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Rabentöchter: Warum ich meine Mutter trotzdem liebe
 
 
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Rabentöchter: Warum ich meine Mutter trotzdem liebe [Broschiert]

Julia Onken
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 180 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 1 (18. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406613381
  • ISBN-13: 978-3406613388
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 38.058 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die meisten Töchter wollen nicht werden wie ihre Mutter. Bloß nicht! Mütter genießen in unserer Gesellschaft keine besondere Wertschätzung. Im Extremfall verzichten Töchter deshalb sogar auf eigene Kinder. Doch die Ablehnung der Mütter läßt die Töchter den Kontakt zu sich selbst verlieren. Nur über die Rehabilitierung der eigenen Mutter finden die Töchter zu sich selbst und zu einer kraftvollen eigenen weiblichen Identität. Töchter sollten daher wissen, was ihren Müttern widerfahren ist, was sie an den Rand gedrängt hat - der Lebensweg der Mutter ist für die Tochter wichtig. Auch für die Mutter ist die Beziehung zur Tochter in vielen Fällen problematisch. Auf die Zurückweisung der Tochter reagieren viele Mütter mit um so intensiveren Forderungen nach Zuwendung und Aufmerksamkeit - die Spirale der Ablehnung dreht sich weiter. Erst wenn es Mutter und Tochter gelingt, offen über die ambivalenten Gefühle zu sprechen, kann sich eine unbeschwerte, kraftvolle und für beide beglückende Beziehung entfalten. Die Bestsellerautorin Julia Onken gibt hier eine bewegende Anleitung, wie Frauen ihr Tochtersein akzeptieren und - gegebenenfalls - eine neue Mütterlichkeit entwickeln können.

Über den Autor

Julia Onken ist diplomierte Psychologin, Psychotherapeutin, Leiterin des Frauenseminars Bodensee, Dozentin in der Erwachsenenbildung, eine gesuchte Rednerin und vielfache Buchautorin.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Julia Onken hat sich in ihrer Abhandlung mit der schwierigen Beziehung zwischen Töchtern und Müttern befasst. Geboren ist sie 1942 und hat durchaus noch die Auswirkungen althergebrachter Rollenmuster an sich selbst erleben können.

Hin und hergerissen zwischen Pflichtgefühl und Abneigung erinnert sich Julia Onken nach dem Tod ihrer Mutter an die mühsame Beziehung zu ihr. Diese pendelte zwischen Fremdheitsgefühlen, Versuchen der Annäherung und immer wieder einer tiefen Diskrepanz zwischen Hass und Liebe. Am besten ging es ihr mit der Mutter, wenn eine fremde Person als Puffer die Gegenwart zwischen ihr und der Mutter entlastete. Auf der Suche nach der Frau, die ihre Mutter war, und die sie eigentlich gar nicht richtig kannte, entwickelt Julia Onken Psychogramme von Mutter- Tochterbeziehungen, die ihren eigenen Erfahrungen ähneln.

Kernpunkt ihrer These ist die Feststellung, dass es vielen Frauen im vergangenen Jahrhundert an angemessenem Selbstwertgefühl mangelte. Verbunden mit Erziehungsmustern, die sich häufig gleichen, waren Frauen vor allem Hilfsobjekte männlicher Eigensucht und Herrschaft. Das Rollenbild zieht sich fast bis in die heutige Zeit, in der zuletzt immer Frauen für die Fürsorge aller Familienmitglieder zuständig sind, ohne besonderes Ansehen dafür zu ernten.
Insbesondere die Rolle der Sexualität machte Frauen in früheren Zeiten zu Abhängigen im Geschlechtergefälle. Mit Scham und Abwertung reagierten Familie und Gesellschaft noch bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts auf voreheliche Sexualkontakte und Schwangerschaften. Das "gefallene Mädchen" war ein gängiger Begriff, nachzulesen auch in Fontanes Romanen zu Ende des 19.Jahrhunderts als Ausdruck einer falschen bürgerlichen Moral, in der einem Mann alles, einer Frau aber gar nichts erlaubt war.

Julia Onken macht die Ohnmacht einer Verständigung zwischen Müttern und Töchtern an dem tief verinnerlichten und abwertenden Selbstwertgefühl von Frauen fest, die, wie immer sie sich auch verhielten, an Grenzüberschreitungen scheitern mussten, denen sie durch gesellschaftliche Tabus ausgesetzt waren. Das abgewertete Rollenbild lässt Töchter unbewusst erschauern und bedroht sie, in die gleiche Falle selbstzerstörender Ichwerdung zu tappen. Töchter wehren diese mit Hass und Ablehnung der Mutter gegenüber ab. So gibt es eine Generationenfolge immer gleicher Rollenmuster: hier Frauen mit ihren Schamgefühlen der Minderwertigkeit, die sich in den Töchtern fortzusetzen drohen. Als gewichtig erachtet die Autorin Frauenfreundschaften. Hier können vertrauensvolle Offenheit und wohlwollende Zuwendung zu einem Ausgleich führen. Freundinnen können unbeschwert gegenseitig Identifikationsobjekt sein und Hilfsfunktionen bei der emotionalen Entwicklung bieten. Wünschenswert wäre eine neue Offenheit auch zwischen Müttern und Töchtern.
So weit Julia Onkens Thesen.

An zahlreichen Beispielen macht sie ihre Beobachtungen fest, denn sie leitet als Psychologin Frauenseminare und Selbstfindungsgruppen am Bodensee. Nicht immer werden sich Frauen in ihren Abhandlungen wiederfinden. Es gibt durchaus jene, denen das Glück des Kinderkriegens über alles geht, und die nach gelungenen Kinderjahren in glücklichen Elternhäusern mit harmonischen Identifikationsfiguren in keine der genannten Abwertungstheorien hineinpassen. Insgesamt aber ist die Abhandlung ein gelungener Abriss kultureller Entwicklung von Frauenschicksalen, der durchaus Anlass zum Nachdenken bietet. Zwar gibt es bereits eine Reihe von Frauenliteratur zum gleichen Thema. Doch setzt Julia Onken noch einmal eigene Akzente.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
omaevi 24. März 2011
Format:Broschiert
Hier hat Frau Onken wieder einmal den Nagel auf den Kopf getroffen. Jede Mutter, auch die Mutter, die ein gutes Verhältnis zu ihrer Tochter hat, kann sich hier erkennen. Manchmal fällt es wie Schuppen von den Augen. Sie hält auch den Töchtern den Spiegel vor Augen. Ein sehr gutes Buch, wenn Mutter und Tochter es lesen, können sie sicherlich ihr Verhältnis klären und verbessern. Einer jeder Mutter, die eine Tochter hat sehr zu empfehlen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Julia Onken ist eine Autorin, Dozentin und Vortragsreferentin, die sich nicht mit Theorien aufhält. Immer nimmt sie sich für ein Sachbuch ein gerade anstehendes, meist unendlich viele Frauen betreffendes Thema vor und behandelt den Sachverhalt aus Sicht einer Betroffenen, stets psychologisch untermauert und mit Beispielen aus ihrer langen Praxis versehen.

In "Rabentöchter" nähert sie sich behutsam dem schwierigen Thema Mutter-Tochter an. Aus eigener Befindlichkeit, offen und berührend verletzlich zeigt Julia Onken auf, was das Verhältnis von Töchtern zu ihren Müttern derart belasten kann, dass reflexartig die Flucht ergriffen wird, wenn sich die Mutter beispielsweise mehr Nähe wünscht. Doch die Autorin bleibt nicht beim Aufzählen all der Kränkungen und Missverständnisse stehen, welche sich im Beziehungsfeld von Müttern und ihren Töchtern ergeben können.

Julia Onken weist den Weg zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und damit zur Versöhnung mit sich selber. Wer die - oft schwierige - Situation der eigenen Mutter besser verstehen kann, lernt auch deren Beweggründe für die oft zermürbenden Diskussionen und Missverständnisse kennen. Nur sich abgrenzen und "ja nicht wie die Mutter werden" ist ja schliesslich noch kein gutes Lebensprogramm.

Für viele Töchter ist es eine ausgesprochene Kränkung, zu sehen, wie sich die eigene Mutter von einem patriarchalen Vater schlecht behandeln lässt. Innerlich verachten sie die Mutter dafür, gleichzeitig solidarisieren sie sich auch mit ihr. Die Mutter muss oft als Ursache für Unzulänglichkeiten der Tochter herhalten. Auch die finanzielle Abhängigkeit vieler Mütter lässt heutige Töchter schaudern. Zu oft hat sich so eine Mutter bei einer Trennung oder gar Scheidung in eine miserable finanzielle Lage gebracht, was sich natürlich auch auf die Kinder auswirkt und wiederum die Beziehung belastet.

Wenn eine Tochter allerdings lernt, sich selber abzugrenzen, ohne gleichzeitig die Gegenseite - hier die Mutter - abzuwerten, hat sie es nicht mehr nötig, der Mutter ständig Vorwürfe zu machen. Sie geht ihren eigenen Weg, lernt auch der Mutter gegenüber sich offen und ehrlich zu äussern und legt so den Beginn für einen besseren Umgang miteinander. Dies wirkt sich auch auf alle übrigen Beziehungen aus.

Was will man mehr, wenn man ein Buch liest, als zum Denken angeregt zu werden, sich den eigenen Umgang mit der Mutter genauer anzuschauen? Genau dies macht dieses Buch lesens- und bedenkenswert. Es ist in einer leichtverständlichen, sehr präzisen Sprache verfasst und führt auf gut 180 Seiten durch das Minenfeld der Beziehung Mutter-Tocher. Seite für Seite räumt sie dabei Minen zur Seite, bis sich ein offenes, weites Feld auftut, welches einlädt, sich dem Leben zu stellen. Rabentöchter: Warum ich meine Mutter trotzdem liebe
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