denn von desillusionierenden.

Es waren gerade diese unguten Vibes, die Thom Yorke für die Aufnahmen zu dem nächsten Album nutzte, um die Band auf das nächsthöhere Niveau zu hieven. Radiohead verbrachten den Großteil des Jahres 1994 mit dem Produzenten John Leckie im Studio und veröffentlichten zunächst einmal die EP „My Iron Lung“. Songzeilen wie „This is our new song / Just like the last one / A total waste of time / My iron lung” sprachen Bände und zeigten, wie sehr die Band mit sich haderte. Erst eine weitere gemeinsame Tournee, bei der sie auch einige neue Songs ausprobierten (was in Zukunft fester Bestandteil ihres kreativen Prozesses werden sollte), schmiedete das Bandgefüge wieder zusammen. Nach ihrer Rückkehr nach London beendeten sie die Aufnahmen zu „The Bends“ wie im Rausch. Das im Frühjahr 1995 erschienene Album bot jede Menge nachhaltig bewegender Songs auf, voller Sehnsucht („High And Dry“), Melancholie („Fake Plastic Trees“) und Grandezza („Just“).

Angetrieben von enormer Mundpropaganda, faszinierenden Videoclips und Radioheads zunehmend überwältigenden Live-Shows nahm „The Bends“ im Verlauf des Jahres an Statur zu und fand sich, nachdem R.E.M. die Band zwischenzeitlich zu einer gemeinsamen Tournee eingeladen hatte, auf etlichen Jahresbestenlisten weit oben. Als im Februar 1996 mit „Street Spirit (Fade Out“) die mittlerweile fünfte Singleauskopplung erschien, avancierte diese zu ihrem bis dato größten Chart-Hit. Sowohl künstlerisch als auch kommerziell hatten Radiohead einen Riesenschritt getan, doch mit ihrem nächsten Album sollten sie den Vorgänger um Längen übertreffen.

„OK Computer“ entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Nigel Godrich, der seitdem alle Aufnahmen betreut hat und fast so etwas wie das sechste Bandmitglied ist. Der Erfolg von „The Bends“ hatte die Band ermutigt, kompromisslos ans Werk zu gehen. Nicht die Pixies oder Magazine sollten diesmal die Inspirationsquellen bilden, sondern eher Miles Davis („Bitches Brew“), Ennio Morricone und DJ Shadow. „OK Computer“ wurde ein Albumgigant, ein Hybrid aus den Rockkapiteln Psychedelia, Progressive und Post-Punk, die perfekte Schnittstelle von Tradition und Avantgarde, wo pure Schönheit auf Entfremdung trifft. „Paranoid Andoid“, die erste Single, war eine sechsminütige Rocksymphonie, die bei jeder anderen Band vielleicht kommerzieller Selbstmord gewesen wäre, bei Radiohead aber tief in die Poren ihrer Fans eindrang. Einer der ungewöhnlichsten UK-Top-3-Hits ever.

Die Schönheit ihrer Melodien, die sich in wundersamen Balladen wie „No Surprises“, „Lucky“ oder „Karma Police“ entlud, war charakterisiert von einer spielerischen Freude an außergewöhnlichen Klangpartikeln, die nicht nur ihren Gitarristen und Multiinstrumentalisten Jonny Greenwood angespornt hatte, sondern auch seinen Bruder Colin Greenwood am Bass, den Gitarristen Ed O’Brien und Schlagzeuger Phil Selway. Ganz zu schweigen von der immer faszinierender wirkenden Stimme von Thom Yorke. Wir schreiben das Jahr 1997, aber Radiohead waren mit dem noch heute ungebrochen innovativ klingenden „OK Computer“ bereits ins 21. Jahrhundert aufgebrochen. Die Klaustrophobie, die das Album zu beschwören schien, holte aber bald auch die Band ein. Nachdem Radiohead auf ihren Welttourneen umjubelt und sie für den Mercury Prize und Grammy nominiert worden waren, befiel vor allem Thom Yorke auf dem Zenit des Erfolgs ein Ennui. Er war es leid, seine Haut so zu Markte zu tragen und fühlte sich von Rockmusik überfüttert.

Der daraus resultierende Schritt war, dass er die Band davon überzeugte, sich klanglich vollkommen neu zu orientieren. Es war Yorkes Idee, ein elektronisches Album aufzunehmen, sich auf die Spuren von Krautrock, Brian Eno und Electro-Gurus wie Aphex Twin zu begeben. Die 15 Monate, die Radiohead im Studio bis zur Grenze der psychischen Belastbarkeit verbrachten, führten schließlich zu „Kid A“, einem Werk von so besänftigender wie verstörender Faszination, mal kindisch verspielt und zärtlich, dann wieder bedrohlich nervenzerreibend und voller Untiefen. Der Titel des Openers sagt eigentlich alles: „Everything In Its Right Place“. Die Klasse dieses alles andere als leicht verdaulichen aber definitiv hypnotischen Albums aus dem Jahr 2000 löste einen immensen kommerziellen Widerhall aus. „Kid A“ war das erste Nummer-eins-Album von Radiohead in den USA und wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch zwei Grammys. Im Juni 2001, nur zehn Monate nach der Veröffentlichung von „Kid A“, folgte bereits das fünfte Album: „Amnesiac“. Die meisten Songideen waren bei den Marathon-Sessions zu „Kid A“ entstanden und demonstrierten einmal mehr den unbändigen kreativen Output der Band. Neben vielen experimentellen und elektronisch verqueren Stücken enthielt „Amnesiac“ auch Songs mit echtem Pop-Appeal, wie etwa das von den Smiths beeinflusste „Knives Out“ und die Seelenbalsam-Pianoballade „Pyramid Song“.

Zwei Jahre ließen Radiohead verstreichen, bevor sie „Hail To The Thief“ im sonnigen Los Angeles in Angriff nahmen. Ausgestattet mit dem Untertitel „The Gloaming“ war das neue Album tatsächlich über weite Strecken recht düster und die Songtexte waren nicht weniger kryptisch – Radiohead schrieben weiter ihre Wiegenlieder für die Apokalypse. Gleichwohl ging von dem Album eine kaum in Worte zu fassende positive Energie und Anziehungskraft aus, bei der man das beschwörende Mantra von „There There“ mit derselben Lust goutiert wie das schräge Helter-Skelter-Gitarreninferno auf „2+2=5“ und der Aufforderung „Sail To The Moon“ blind folgen möchte.

Mit „Hail To The Thief“ war die gemeinsame Geschichte von Radiohead und Parlophone zu einem rühmlichen Ende gekommen. Radiohead sind in dieser Zeit erst flügge, dann groß und schließlich gigantisch geworden. Mit ihrem jüngsten Album „In Rainbows“ haben sie demonstriert, dass sie an Magie und Macht noch nichts verloren haben. Die Rockgötter residieren over the rainbow. Radiohead sind vielleicht das, was Stanley Kubrick für den Film und Francis Bacon für die Kunst waren: Den Schreckensbildern und den Wundern unserer Zivilisation setzen sie ästhetische Artefakte entgegen, in denen sich die Schönheit dieser Welt ebenso widerspiegelt wie ihr Horror. „Radiohead: The Best Of“ zeichnet noch einmal in komprimierter Form ihren Königsweg nach, vom Rock’n’Roll zu großer Kunst für die Ewigkeit.

Diese Biografie wurde von den Künstlern oder deren Vertretern bereitgestellt.

RADIOHEAD - BEST OF

“And I know I'm paranoid and neurotic, I've made a career out of it.” Thom Yorke
“We’re not a political band, we are political people.” Jonny Greenwood

Damit war eines Tages zu rechnen: The Best of Radiohead. Es hätte sich wohl kaum ein besserer Zeitpunkt für die erste große Retrospektive der phänomenalen Karriere dieser wohl enigmatischsten britischen Band unserer Zeit finden lassen. Der Blick schweift zurück auf eine exzeptionelle Karriere, die 1992 mit der Single „Creep“ begann und die im Laufe der Jahre von steter künstlerischer Innovationslust und Waghalsigkeit geprägt sein sollte – und die noch immer mit jedem Schritt wegweisender und populärer wird. In ihrer zwölfjährigen Geschichte bei dem EMI-Label Parlophone haben Radiohead weltweit 25 Millionen Tonträger verkauft, mit ihren Alben in 17 Ländern Platin erreicht, in neun Ländern Mehrfachplatin und sie haben zwei Grammys gewonnen. Sie sind eine der meistdiskutierten Bands überhaupt. „The Bends“, „OK Computer“ und „Kid A“ sind gefeierte Meisterwerke, die kontinuierlich hoch in den Listen der besten Alben aller Zeiten anzutreffen sind.

„Radiohead: The Best Of“ erscheint sowohl digital als auch auf den unterschiedlichsten physischen Formaten, ergänzt durch eine gleichnamige DVD mit ihren besten Videoclips. Die Einzel-CD enthält zwölf Singles (inklusive der UK-Top-Ten-Hits „Paranoid Android“, „Creep“, „Karma Police“, „No Surprises“, „Pyramid Song“, „Street Spirit (Fade Away)“ und „There There“) sowie vier weitere Albumtracks. Eine Special Edition erscheint als Doppel-CD mit 13 weiteren Tracks. Alle 29 Tracks gibt es sowohl als Digital Download als auch als Vierfach-Vinyl-Album. Die DVD enthält 21 Videoclips, darunter Arbeiten von renommierten Regisseuren wie Michel Gondry, Sophie Muller und Jonathan Glazer, preisgekrönte Clips von Shynola („Pyramid Song“, NME Brat Award) und Chris Hopewell („There There“, MTV Music Video Award) sowie die brillanten Clips zu „Paranoid Android“ und „No Surprises“. Neun Videos erscheinen hier erstmals auf DVD.

Es ist kaum mehr vorstellbar, dass es eine Zeit gab, in der es ganz und gar nicht danach aussah, als ob Radiohead jemals eine ganz große Band werden würden. Die Prognose, dass aus den fünf Freunden aus Oxford eine der bahnbrechendsten und einflussreichsten Bands ihrer Generation werden sollte, hätte Anfang der Neunziger wohl nur ungläubiges Staunen hervorgerufen. „Creep“, ihre erste offizielle Single, mag heute als eine der Slacker-Hymnen überhaupt gelten, die ersten Reaktionen auf den von Selbsthass dominierten Song waren aber mehr als verhalten. Der britische Sender Radio One fand das Stück zu depressiv für seine Playlist und in den UK-Charts dümpelte die Single auf Platz 78 herum. Dem Debütalbum „Pablo Honey“ erging es zunächst nicht viel besser. Sicherlich war dieser Grunge-Pop vielversprechend, aber irgendwie noch nicht ausgereift.

Aber „Creep“ war eben ein Song von ganz besonderer Klasse und Beharrlichkeit. Nachdem die Single zunächst in Israel zum Hit avancierte, spielte eine Radiostation in San Francisco den Song, was eine derart große Publikumsresonanz auslöste, dass Radiohead plötzlich und unverhofft einen Smash-Hit in den USA landeten. Im Anschluss trat „Creep“ seinen weltweiten Siegeszug an und startete auch in den UK-Charts noch einmal richtig durch. Nicht wenige sahen damals in Radiohead ein von Nirvana beeinflusstes One-Hit-Wonder. Und für die Band wurde „Creep“ allmählich zum Fluch. Ein Jahr lang promotete die Band die Single und Sänger Thom Yorke fühlte sich ausgelaugt und ausgebrannt. Die Band begann den Song, der ihrem Debütalbum Millionenverkäufe beschert hatte, geradewegs zu hassen. Radioheads Rückkehr nach Oxford war weniger bestimmt von triumphalen Gefühlen denn von desillusionierenden.

Es waren gerade diese unguten Vibes, die Thom Yorke für die Aufnahmen zu dem nächsten Album nutzte, um die Band auf das nächsthöhere Niveau zu hieven. Radiohead verbrachten den Großteil des Jahres 1994 mit dem Produzenten John Leckie im Studio und veröffentlichten zunächst einmal die EP „My Iron Lung“. Songzeilen wie „This is our new song / Just like the last one / A total waste of time / My iron lung” sprachen Bände und zeigten, wie sehr die Band mit sich haderte. Erst eine weitere gemeinsame Tournee, bei der sie auch einige neue Songs ausprobierten (was in Zukunft fester Bestandteil ihres kreativen Prozesses werden sollte), schmiedete das Bandgefüge wieder zusammen. Nach ihrer Rückkehr nach London beendeten sie die Aufnahmen zu „The Bends“ wie im Rausch. Das im Frühjahr 1995 erschienene Album bot jede Menge nachhaltig bewegender Songs auf, voller Sehnsucht („High And Dry“), Melancholie („Fake Plastic Trees“) und Grandezza („Just“).

Angetrieben von enormer Mundpropaganda, faszinierenden Videoclips und Radioheads zunehmend überwältigenden Live-Shows nahm „The Bends“ im Verlauf des Jahres an Statur zu und fand sich, nachdem R.E.M. die Band zwischenzeitlich zu einer gemeinsamen Tournee eingeladen hatte, auf etlichen Jahresbestenlisten weit oben. Als im Februar 1996 mit „Street Spirit (Fade Out“) die mittlerweile fünfte Singleauskopplung erschien, avancierte diese zu ihrem bis dato größten Chart-Hit. Sowohl künstlerisch als auch kommerziell hatten Radiohead einen Riesenschritt getan, doch mit ihrem nächsten Album sollten sie den Vorgänger um Längen übertreffen.

„OK Computer“ entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Produzenten Nigel Godrich, der seitdem alle Aufnahmen betreut hat und fast so etwas wie das sechste Bandmitglied ist. Der Erfolg von „The Bends“ hatte die Band ermutigt, kompromisslos ans Werk zu gehen. Nicht die Pixies oder Magazine sollten diesmal die Inspirationsquellen bilden, sondern eher Miles Davis („Bitches Brew“), Ennio Morricone und DJ Shadow. „OK Computer“ wurde ein Albumgigant, ein Hybrid aus den Rockkapiteln Psychedelia, Progressive und Post-Punk, die perfekte Schnittstelle von Tradition und Avantgarde, wo pure Schönheit auf Entfremdung trifft. „Paranoid Andoid“, die erste Single, war eine sechsminütige Rocksymphonie, die bei jeder anderen Band vielleicht kommerzieller Selbstmord gewesen wäre, bei Radiohead aber tief in die Poren ihrer Fans eindrang. Einer der ungewöhnlichsten UK-Top-3-Hits ever.

Die Schönheit ihrer Melodien, die sich in wundersamen Balladen wie „No Surprises“, „Lucky“ oder „Karma Police“ entlud, war charakterisiert von einer spielerischen Freude an außergewöhnlichen Klangpartikeln, die nicht nur ihren Gitarristen und Multiinstrumentalisten Jonny Greenwood angespornt hatte, sondern auch seinen Bruder Colin Greenwood am Bass, den Gitarristen Ed O’Brien und Schlagzeuger Phil Selway. Ganz zu schweigen von der immer faszinierender wirkenden Stimme von Thom Yorke. Wir schreiben das Jahr 1997, aber Radiohead waren mit dem noch heute ungebrochen innovativ klingenden „OK Computer“ bereits ins 21. Jahrhundert aufgebrochen. Die Klaustrophobie, die das Album zu beschwören schien, holte aber bald auch die Band ein. Nachdem Radiohead auf ihren Welttourneen umjubelt und sie für den Mercury Prize und Grammy nominiert worden waren, befiel vor allem Thom Yorke auf dem Zenit des Erfolgs ein Ennui. Er war es leid, seine Haut so zu Markte zu tragen und fühlte sich von Rockmusik überfüttert.

Der daraus resultierende Schritt war, dass er die Band davon überzeugte, sich klanglich vollkommen neu zu orientieren. Es war Yorkes Idee, ein elektronisches Album aufzunehmen, sich auf die Spuren von Krautrock, Brian Eno und Electro-Gurus wie Aphex Twin zu begeben. Die 15 Monate, die Radiohead im Studio bis zur Grenze der psychischen Belastbarkeit verbrachten, führten schließlich zu „Kid A“, einem Werk von so besänftigender wie verstörender Faszination, mal kindisch verspielt und zärtlich, dann wieder bedrohlich nervenzerreibend und voller Untiefen. Der Titel des Openers sagt eigentlich alles: „Everything In Its Right Place“. Die Klasse dieses alles andere als leicht verdaulichen aber definitiv hypnotischen Albums aus dem Jahr 2000 löste einen immensen kommerziellen Widerhall aus. „Kid A“ war das erste Nummer-eins-Album von Radiohead in den USA und wurde mit etlichen Preisen ausgezeichnet, darunter auch zwei Grammys. Im Juni 2001, nur zehn Monate nach der Veröffentlichung von „Kid A“, folgte bereits das fünfte Album: „Amnesiac“. Die meisten Songideen waren bei den Marathon-Sessions zu „Kid A“ entstanden und demonstrierten einmal mehr den unbändigen kreativen Output der Band. Neben vielen experimentellen und elektronisch verqueren Stücken enthielt „Amnesiac“ auch Songs mit echtem Pop-Appeal, wie etwa das von den Smiths beeinflusste „Knives Out“ und die Seelenbalsam-Pianoballade „Pyramid Song“.

Zwei Jahre ließen Radiohead verstreichen, bevor sie „Hail To The Thief“ im sonnigen Los Angeles in Angriff nahmen. Ausgestattet mit dem Untertitel „The Gloaming“ war das neue Album tatsächlich über weite Strecken recht düster und die Songtexte waren nicht weniger kryptisch – Radiohead schrieben weiter ihre Wiegenlieder für die Apokalypse. Gleichwohl ging von dem Album eine kaum in Worte zu fassende positive Energie und Anziehungskraft aus, bei der man das beschwörende Mantra von „There There“ mit derselben Lust goutiert wie das schräge Helter-Skelter-Gitarreninferno auf „2+2=5“ und der Aufforderung „Sail To The Moon“ blind folgen möchte.

Mit „Hail To The Thief“ war die gemeinsame Geschichte von Radiohead und Parlophone zu einem rühmlichen Ende gekommen. Radiohead sind in dieser Zeit erst flügge, dann groß und schließlich gigantisch geworden. Mit ihrem jüngsten Album „In Rainbows“ haben sie demonstriert, dass sie an Magie und Macht noch nichts verloren haben. Die Rockgötter residieren over the rainbow. Radiohead sind vielleicht das, was Stanley Kubrick für den Film und Francis Bacon für die Kunst waren: Den Schreckensbildern und den Wundern unserer Zivilisation setzen sie ästhetische Artefakte entgegen, in denen sich die Schönheit dieser Welt ebenso widerspiegelt wie ihr Horror. „Radiohead: The Best Of“ zeichnet noch einmal in komprimierter Form ihren Königsweg nach, vom Rock’n’Roll zu großer Kunst für die Ewigkeit.

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