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Produktinformation
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| Disk: 1 | |||
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| 1. Stay With Me Baby | |||
| 2. All Day And All Of The Night | |||
| 3. Elenore | |||
| 4. Judy In Disguise (With Glasses) | |||
| 5. Dancing In The Street | |||
| 6. Wouldn't It Be Nice | |||
| 7. Ooo Baby Baby | |||
| 8. This Guy's In Love With You | |||
| 9. Crimson And Clover | |||
| 10. Hi Ho Silver Lining | |||
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| Disk: 2 | |||
| 1. Friday On My Mind | |||
| 2. My Generation | |||
| 3. I Feel Free | |||
| 4. The Wind Cries Mary | |||
| 5. A Whiter Shade Of Pale | |||
| 6. These Arms Of Mine | |||
| 7. Cleo's Mood | |||
| 8. The Happening | |||
| 9. She'd Rather Be With Me | |||
| 10. 98.6 | |||
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Das waren noch Zeiten, als es keine flächendeckenden Formatradios gab, die alle denselben Einheitsbrei dudeln oder das Internet den Musikkonsum zum anscheinend wertlosen Konsumartikel mit minimaler Interessenshaltbarkeit macht. Damals, „als Piratensender vor der Küste Britanniens mit Rockmusik gegen die brave BBC tönten - und Playlisten noch nicht von iTunes, sondern von coolen, rebellischen DJs gemacht wurden“ (Spiegel). Davon erzählt diese charmante Ensemble-Komödie, deren Drehbuch Richard Curtis (Vier Hochzeiten und ein Todesfall, Notting Hill, Bridget Jones – Schokolade zum Frühstück) verfasst hat.
“36 der größten Songs aus der Rock’n’Roll-Komödie eines Jahrzehnts” steht vollmundig im Untertitel der Doppel-CD. Doch es fehlen weitere 18 Lieder, denn in jenem Film, in dem es primär um Musik geht, kommen insgesamt 54 Stücke zum Einsatz! Darunter auch solch ein für die Handlung zentraler Track wie „Jumpin’ Jack Flash“. Aber die Rolling Stones lassen wie manche andere populären Kollegen ihre Musik gar nicht oder nur für extrem viel Geld (The Doors forderten, laut einem Interview mit Regisseur Curtis, 1.4 Millionen Dollar – pro Song!) auf Soundtrack-Sampler platzieren. Anhand solcher Umstände ist klar, warum die vorliegende Compilation nur mit zwei Drittel des möglichen Inhaltes aufwartet.
Obgleich Radio Rock Revolution zwar primär ein „Nostalgie-Trip in die Swinging Sixties“ (Spiegel) ist und anno 1966 spielt, so gilt diese Zeit-Einschränkung nicht für die ausgewählten Kompositionen. Das Disc 1 eröffnende „Stay With Me Baby“ von Duffy ist auf 2009 datiert, während David Bowies „Let’s Dance“ zum Ausklang auf Disc 2 aus dem Jahr 1983 stammt. Überhaupt decken die ausgewählten Stücke eine Spanne ab von 1962 bis 1970!
Die Hälfte der 36 Lieder auf den beiden Silberlingen dürfte der Zielgruppe bestens bekannt sein und ihr bereits auf der einen oder anderen Compilation vorliegen. Unter den restlichen 50 Prozent sollten jedoch selbst kundige Musik-Nostalgiker noch allerhand Hörenswertes entdecken.
Wer den Film gesehen und sich durch die 112 Minuten der beiden CDs in Langspielplatten-/Vinyl-Optik gehört hat, mag wehmütige Gefühle bekommen und daran zurück denken, als Radiohören spannend und – die „richtige“ Station vorausgesetzt – eine Quelle für höchst abwechslungsreiche, revolutionäre Musik mit megamäßiger Anziehungskraft war. Damals, als Rundfunksender (wie die vor der Nordseeküste ankernden Piratenstationen) noch Einschaltquoten erzielten, die heute utopisch sind, nämlich 25 Millionen Zuhörer pro Tag! - Thomas Hammerl
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