Zur Story: Der biedere Büroangestellte Surinder Sahni (Shahrukh Khan) lebt ein bescheidenes Leben in Amristar, Punjab. Er arbeitet als einfacher Angestellter für die Firma "Punjab Powers" und ist immer noch Single.
Eines Tages besucht er seinen ehemaligen Professor; dessen Tochter Taani (Anushka Sharma) soll an diesem Tag ihren Liebsten heiraten. Doch soweit kommt es nicht: plötzlich erreicht die Familie die Nachricht, dass der Bräutigam bei einem Unfall ums Leben gekommen ist. Taani's Vater bricht daraufhin mit einem Herzinfarkt zusammen.
Vor seinem Tod ringt er Surinder das Versprechen ab, Taani zu heiraten und ihr ein gutes, sicheres Leben bei sich zu bieten. Auch Taani stimmt zu, denn sie möchte ihrem Vater nicht den letzten Wunsch verwehren. Und sie heiratet Surinder, obwohl der doppelt so alt ist wie Taani.
Während Surinder sich auf den ersten Anblick in Taani verliebt hat, ist sie weitaus weniger begeistert von ihm. Er ist in ihren Augen langweilig, zu strebsam und sie sagt ihm offen, dass sie sich nie in ihn verlieben wird. Das trifft Surinder natürlich hart, doch er versucht alles, Taani glücklich zu sehen.
Auch sie bemüht sich, ihm eine gute und ordentliche Ehefrau zu sein, wie es sich ihr Vater von ihr gewünscht hat.
Als eines Tages eine Tanzschule in Amristar eröffnet, möchte sich Taani dort anmelden, weil sie so gerne tanzt. Und um ihre Zuneigung doch noch irgendwie zu gewinnen, lässt Surinder sie nicht nur dorthin gehen, er selbst meldet sich dort auch an. Allerdings hat er sich vorher von seinem besten Freund, dem Friseur Bobby, umstylen lassen und geht als Raj zum Tanzkurs.
Nachdem ein Wettbewerb ausgerufen wird, werden Männer und Frauen zu Tanzpaaren per Zufallsprinzip vermischt. Und Raj wird ausgerechnet Taani's Tanzpartner. Nun heißt es Doppelleben spielen zwischen dem aufreißerischen Raj und dem wahren, immer noch biederen und schüchternen Surinder.
Mehr wird nicht verraten! Jeder, der sich für diesen Film interessiert (und das werden dank Shahrukh Khan in der Hauptrolle wohl recht viele sein!), sollte sich selbst ein Bild von "Rab Ne Bana Di Jodi" machen.
Ich persönlich bin mit niedrigen Erwartungen an den Film gegangen, denn er hatte mich von den Bildern, die ich vorher gesehen habe, einfach zu sehr an "Om Shanti Om" erinnert. Zuerst dachte ich, mit diesem Film erwartet mich eine Zweitvariante des Superhits von Farah Khan.
Da ich nun den Film gesehen habe, kann ich sagen: er lohnt, gesehen zu werden! Auch wenn eins wirklich ähnlich ist: weder "Om Shanti Om" noch "Rab Ne Bana Di Jodi" haben eine Story, die dramatisch tiefgründig ist oder spektakulär anders. Aditya Chopra's dritte Regiearbeit fällt im Gegensatz zu "Mohabbatein" und "Dilwale Dulhania Le Jayenge" deutlich ab.
Zu den Darstellern: Shahrukh's Rolle ist routiniert, als Spießer hat er ein wenig was von seiner Rolle in "Paheli", als "Raj" wiederum wirkt er so cool und macho-like wie die indische Variante von John Travolta. Zwar muss man ehrlich zugeben, Shahrukh hat schon bessere Rollen gespielt, aber die Rolle passt gut zu ihm und es macht Spaß, ihm bei seinem Spiel zuzugucken.
Newcomerin Anushka Sharma ist anfangs in ihrer Rolle sehr unauffällig und wenig spektakulär. Doch sie wächst gut in ihre Rolle rein und im Laufe des Films zeigt sie ihr ganzes Können.
Der Soundtrack lebt vor allem (klar bei einem Film um einen Tanzwettbewerb!) von schnellen Uptempo-Tanzsongs. Aus dem Rahmen fällt "Phir Milenge Chalte Chalte", in dessen Umsetzung dann Shahrukh neben den Top-Heldinnen aus Bollywood tanzen darf: Kajol, Bipasha Basu, Lara Dutta, Preity Zinta und Rani Mukherjee geben sich die Ehre.
Der Rest sind schöne Dancenummern und die Ballade "Tujh Mein Rab Diktha Hai", gesungen einmal in der männlichen Version, die leicht beschwingt daherkommt und in der weiblichen, sehr traurigen Version.
Im Gegensatz zu Chopra's beiden ersten Werken lebt dieses wesentlich mehr von dem Spaßfaktor, bunten Farben, viel Tanz und ein wenig Situationskomik. Das allerdings beherrscht der Film in Hochform.
Die Dramatik und der Liebesschmerz tauchen zwar immer wieder auf, doch die Liebesgeschichte zwischen Surinder und Taani enthält deutlich weniger Tränen und Dramatik als man von den Geschichten aus "Mohabbatein" und "Dilwale Dulhania..." kennt.
Fazit: Man fühlt sich über zweieinhalb Stunden ziemlich gut unterhalten und der Film schafft es mehr als einmal, das Herz zu erwärmen. Und Shahrukh Khan Fans werden hier eh aufs Beste unterhalten! ;-)