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Rabbit, eine Rückkehr
 
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Rabbit, eine Rückkehr [Taschenbuch]

John Updike , Maria Carlsson
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: rororo; Auflage: 1 (2. Januar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499235382
  • ISBN-13: 978-3499235382
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 45.763 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Updike
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Bisher war Janice es eigentlich gewohnt, ihre Töchter und nahen Verwandten immer wieder einmal zu verlieren. Erst war es Becky und dann Teresa, die nach über 20 Jahren Janices Sohn Nelson verließ. Und nun schottet sich auch noch ihr 19-jähriges Enkelkind Judy hinter einer Wand aus Walkman-Klängen von ihr ab. Aber dann steht plötzlich eine Frau vor der Tür, die sie noch nie gesehen hat, ihr aber merkwürdigerweise irgendwie bekannt vorkommt, und behauptet, die uneheliche Tochter von Janice' verstorbenem Ehemann Harry "Rabbit" Angstrom zu sein. Kein Wunder also, dass Janice sich später beim Bridge nicht konzentrieren kann. "Harry, Harry, er war ein Problem", heißt es im Roman Rabbit. Eine Rückkehr von John Updike: "Immer hat er so ein Durcheinander angerichtet und nie hinter sich aufgeräumt, auch jetzt, zehn Jahre nach seinem Tod, überlässt er das den Lebenden".

Ein Problem scheint Harry Angstrom tatsächlich immer noch zu sein: für seine wenig aufgeräumte Witwe Janice und ihren neuen Mann und ehemaligen Rabbit-Rivalen Ronnie besonders. Deshalb sind beide wenig begeistert, als die verlorene Tochter Annabelle plötzlich vor ihrer Türe steht. Nur Nelson ist sehr angetan von der 39-jährigen Krankenschwester, mit der er sich nach einem ersten, verschüchterten Date in einem Schnellrestaurant blendend über seine Arbeit als Therapeut -- und über seinen Vater -- unterhalten kann. Denn Rabbit ist allgegenwärtig in den Gesprächen der Figuren, und irgendwie, als Auslöser eines Streits zum Thanksgiving-Diner, schafft er es dann sogar, dass Nelson sich von seinen allzu eng gewordenen Familienbanden etwas emanzipieren kann.

Fans der grandiosen Rabbit-Romane Hasenherz, Unter dem Astronautenmond, Bessere Verhältnisse oder Rabbit in Ruhe werden sich über das unverhoffte, indirekte Wiedersehen mit dem am Ende der Tetralogie arg verfetteten Familientyrannen Harry Angstrom freuen. Für alle anderen hat Updike wieder einmal einen fulminanten Kurzroman vorgelegt, der tief hineinleuchtet in die US-amerikanische, von Doppelmoral geprägte Familienseele. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Über den Autor

Geboren am 18.03.1932 in der Kleinstadt Shillington, Pennsylvania, als einziges Kind des Sekundarschullehrers und Diakon Wesley Russel Updike und dessen Frau Linda Grace Hoyer. Kindheit in materieller Bedrücktheit. Schulbesuch weiterhin in Shillington. 1950 Stipendium zum Studium am Harvard College, Hauptfach Anglistik; Abschluss des Untergraduiertenstudiums 1954 mit summa cum laude. Er heiratete 1953 die Kunststudentin Mary Entwistle Pennington, mit der er nach Abschluss des Studiums ein Jahr an die Ruskin School of Drawing and Fine Art in Oxford, England, ging. Nach Rückkehr in die USA von 1955-1957 fest angestellt beim Magazin «The New Yorker». Danach verfasste er als freier Mitarbeiter Kurzgeschichten und einflussreiche literarische Kritiken. 1957 Umzug nach Ipswich im neuenglischen Massachusetts. 1964 Vortragsreisen durch die UdSSR, Rumänien, Bulgarien und die Tschechoslowakei. Seit 1964 ist Updike Mitglied des National Institute of Arts and Letters. 1973 Fulbright-Lektor in Afrika. 1976 Mitglied der American Academy of Arts and Letters. Auszeichnungen: Guggenheim Fellowship in Poetry für «The Carpendered Hen and Other Tame Creatures» (1959); Rosenthal Foundation Award des National Institute of Arts and Letters für «Das Fest am Abend» (1960); Pulitzer Price for Fiction für «Bessere Verhältnisse» (1982); Lincoln Literary Award (1983); Distinguished Pennsylvania Artist Award (1983); National Book Critics Circle Award for Criticism für «Amerikaner und andere Menschen» (1984); St. Louis Literary Award (1988); Bobst Award for Fiction (1988); National Medal of Arts (1989); Premio Scanno (1991); O'Henry Award für «A Sandstone Farmhouse» aus «The Afterlife and Other Stories» (1991); Common Wealth Award (1993); Conch Republic Prize for Literature (1993) Commandeur de l'ordre des arts et des lettres (1995); The Howells Medal from the Academy of Arts and Letters (1995). John Updike starb am 27. Januar 2009 in Massachusetts. Sein gesamtes Werk ist auf Deutsch im Rowohlt Verlag und im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rabbit is back 2. Dezember 2002
Format:Gebundene Ausgabe
Er war auch in diesem Jahr wieder einer der Favoriten - doch erneut ist ihm der Literaturnobelpreis versagt geblieben - John Updike wird damit leben können. Wenn er ihn in einem der kommenden Jahre denn doch noch verliehen bekommt, dann sicher zu allererst für seine vier Rabbit-Romane, deren Bände jeweils im Abstand von rund zehn Jahren die Irrungen und Wirrungen des Durchschnittsamerikaners Harry Angstrom - genannt Rabbit - beschrieben. Jetzt ist - wiederum zehn Jahre nach Abschluß der Tetralogie - unter dem Titel „Rabbit - eine Rückkehr" ein Nachtrag erschienen.
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Rabbit ist zurück - doch wie ist das möglich? Harry Angstrom, der stets den Sinn oder irgendetwas Vergleichbares Suchende, der, wenn er den Sinn dann meist in Gestalt eines nackten Frauenkörpers gefunden hatte, doch bald wieder vom Überdruß gepackt wurde und flüchtete. Dieser Rabbit, der von späten 50ern bis zum Ende der 80er Jahre so beispielhaft durch das Amerika der Mondlandung, des Vietnamkriegs, der Hippies, der Ölkrise geirrt war, der war doch gestorben - zuletzt ein Opfer seiner Naschsucht, dahingerafft vom Cholesterin, das ihm die Adern verstopfte und ihm einen finalen Herzinfarkt bescherte.

Doch wer ihn kannte, wußte, dass bei Harry Angstrom nichts endgültig war. Jede Flucht endete mit einer Rückkehr, und dass das auch bei der letzten Reise ins Jenseits nicht anders sein würde, das hätte man zumindest ahnen können. Hatte er sich doch ins Nirwana verabschiedet mit den verdächtigen drei letzten Worten:

„Genug. Vielleicht. Genug."

Und noch kurz davor hatte Rabbit auf dem Sterbebett eindringlich versucht, seinem ebenso mißratenen wie unglücklichen Sohn Nelson wenigstens einmal zu helfen: dadurch, daß er ihm von der Existenz einer irgendwo da draußen lebenden Halbschwester zu erzählen versuchte. Doch die Kraft hatte nicht mehr ausgereicht, um die Gedanken in Worte zu fassen - und wie das manchmal so ist, wenn Menschen etwas nicht zu Ende gebracht haben, kehren sie eben zurück.

Natürlich nicht höchstpersönlich, sondern in Gestalt ebendieser nie gesehenen Tochter. Sie ist mittlerweile 39 Jahre alt, heißt Anabelle, und steht eines Tages vor der Tür von Rabbits Witwe Janice, die inzwischen seinen Ex-Konkurrenten Ronnie geheiratet hat. Anabelle ist auf der Suche nach ihren Wurzeln und wirbelt fast ohne ihr Zutun auf den folgenden 250 Seiten das Leben derjenigen durcheinander, die es sich nach Rabbits Tod mehr oder weniger stabil eingerichtet haben in ihrer Mischung aus Glück und Unglück.

Sohn Nelson jedenfalls versteht die Ankunft seiner Halbschwester als Chance, sich an fremden Haaren aus seinem Sumpf zu ziehen. Er wohnt nach Bewältigung seiner Drogensucht mit über Vierzig wieder zu Hause bei seiner Mutter und dem ungeliebten Stiefvater, seine Frau hat ihn gerade verlassen und die Kinder mitgenommen, und seine Arbeit als Hilfspsychologe in einer psychiatrischen Ambulanz ist so aufreibend wie deprimierend. Da kommt die scheinbar desorientierte Halbschwester gerade recht als Objekt hilflosen Helfens, postumer Vatersuche und unbewußter Selbstrettung. Am Sylvesterabend 1999 kommt es in einer irrwitzigen Autofahrt zum großen Showdown: die Jahrtausendwende wird zur Schicksalswende für alle Beteiligten. Am Ende ist Nelsons Frau zurückgekehrt, die Schwester auf dem Weg zum Traualtar - doch Skepsis ist angebracht: wer die Updikesche Ironie der früheren Rabbit-Romane kennt, weiß es: Nach der Krise ist vor der Krise - und keine Rückkehr schließt spätere Fluchten aus.

Dies ist in erster Linie ein Roman für die Leser der ersten vier Rabbit-Bände - eine Leserückkehr zu vertrauten Orten und Personen. Zu Menschen, von denen man zehn Jahre nichts gehört hat. Selbst wenn sie einem inzwischen fremd geworden sind, möchte man doch gern wissen, was aus ihnen und ihren Kindern geworden ist. Und allen anderen Lesern, für die dieser Roman die erste Begegnung mit der Rabbit-Sippe darstellt, ihnen sei eine lange, aber lohnende Reise zurück in die 50er Jahre empfohlen, zurück zum Anfang, zum ersten Band der Geschichte von Harry Angstrom, er heißt „Hasenherz".
Peter Tomuscheit, infoRADIO

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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Als begeisterter Leser der Rabbit-Tetralogie nahm ich die Rückkehr Rabbits zwar mit Skepsis in die Hand, jedoch auch erfreut, nach den vier geschätzten Romanen ein weiteres Mal Gelegenheit zu haben, mit Rabbits Familie in Kontakt zu kommen.

Janice, Rabbits Witwe, ist inzwischen mit Ronnie verheiratet, einem alten Golfpartner und Rivalen ihres verstorbenen Mannes. Mit den beiden wohnt der von Ehefrau und Kindern verlassene Nelson (Rabbits und Janices Sohn), der in seinem Job als Sozialarbeiter aufgeht und zum eigentlichen Hauptcharakter dieses Buches wird. Mein Gefühl sagte mir beim Lesen, dass Updike einen Versuch der Wiedergutmachung mit seinem „literarischen Sohn" anstrebt. Er zeichnet aus dem ewigen Verlierer Nelson eine Figur mit Prinzipien, der schlussendlich so etwas wie ein Happyend erfahren darf. Das schlechte Gewissen scheint Updike dazu gebracht zu haben, Nelson aus dem Schatten seines verstorbenen Vaters heraus zu holen und an seiner Halbschwester, der aus dem Nichts aufgetauchten Annabelle (ein Ergebnis aus einer Affäre von Rabbit vor 40 Jahren), reifen zu lassen.

Für begeisterte Rabbit-Leser ist das Buch keine verlorene Zeit. Wer die ersten vier Romane nicht kennt, dürfte erstens Probleme haben, die Zusammenhänge und vor allem die Reminiszenzen an Szenen längst vergangener Tage zu verstehen, andererseits sich deutlich weniger amüsieren wie der erfahrene Rabbit-Kenner.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der letzte Rabbit 19. Februar 2009
Von JL
Format:Taschenbuch
Man sollte eigentlich immer ein Updike-Buch lesen. Nichts schärft den Blick auf den Alltag so sehr, wie diese Prosa.

Rabbits Rückkehr also. Nun ja, aus dem Grab steht er nicht auf. Aber seine Tochter steht plötzlich vor der Tür seiner Witwe und bringt einiges durcheinander. Eigentliche Hauptperson ist aber Nelson, mittlerweile über 40. Der kann leider seinem Vater als literarische Figur nicht ganz das Wasser reichen, daher ist der Roman wohl auch relativ dünn. Eine Art Reprise.

Was sehr interessant und gut ist:

* wie immer die Details bei Updike und der Stil. Die Kunst, feine Seelenregungen aufzuspüren und ins Bild zu bringen
* der Zeitbezug - das Ganze spielt am Vorabend der Milleniumsfeier, man entdeckt vieles wieder, wie etwa die Angst vor Y2K oder die Suche nach einem geeigneten Ort für die Feier
* dass nichts geschieht und doch unglaublich viel
* dass alles nach Rabbit schäbiger, deprimierender geworden ist

weniger überzeugend:

* manche Ausbrüche der Figuren. Stiefvater Ronnie beleidigt die Rabbit-Tochter so hundsgemein, dass danach eigentlich alle menschlichen Brücken zw. ihr und den Hanssons völlig hinüber sein müssten. Sind sie aber nicht.
* zu viel Straßen-Topografie

Aber: Updike bleibt Updike. Schade, schade, dass es jetzt definitiv nicht mehr weitergehen kann mit den Rabbits.
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