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Radikal vereinfachen: Den Arbeitsalltag besser organisieren und sofort mehr erreichen
 
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Radikal vereinfachen: Den Arbeitsalltag besser organisieren und sofort mehr erreichen [Taschenbuch]

Bill Jensen , Wolfgang Ehle
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Campus Verlag; Auflage: 1 (9. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3593375575
  • ISBN-13: 978-3593375571
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 706.072 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jensens Buch hält, was es verspricht: Er bietet clevere Strategien, wie man sich möglichst viel unnötige Arbeit vom Hals hält. Was sehr zeitgemäß ist: Viele Angestellte müssen mehr erledigen, als überhaupt zu schaffen ist, und taumeln unaufhaltsam auf den Burnout zu. Bitter, aber wahr: Es ist weder der immer anspruchsvollere Kunde noch der böse Wettbewerber, der dafür verantwortlich ist. Sondern meist die Strukturen der eigenen Firma, das Management, die Kollegen. Wer sich nicht hilflos der Informationsflut und dem Arbeitsberg ergeben will, dem kommen Jensens Tipps gerade recht.

Um Jensens Tipps umzusetzen, braucht man vor allem eins: Mut. Denn er ist, wie der Titel schon verrät, radikal. Meetings schwänzen, Mails radikal löschen, Arbeit mit Gegenfragen abblocken - dem durchschnittlich gewissenhaften Mitarbeiter tritt beim bloßen Gedanken an so skrupellose Maßnahmen der kalte Schweiß auf die Stirn. Um zu beurteilen, ob sich das Wagnis lohnt, hat Jensen praktischerweise vor jeden Tipp eine Abbildung dreier Tachos gesetzt: Mut, Schwierigkeitsgrad und Ertrag. Mit etwas Übung meistert man auch die schwierigeren Strategien, bei denen viel Mut gefordert ist, die aber auch besonders lohnend sind. Fruchten alle raffinierten Taktiken nichts, dann ist für Jensen bei ständiger Überlastung auch das letzte Mittel angebracht: “Bleiben Sie, wenn Ihr Chef und Ihr Unternehmen Ihre Anstrengungen würdigen - wenn nicht, kündigen Sie.”

Viele von Jensens Anregungen sind ausgezeichnet. Unter anderem lehrt er, wie man kommunizieren sollte, um die Entscheidung anderer zu beeinflussen, wie man ein höheres Budget heraushandelt oder mit viel weniger PowerPoint-Folien auskommt, in dem man seine Vorträge interaktiver macht. Und doch spürt man leider immer wieder, dass das Buch auf Basis von Forschungen entstanden ist und nicht auf eigenen Erfahrungen basiert. Obwohl Jensen immer wieder betont, dass die Tipps ausgiebig in der Praxis getestet wurden, ist seine Herangehensweise distanziert. Zudem verhindert die strenge Struktur des Buchs nicht, dass man den Autor nach einer Weile als geschwätzig empfindet.

Etwas schizophren ist, dass das Buch nicht nur eine explizite Anleitung für Mitarbeiter ist, wie man Arbeit vermeidet und seinen Chef zu seinem Vorteil manipuliert, sondern auch einen Teil für Führungskräfte enthält. Jensen liefert die Gegenstrategien zu seinen Tipps sozusagen gleich mit. Im Grunde ist der für Führungskräfte gedachte Teil aber eine Nachhilfe. Er beschäftigt sich vor allem damit, was Führungskräfte tun müssen, um Firmenstrukturen einfacher zu gestalten und Arbeitsplätze zu schaffen, an denen effizientes Arbeiten Spaß macht. Diesen Teil kann man ja notfalls für seinen Chef rauskopieren. -- Sylvia Englert

Pressestimmen

18.09.2004 / Hamburger Abendblatt: Buch der Woche "Exzellent."

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Vorsicht in der Anwendung 27. September 2004
Bill Jensen will seinen Lesern dabei helfen, mehr zu erreichen, dabei aber weniger zu tun. Im Grundsatz kein neuer Gedanke, sondern durchaus bereits heute Teil jeder Zeit- oder Selbstmanagement-Technik. Neu hingegen ist die Radikalität seiner Maßnahmen. Anstatt seinen Lesern weitere Tipps zu geben, wie sie am besten Herr der eingehenden E-Mail-Flut werden, fordert er dazu auf, 75% der eingehenden Nachrichten zu löschen, da diese sowieso nur überflüssig sind.

Abwerfen überflüssigen Ballasts, sich mehr auf die 1440 Minuten des Tages zu konzentrieren, mit der Zeit seiner Kollegen und Mitarbeiter sorgsam umzugehen - diese Gedanken stehen im Zentrum seines Buches. Er selbst geht mit guten Beispiel voran, da sich sein Buch auf zweifache Art lesen lässt. Im Schnelldurchgang unter Nutzung eines "Rezeptblockes" oder ausführlich Seite für Seite.

Vieles von dem, was Jensen schreibt, wird jedem Leser bekannt vorkommen, der sich bereits einmal mit Arbeitsmethodik beschäftigt hat. Jensen stellt jedoch in das Zentrum seines Buches nicht das Unternehmen und seine Abläufe, sondern die individuelle Entscheidungsfreiheit eines jeden Mitarbeiters, die gemachten Ratschläge umzusetzen, um bei weniger Aufwand mehr zu erreichen.

Hier liegt aber genau der Schwachpunkt des Buches. Zwar wird jeder Maßnahme vorangestellt, wie viel Mut der Einzelne benötigt, um den Ratschlag zu befolgen, zugleich sind die Ideen aber ohne strafende Konsequenz durch Vorgesetzte, nur für leitende Angestellte oder Selbstständige umzusetzen. Das Buch ist geprägt von grenzenlosen amerikanischen Optimismus: So gibt Jensen Hinweise darauf, wann es am besten ist, ein Unternehmen zu verlassen, wenn sich in diesem seine Tipps nicht umsetzen lassen. Angesichts der herrschenden Konjunktur in Deutschland und der Verunsicherung am Arbeitsmarkt ein wenig deplatziert wirkend.

Fazit: Jensens Buch ist kurzweilige Lektüre mit einigen radikalen Gesichtspunkten. Arbeitsmethodikern werden nichts Unbekanntes erfahren. Bei der Umsetzung seiner Tipps ist Vorsicht geboten.

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Bill Jensens gilt nach jahrelangen Forschungsarbeiten inzwischen als Mister Simplicity. Seine hohe Popularität ist jedoch zweischneidig. Einerseits können sich Vereinfachungspioniere auf ihn berufen und ihre Vorschläge besser durchsetzen, andererseits verliert Jensen trotz gegenteiliger Beteuerungen an Bodenhaftung. Statt zu forschen, müsste er wohl vermehrt selber an die Front.
Nur wenige der vorgeschlagenen Strategien sind wirklich neu. Bloss gingen sie in der weiten Welt der Do-it-Bücher verloren und wurden noch nie so konsequent unter einem Dach zusammengefasst. Jensen empfiehlt seiner Lesergemeinde, das Buch nicht von vorne nach hinten durchzulesen, sondern sich die Kapitel vorzuknöpfen, die dem eigenen Problem am nächsten kommen und die Lese- bzw. Umsetzungslust am meisten befriedigen. Von diesen Häppchen offeriert uns der Autor 32 geniessbare bis wundervolle Stücke. Zu Beginn dieser Veränderungsrezepte steht ein Effizienztacho, der angibt, wie viel Mut die Umsetzung braucht, wie schwierig die Angelegenheit zu werden droht und was der Ertrag ist. Mir hat diese Idee gefallen. Doch ich begreife nicht, weshalb Jensen sie gleich wieder zunichte macht. Er liess jeden Ratschlag während sechs Monaten von 260 Personen testen. Toll. Dann stellte er fest, dass sich die Rückmeldungen aus kleinen Unternehmen von denen aus grossen unterscheiden. Und was macht Jensen nun? Er nimmt den Durchschnitt. Genau das ist Forscher- und nicht Praxisverhalten. Gar nicht toll. In einem solchen Betrieb arbeitet nämlich niemand.
Der gelbe Rezeptblock zum buchzerstörenden, mühsamen Herausschnipseln umfasst gut dreissig Seiten und ist Arbeitsinstrument sowie Zusammenfassung zugleich. Als Leser hätte ich mit von einem Einfachheitsmensch schon vorher eine Straffung gewünscht. Aber das Textzappen lernen wir ja täglich besser. Was mich eher störte ist der psychologische Ansatz. Wenn die meisten Menschen zu kompliziert sind, hat dies keine moralischen Gründe. Und auch die Begriffe Macht und Disziplin werden in einer neurologisch infizierten Psychologie so umgedeutet, dass der Moralbegriff in den Hintergrund tritt und das allgemein Menschliche eher verstanden wird. Ein solches Wissen befreit und hilft weiter.
Das Problem fehlender Einfachheit ist weder neu, noch wird es bestritten. Bill Jensen bringt es unter einen Hut, macht es durch gescheite Kategorisierungen fassbarer, überrascht seine Leser mit unzähligen Tipps und ganz konkreten Handlungsschritten. Aber das Buch nun einfach den Mitarbeitern und Führungskräften eines Unternehmens in die Hände zu drücken, wird nicht viel ändern. Bill Jensen hat die Theorie nun so im Griff, dass er sich in den nächsten Jahren vermehrt um die Gründe des Scheiterns beim Umsetzen kümmern sollte. Dieses Buch wird dann bestimmt fünf Sterne erhalten.
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