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Kundenrezensionen

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am 11. Februar 2012
Ich habe mich auf Grund des Titels und des Preises auf dieses Buch eingelassen - und sehr viel mehr bekommen, als ich erwartet habe!

Die Geschichte selbst ist rund, führt uns (in erster Linie natürlich Elsa) in diverse Welten in unterschiedlichen Epochen, Kulturen und Modeerscheinungen...aber immer wieder fängt der Autor die eigene Story mitsamt dem Leser auf: es wird nie zu einem Durcheinander. Die klare Struktur rund um Elsa, ihre unklare Herkunft und ihre eigene Suche nach einem Ziel führt sehr gut durch diese tolle Geschichte.

Man kann diese Geschichte lesen und genießen, wenn man möchte, kann man sie als Anlaß zum Grübeln über den Sinn des Lebens nehmen... muss man aber nicht ;)

Alle Personen haben klare Werte und Überzeugungen, nur in welche Richtung die Charaktere die Geschichte von Elsa damit lenken, ist unklar. Die ein oder andere "zwielichte" Person entpuppt sich als Retter in letzter Sekunde und umgekehrt entäuscht ein "Freund" auf einmal in einer brenzligen Situation...

Wunderschöne Idee, ich muss beim Lesen immer an eine Tim-Burton-Verfilmung denken ;))))

Den zweiten Teil habe ich auch sofort gekauft, einfach nur zu empfehlen - ich freue mich auf weitere Werke.
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am 17. Dezember 2011
Wenn man sich an selbstverlegte Kindle-Bücher wagt, rechnet man mit einer Menge: Schlechter Formatierung, Rechtschreibfehlern, langweiliger Story, trivialen Plot-Twists, dem üblich gleichen Geseier, dass der eine oder andere Autor gerne der Mitwelt zugänglich machen würde, aber keinen Verlag findet, der die Ergüsse veröffentlichen würde. Dem entsprechend vorsichtig begann ich "Rabenschwärze: Das Mädchen aus dem Istland" zu lesen, man will sich ja nicht unnötig enttäuschen lassen. Diese leicht miesepetrige, auf Durchschnitt vorbereitete Stimmung hat Markus Kammer mit seiner Geschichte schnell zerschlagen.

Die Figuren sind vielschichtig, ungewöhnlich, eckig und kantig, unperfekt, immer zumindest ein bisschen sympatisch und nachvollziehbar. "Gut" und "Böse" verschwimmen, drehen sich um, werden zu grau, schließlich zu bunt und geben der Welt ein neues Aussehen.
Die Geschichte von Elsa ist wundervoll, ein bisschen wie Alice im Wunderland, die nicht nur ins Wunderland stoplert, sondern in etwa 100 verschiedene Wunderländer, von denen eines zauberhafter ist als das Andere. Und dass Elsa deutlich schwärzer ist als Alice. Rabenschwarz eben.
Die beiden Rabenschwärze-Bücher waren die ersten Bücher seit Langem, bei denen ich mich künstlich gezwungen habe, langsam und wenig zu lesen, um möglichst viel von dem Leseerlebnis zu haben und das heißt was ;)

Also: Danke Markus Kammer für dieses wundervolle Buch!!
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am 13. März 2013
ich mag ja eulen lieber als raben ;), aber diese fantasy geschichte gefällt mir richtig gut. man wird von der autorin direkt ins geschehen hineingeworfen, dann erlebt man mit elsa die ungewöhnlichsten sachen, lernt die unmöglichsten leute kennen, welten, die man sich nie selbst hätte ausdenken können (ich jedenfalls nicht) etc. etc. für mich persönlich nach einiger zeit mal wieder eine fantasy geschichte, die auch von einem selber ein wenig phantasie erfordert. es ist sicherlich geschmacksache, aber so ganz verstehe ich die 1* rezensionen nicht, z.b. man weiß nicht in welcher welt man ist oder auf welchem planeten.... hallo, das ist eine fantasy geschichte, d.h. einfach mal einlassen auf das ungewöhnliche, unbekannte. bilder im kopf entstehen lassen....
dieses mal werde ich mir sogar den 2. band kaufen (den 1. teil habe ich kostenlos erwischt), da ich doch wissen möchte, wie es weitergeht mit elsa/dem raben und dem grubenmann :)
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am 12. September 2013
Es geht um ein Mädchen, welches aus seiner Welt in eine fremde Welt "geschleudert" wird und erst während ihrer abenteuerlichen Reise heraus findet wer oder was sie eigentlich ist.

Ich habe das Buch vor allem gekauft weil ich die Sumpfloch-Saga von Halo Summer liebe und auf etwas ähnliches hoffte. Allerdings ist es doch etwas ganz anderes und auch der Schreibstil ähnelt nur entfernt der Autorin - was wahrscheinlich auch am Co-Autor liegen könnte. Trotzdem ist es absolut lesenswert.

Den Anfang fand ich ziemlich zäh, weil dem Leser überhaupt nicht klar wird um was es eigentlich geht. Je mehr ich jedoch gelesen habe umso spannender fand ich das Buch. Es entwickeln sich ungewöhnliche Freundschaften und Feinde sind erst später als solche ersichtlich. Es wird mit jeder Seit spannender und ich konnte es kaum noch aus der Hand legen.

Den einen Stern Abzug gab es vor allem wegen dem zähen Anfang.
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am 23. November 2012
Das Mädchen aus Istland ist der Auftakt für eine Geschichte die man nicht mehr aus der Hand legen möchte, und in die man selbst gerne Tauchen würde.

Dieses Buch hat mich so gefesselt wie schon lange kein Buch mehr und ist wunderschön und anschaulich geschrieben.
Was mir so gefällt ist das es hier keine schwarz-weiss charaktere gibt, sondern sich auch die "bösen" als nicht so böse entpuppen.

Wer gerne fantasievolle Geschichten liest wird von diesem Werk sicher nicht enttäuscht sein
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am 25. Januar 2012
Dieser Phantasieroman beginnt mit der Entführung der zu Beginn 13jährigen, ahnungslosen Elsa aus Istland. Sie, ein Rabe", wandelt fortan durch verschiedene Welten, bedrängt von Rabendienern", verfolgt von Ausgleichern" und Möwen", die nach ihrem Leben trachten. Sie erfährt zunehmend mehr über den Ursprung ihrer Existenz, ihre Herkunft und die Gefahren, die auch von ihr ausgehen können. Ihren Feinden entkommt sie durch Verwandlungen und Flucht durch verborgene Tore zwischen den Welten.

Der anspruchsvolle Phantasieroman ist, trotz des mühelos zu lesenden Schreibstils des Autors, nicht einfach zu erfassen, denn nicht sofort erschließt sich dem Leser der Grund für Elsas Entführung. Es vergehen einige Kapitel bevor der Handlungsablauf Stück für Stück preisgibt, wer Elsas Entführer sind, was sie bezwecken und wer Elsa selbst zu sein scheint. Von da an nimmt die Spannung mit der Jagd auf die Hauptdarstellerin zu, die Seite um Seite sowohl mehr an Fähigkeiten erwirbt als auch über den Sinn ihres Daseins und ihre Herkunft erfährt. So wie Elsa selbst weiß auch der Leser lange Zeit nicht, wer der Protagonisten sich als ,gut`, wer sich als ,böse` erweist. Das Tempo der Handlung (durch die ständig wechselnde Gefahr, in der Elsa schwebt) und die Erweiterung der Informationen ihrer Herkunft und das Schicksal der Raben erreicht m.M. nach die Grenze der Vorstellungskraft des Lesers und mitunter fragt man sich: Wer ist jetzt wer?" und "Wer ist Elsa?". Der Verlauf der Geschichte scheint in jedem Kapitel eine neue Welt, einen neuen Feind, einen neuen Helfer und eine ,neue` Elsa hervorzubringen.
Obwohl Elsa ein ,Rabe`, somit offensichtlich für das Böse in den Welten verantwortlich ist und bezwungen werden muss, fällt es schwer, sich auf die Seite der ,Möwen` zu schlagen, die sich zur Aufgabe gemacht haben, zusammen, mit den ,Ausgleichern` die Raben bzw. deren Nachkommen zu vernichten.
Die philosophischen Ansätze in diesem Roman, das Böse wird vom Guten ausgelöscht, Suche nach dem Paradies, Bestrebung nach dem ewigen Leben, Verzicht auf den eigenen Willen, Loslösen von Träumen um sich zu befreien usw. verleihen dem Roman eine anspruchsvolle Note, wenn man als Leser bereit ist, diesen Gedanken explizit zu folgen und ihnen auf den Grund zu gehen.
Doch Markus Kammer lässt über den Handlungsstrang dem Leser offen, womit er sich auseinandersetzen möchte: Die Gefahren, der sich Elsa ausgesetzt sieht, ihre Lösungen der Probleme, ihr Wachsen an den Aufgaben, ihre Verwandlungen und ihr Wandeln zwischen den Welten stellt sicher auch die Leser zufrieden, die phantasievolle Actionromane mögen.
Erwähnt werden muss, dass es sich hierbei um einen Fortsetzungsroman handelt, d.h. das Ende der Geschichte - so es denn eins geben wird - bleibt offen.
Gesamturteil: Ein gelungener Phantasieroman, den ich wegen der vielen Kampfszenen und der schwer verständlichen Philosophie eher für Jugendliche ab 14Jahren und Erwachsenen empfehlen würde, dann aber mit dem Gesamturteil von 4 Sternen.
Die Kindle - Version ist nicht ganz ausgereift, denn es fehlt ein Inhaltsverzeichnis, es gibt keine Seitenzahlen und ganze Abschnitte sind als Blocksatz gefasst.
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am 22. April 2014
Das Buch hat mir von der Idee her eigentlich sehr gut gefallen ABER:
- Elsa ist mir zu dämlich; sie trifft fast schon aus Prinzip immer die falsche Entscheidung, findet etwas nicht mehr wenn sie es einen Tag zuvor versteckt hat, ist in allem, aber auch wirklich ALLEM untalentiert und dazu noch mit einem ziemlich seltsamen Charakter ausgestattet.
- Die Altersempfehlung ist 16 Jahre, geschrieben ist das Buch aber wie ein Kinderbuch (zb ihre Eltern werden als Mama Puja und Papa irgendwas (Namen vergessen) genannt, die Sprache Kundrisch wird auf einer Seite in Klammer als "die,die etwa so aussieht '''''' beschrieben nachdem sie EINE Seite vorher eingeführt wurde, etc)
- Die Namen sind mir zu fantasielos.(Die Frau die immer nur als Schwester wichtig ist heisst Sistra (sister), die Festung heisst Trotz, das "Gebäck" heisst Brota, das Land Feuersand und Brisa ist auch nicht wirklich weit weg von (Meeres-)brise. )
- Die Protagonistin ist sehr antriebs- und motivationslos und dauernd nur der Spielball der verschiedenen Seiten
- Die Welten werden sehr dürftig beschrieben, was ich für Fantasyliteratur schade finde.

Alles in allem eine gute Idee, die Umsetzung aber entspricht nicht wirklich meinen Wünschen.
Die Sterne vergebe ich ausschliesslich für die Idee
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am 21. Januar 2015
Ich bin ein Fan von Fantasiegeschichten. Eigentlich kann ich auch sehr schnell darin eintauchen. Allerdings tue ich mir bei dieser Geschichte ein wenig schwer.
Es kommt mir beinahe vor, als würde die Geschichte von einem Mädchen handeln, das seine Geschichte in einer Psychiatrischen Klinik wieder gibt. Immer wieder die Gefangennahme in ihrer Gedankenwelt. Klammerung an ein Buch welches die erhoffte Erlösung bringt. Heimweh das durch die Zeit der Gefangenschaft untergeht. Dennoch spannend geschrieben, wenn man sich mal durch die handelnden Personen durchgelesen hat.
Letzten Endes geht es wie immer auf der Welt um Macht und Habgier. Zumindest ist das meine Interpretation.
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am 13. Mai 2013
Kurz zum Rezensionstitel: ich hab beim besten Willen keine Ahnung, was so viele Rezensenten dazu bewegt hier volle Sternzahl zu vergeben. Merkwürdig, dass viele auch nur diese eine Rezension vorzuweisen haben und sich nur in schwammigen 0815-Lobeshymnen ergehen...

Vorweg: wer eine chronische Spoilerphobie hat, dem empfehle ich das folgende nicht zu lesen. Ich hab mir Mühe gegeben nicht zu detailiert auf die Handlung einzugehen, aber ich kann leider nicht über das Buch reden, wenn ich nicht über das Buch reden darf. Insofern ist die eine oder andere erläuternde Inhaltsinfo meiner Meinung nach nötig.

Nun zum Buch: "Rabenschwärze - Das Mädchen aus Istland", der erste Teil des Zweiteilers "Rabenschwärze", ist für einen, preisgünstigen, no-big-name-Autoren-Roman okay. Soll heißen, unter diesen Voraussetzungen findet sich viel schlechter Lektoriertes. Rechtschreibung und Formatierung sind erstaunlich gut. "Okay" heißt aber keineswegs "gut", womit wir zur Handlung kommen.
Die träumerisch veranlagte Elsa wird aus ihrer Heimat Istland entführt und in eine andere Welt gebracht, womit sich auch schon die Kernthematik der Geschichte vorstellt: es gibt eine unendliche Zahl von Welten, die von sogenannten Raben willkürlich bereist werden kann. Außer den Raben, gibt es noch weitere Parteien, die Welten bereisen bzw. mit dem ominösen Zwischenraum interagieren können: Möwen, Ausgleicher und die Rabendiener. Diesen gemein ist, dass sie die Raben unerbittlich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen jagen und in ihre Gewalt bringen wollen. Hauptcharakter Elsa ist - wer hät's gedacht - ein solcher Rabe und erfährt nach und nach, was das für sie, die bisher ein beschauliches Leben in der eher unbedeutenden Welt Istland geführt hat, bedeutet: sie ist ständig auf der Flucht von Welt zu Welt, lernt nur mühsam ihre Rabenfähigkeiten zu nutzen bzw. im rechten Moment zu verbergen und gerät - da sie sich im Vergleich zu anderen Raben, die man so halb während des Lesefluss kennen lernt, oft sehr SEHR dumm anstellt - von einer Gefangenschaft in die nächste.
Selten hat mir eine Geschichte so viele Facepalm-Momente beschert: immer wenn man denkt "Elsa, nein, das ist dämlich! So erwischen sie dich auf jeden Fall!", Elsa macht's.
Das kann auf Dauer sehr zermürbend sein, da die Geschichte sich so äußerst langatmig in die Länge zieht und sich hauptsächlich um Elsas permanente Hilflosigkeit dreht, wo man von einem Hauptcharakter doch zumindest ab und zu auch eine gewisse Eigeninitiative erwarten würde. Auch wenn es den Autoren offenbar darum geht zu verdeutlichen, wie verloren Elsa, die doch eigentlich nur zurück nach hause will, zwischen den Fronten ist, hätte ihnen klar sein müssen, dass dieses ausgiebige Zelebrieren von Auswegslosigkeit nicht geeignet ist, einen ganzen Roman zu tragen. Wer einen Protagonisten erwartet, der nicht nur eine Motivation hat sondern auch dieser entsprechend handelt und mehr als nur ein Spielball der gegen ihn agierenden Parteien ist: lest dieses Buch nicht.
Ein weiteres Motiv der Geschichte sind die Welten bzw. zwei Universen mit Welten sowie die untergegangene Welt Kundrien, welche die erste aller Welten gewesen sein soll und aus deren Zerstörung aller anderen entstanden sein sollen. Elsa besucht zwar einige Welten, aber diese fungieren eher als Mittel zum Zweck: soll heißen, wer hofft hier in fremde, interessant beschriebene Kulturen und Landschaften eintauchen zu können, wird weitgehend enttäuscht. Man erfährt zwar die eine oder andere Besonderheit einer Welt und auch wie fortschrittlich oder mittelalterlich sie ungefähr ist, aber das war's dann auch schon.
Ebenso frustrierend wird es dann, wenn man sich durch ca. 60% oder 70% des Romans durchgearbeitet hat und endlich auch mal ein paar handfeste Antworten und nicht nur kryptische Theorien vorgesetzt bekommen will. Leider erfährt man weder durch das Buch "Bolhins Reisen", welches Elsa immer wieder begegnet, noch von den wenigen Charakteren, die das Mädchen nicht gleich wahlweise wegsperren, töten oder ihre reinkarnationsfähige Seele vernichten wollen, auch nichts, was einen großen Aha-Effekt bewirkt und so drängt sich natürlich der Verdacht auf, dass die Autoren irgendwann selbst nicht mehr so richtig wussten, wie sie die ganze Weltenkonstruktion plausibel erklären sollten. Wann immer Elsa einem Deus-ex-machina begegnet, der sich bequemt ihr und dem nach Info hungerndem Leser das eine oder andere zu erläutern, kommen unzählige Ungereimtheiten auf: toll, 1 Frage halb beantwortet, 4 neue. Hab ich schon mal erwähnt, dass der Roman zermürben kann?
Gut, vielleicht ist der eine oder andere genug fasziniert von der manchmal schwammig-poetischen Schreibweise (die übrigens immer genau dann auftaucht, wo sich ein analytischer Leser einleuchtende Erklärungen wünscht), um über fehlende Logik hinweg zu sehen. Bei mir hat's nicht geklappt und mit fortschreitender Seitenzahl hab ich mich immer mehr geärgert, da ich die Grundideen des Romans (verschiedene Welten, die Konflikte zwischen Raben, Möwen, Ausgleichern etc.) zumindest zu Anfangs recht vielversprechend fand. Nun mag mancher vielleicht denken "Hey, es Fantasy, da muss man nicht alles verstehen." aber selbst Fantasy - zumindest gute - hat den Anspruch ein in sich schlüssiges Universum mit nachvollziehbar handelnden Charakteren zu bieten. Andernfalls geht einfach irgendwann das Interesse an der Geschichte flöten.
Was die Motivationen und Beweggründe der einzelnen Parteien angeht, hat die Logik leider auch mehr Löcher als der nebulöse Zwischenraum. Knapp umrissen: Raben haben besondere Kräfte, zu denen vor allrm die Fähigkeit zählt ohne Portal beliebig von einer Welt in die andere wechseln zu können. Weiterhin können sie ihre Gestalt wechseln und sich im sogenannten Zwischenraum aufhalten. Möwen sind die natürlichen Feinde der Raben und versuchen mit Hilfe ihrer Kräfte, welche im Zwischenraum die Gestalt von Fäden haben, die Raben einzufangen und in Käfige zu sperren. Auch die Ausgleicher, die sich weder zu Raben noch Möwen zählen, versuchen die Raben zu fangen, jedoch um ein Verfahren anzuwenden, welches die Seele eines Raben zerstört, so dass dieser nicht wiedergeboren werden kann. Dies ist eine weitere Besonderheit der Raben, welche sie sozusagen unsterblich macht. Die Rabendiener wiederum verstehen sich als auf der Seite der Raben stehend. Sie hängen der Ideologie an, dass ein Rabe den inneren Antrieb hat die verlorene Welt Kundrien zu finden, in welcher die Raben einst so etwas wie Götter waren. Sieht man von den sinisteren Beweggründen ihres Anführers ab, ist es ihr Ziel einem Raben zu helfen die Reste dieser ersten aller Welten zu finden, so dass dieser sich mit jener vereinen und wieder göttlich werden kann, wodurch die Rabendiener ebenfalls Erlösung finden. Dass dies so nebenbei alle anderen existierenden Welten zerstören würde, wird dabei von den Rabendienern in Kauf genommen. Möwen und Ausgleicher haben allerdings etwas dagegen, wodurch sich die Jagd auf die Raben "erklärt". Zudem sagt man Raben nach, dass sie dort wo sie auftauchen für Unruhe sorgen. Dies kann ich wirklich nicht nachvollziehen, denn kein Rabe, den man im Roman kennen lernt (schon gar nicht Elsa), sieht - im Gegensatz zu den Rabendienern - die Vereinigung mit Kundriens Resten und die so folgende Zerstörung der Welten als sein Primärziel oder sorgt für mehr Unruhe als es Möwen, Ausgleicher und Rabendiener von sich aus tun. Im Gegenteil: die meisten Raben scheinen ohne Selbstverschulden von einer Katastrophe in die nächste zu stolpern, wenn sie sich nicht gerade durch Nichtnutzen ihrer Fähigkeiten als normal tarnen oder im Zwischenraum verstecken. Bei keinem Raben konnte ich etwas verwerflicheres als ganz natürliche, menschliche Beweggründe, wie beispielsweise verschmähte Liebe oder Sehnsucht nach Zuhause feststellen. Was genau damit gemeint ist, dass Raben das Weltengefüge durcheinander bringen, wissen die Autoren allein. Im Gegensatz zu den anderen Parteien, haben sie nämlich keine kriegerischen Weltherrschaftsambitionen, sie intrigieren nicht und mischen sich auch nicht aus ideologischen oder politischen Gründen in den Lauf anderer Welten ein. Raben wollen eigentlich bloß in Ruhe gelassen werden.
Selbst, dass die Rabendiener mit ihnen als Galionsfigur die Apokalypse beschwören könnten, reicht nicht als Rechtfertigung die Raben zu bekämpfen, wenn man überlegt was Möwen, Ausgleicher und Raben mit vereinten Kräften gegen die Rabendiener ausrichten könnten, welche die Raben tatsächlich eher als Gefangene sehen statt ihnen zu dienen.
Ebenso wenig wird schlüssig warum Charaktere, die Elsa im einen Moment noch töten wollen, im nächsten zurück nachhause eskortieren, wobei es einen halben Roman lang hieß, dass der Weg nach Istland nicht mehr möglich sei.
Wenn ich Lust hätte, würde ich meinen Finger gerne noch in weitere Logiklöcher bohren, aber eigentlich bin ich nur froh, dass ich das Buch - wenn auch mit einem sehr unbefriedigenden Schlussgefühl - endlich zu Ende gelesen habe. Unglücklicherweise gibt es da ja noch den zweiten Teil und da ich irgendwie ja doch daran glauben möchte, dass sich die Autoren irgendetwas bei ihrem Konzept gedacht und dazu bequemt haben die eine oder andere Frage doch noch zufriedenstellend zu beantworten, werde ich den "Grubenmann" wohl auch lesen.
Kann eigentlich nur besser werden.
Und wenn nicht, kann ich auch den zweiten Teil verreißen. ;-)
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am 30. Dezember 2015
Ich musste mich die ersten Seiten zwar etwas durchkämpfen,da man mitten ins Geschehen geschmissen wird und erst im Laufe des Lesens eine Orientierung bekommt. Im ersten Moment dachte ich noch, Hmm dass ist ja doof geschrieben und schon war ich gefesselt von der Geschichte. Ja der Schreibstil war im ersten Moment etwas gewöhnungsbedürftig aber es hat sich definitiv gelohnt. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und musste mir sofort den zweiten Band besorgen. 😊
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