Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rache war süß - Rache ist süß !, 14. Juni 2007
Der vorliegende Roman "Rachegöttin" von Claudia Puhlfürst ist der inzwischen vierte Fall für das Detektivduo Doreen Graichen und Norbert Löwe. Und dieses vorneweg: Ein höchst spannendes und faszinierendes Buch.
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*Sie würden alle dafür büßen.
Einer nach dem anderen, schön der Reihe nach. Es hatte keine Eile. Für jeden würde es eine passende Methode geben. In dem Buch waren genau einhundertfünfundneunzig verschiedene Möglichkeiten, alphabetisch geordnet, beschrieben. Nicht alle eigneten sich für ihre Zwecke, aber für die ersten Kandidaten auf der Liste würde es allemal reichen.
Die Frau lächelte und hob das Kinn, während ihr Blick aus dem Fenster schweifte und sich im Steingrau des Himmels zu den Mauerseglern gesellte.
Rache war süß.
Nur ehrliche Vergebung bringe Seelenfrieden, hatte die Psychotherapeutin gepredigt. Nur, wenn man im Innersten bereit war, Nachsicht zu üben, den anderen von seiner Schuld freizusprechen, wurde man selbst erlöst. Groll auf andere lege sich auf die eigene Seele. Der Geist könne nicht zwischen Zorn auf andere und Zorn auf sich selbst unterscheiden, Verbitterung war Verbitterung.
Hanebüchener Blödsinn war das. Alle predigten Nachsicht, loslassen können, Verzeihung üben. Die Frau war sich nicht im Klaren darüber, ob die Ärzte bewusst logen, oder tatsächlich an ihr eigenes Geschwafel glaubten. Was, wenn man einem von ihnen kräftig ins Gesicht schlüge? Hielten sie dann, um Gnade heischend, die andere Gesichtshälfte hin?
Wieder lächelte sie. So ein Versuch würde den Weißkitteln schnell den Widersinn solch abgedroschener Phrasen vor Augen führen.
Auge um Auge, Zahn um Zahn. Dem Gegner auch die andere Wange anzubieten, war Humbug. Irgendwann lag man dann nachts in seinem Bett und knirschte mit den Zähnen, weil die Sanftmut einen um den Verstand gebracht hatte.
Wer hatte sie von ihren Sünden losgesprochen? Vergaben andere ihr? ...
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Zum Inhalt: Christine Pfanns plant einen Rachefeldzug - und dieser ist gut vorbereitet. Es soll eine Abrechnung mit all jenen werden, die ihr im Laufe der vergangenen Jahre Unrecht zugefügt haben.
Und davon gibt es viele:
- die alles kontrollierende Nachbarin aus dem dritten Stock ...
- die selbstgefällige und zudem karrieregeile ehemalige Kollegin ...
- die ignorante Sachbearbeiterin beim Arbeitsamt ...
- und nicht zuletzt ihr Exmann Thoralf, der sie wegen einer Jüngeren verlassen hat ...
- und andere mehr ...
---- und alle sollen büßen ... -----
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Fazit: 469 Seiten Spannung pur !!
Wunderbare Charaktere, ein logischer Spannungsaufbau sowie ein höchst gelungener Plot - Leserherz, was willst Du mehr??
Und es zeigt sich einmal mehr: Das Verbrechen feiert auch in der Provinz fröhliche Urstände.
Uneingeschränkt empfehlenswert -- meint --
Reinhard Busse
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Nicht unspannend..., 27. August 2007
... aber ziemlich langatmig und sprachlich recht holprig.
Außerdem ist die Puhlfürst für meinen Geschmack entschieden zu detailverliebt.
Wenn "Nemesis" an ihrer Racheliste arbeitet, klingt das für mich wie ein Computerkurs für Anfänger. Es wäre m.E. nicht nötig gewesen im Detail zu beschreiben, wie Frau Pfanns z.B. am Mausrädchen dreht.
Auch wie man sich recherchierenderweise im Internet bewegt oder bei ebay einen Artikel ersteigert, wusste ich schon vor dem Lesen dieses Romans.
Man hat das Gefühl, als wolle die Puhlfürst einen diesbezüglich belehren.
Insgesamt nerven mich sinnlose Aneinanderreihungen von einzelnen Handlungen wie:
"Er öffnete die Autotür, schwang die Beine zur Seite und stieg aus", oder "Er klappte das Handy auf, suchte in der Liste nach der Nummer seiner Kollegin und drückte auf 'Verbinden'". (Das sind jetzt nur Beispiele, keine Zitate *g*).
Es hätte gereicht zu schreiben, dass er aus dem Auto ausstieg, seine Kollegin anrief etc.
Was mich außerdem stört, ist, dass die beiden unterschiedlichen Handlungsfäden erst so spät wirklich zueinander finden.
Lange Zeit hat man das Gefühl, eigentlich zwei Bücher parallel zu lesen.
Auch hätte ich gerne ein bisschen mehr über die Lebensgeschichte von Christine Pfanns erfahren, um ihre Rachegelüste besser nachvollziehen zu können. Da wiederum wird man im Gegensatz zu der sonstigen Detailverliebtheit mit wenigen Bruchstücken abgespeist.
Ich habe mich auch gefragt, wie eine Arbeitslose es sich leisten kann, mal eben ein paar teure Gartenstühle, ein Stromaggregat und was nicht noch alles für ihre Rachespielchen zu erwerben. Da mangelt es meines Erachtens an Realismus.
Fazit: Das Buch ist nicht schlecht, die Idee sogar ausgesprochen gut.
Mit der Umsetzung hapert es jedoch ein bisschen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auf Mo Hayders Spuren... in Zwickau, 2. Juli 2008
Vorneweg: Das ist das erste Buch von Claudia Puhlfürst, das ich gelesen habe, es ist aber auch der beste Thriller einer deutschsprachigen Autorin, den ich seit langem gelesen habe.
Der Rachefeldzug einer gestörten Psychopatin gegen ihre Umwelt, gegen die Menschen, die ihr angeblich unrecht getan haben, entspringt einer Idee, die sicher jeder von auch schon mal hatte.
Halt nur nicht umgesetzt, und schon gar nicht in dieser Grausamkeit, mit dieser Perfidie, diesem Zynismus. Man fühlt sich an Mo Hayder in ihren ersten Büchern erinnert. Das Buch ist so böse, dass man es gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Leichte Logikschwächen werden locker überbrückt mit Sprachjuwelen wie: "In seinem Bauch schlugen sterbende Falter matt mit den staubigen Flügeln..."
Schade, dass das Ende des Buches so plötzlich kommt...
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