Was tun, wenn man herausfindet, dass der Schulbeau John Tucker mehrgleisig fährt? Das ist die Frage, die sich die Außenseiterin und Neue an der Schule fragt. Und bevor sie die Frage beantworten kann, ob sie den Mädels überhaupt etwas sagen soll, steckt sie schon mittendrin und bekommt eine Hauptrolle in deren Racheplänen...
OK, es ist ein Teeniefilm und damit gehöre ich nicht mehr die Zielgruppe. Aber dennoch schaue ich solche Filme mal ganz gern. Leider gab es seit American Pie nichts, was mich wirklich begeistern konnte. Dieser Streifen ist jedoch weit besser, als zu erwarten war.
Den Verlauf der Geschichte kann man ebenfalls prinzipiell schnell vorhersagen (was kommt als nächstes, was geht schief, wer verliebt sich in wen etc.) - aber bei welchem (Teenie) Film kann man das mittlerweile nicht? Die Gemeinheiten, die man sich zur Rache ausdenkt sind teilweise zwar vorhersehbar, aber manchmal auch recht originell. Glücklicherweise wartet der Film dabei weitgehend mit geglückten und nicht platten Gags auf und er bietet immer mal wieder Abweichungen vom üblichen Schema. Besonders die Art und Weise wie John Tucker Niederschlägen in Siege verwandelt, sind richtig gelungene Überraschungen! Einige davon brachten mich/uns auch herzhaft zum Lachen.
Darüber hinaus ist der Soundtrack gelungen und der moralische Zeigefinger wird nicht zu hoch erhoben oder zu sehr Gesellschaftskritik geübt. Für eine bessere Welt plädiert der Film nicht nachhaltig, er will einfach nur unterhalten. Mehr nicht.
Mit Brittany Snow (Nip/Tuck,Babynator), Sophia Bush (Nip/Tuck, The Hitcher), Arielle Kebbel (Be Cool, American Pie - die nächste Generation), Jesse Metcalfe (Desperate Housewives), Jenny McCarthy und der Sängerin Ashanti ist der Film auch optisch wirklich ansehnlich besetzt. (Einige würden vermutlich sagen: "optisch lecker besetzt".) Daher wohl auch der dämliche deutsche Titel des Films, der einige potentielle Zuschauer (leider!) eher abschrecken wird.
Ein wenig fehl am Platze wirkt dabei nur Brittany Snow. Das sie schauspielern kann, hat sie schon in der Serie Nip/Tuck bewiesen und auch hier macht sie ihre Sache gut. Nur ist sie optisch nicht unattraktiv und unauffällig genug, als dass man ihr die in den Schulen stets unbeachtete Außenseiterin abnehmen kann. Das ist natürlich nicht ihr Fehler, sondern dem Casting oder aber der Maske anzukreiden. (Man hätte sie zumindest optisch biederer darstellen können.)
Der Film wird nie für einen Oscar nominiert werden oder sonst irgendwie seine Spuren in den Analen der Filmgeschichte hinterlassen. Aber für einen harmlosen und unterhaltsamen Spaß am Nachmittag oder am Abend eignet sich der gut gemachte Film durchaus. Von daher eine empfehlenswerte Überraschung!