Der Weg durch das Land
In "Roads of Rome II" schlüpft der Spieler in die Rolle des römischen Generals Victorius und muss mit allen Mitteln versuchen das Land zu durchqueren, um von den Göttern das lebenswichtige Gegengift zu erhalten. Jeder Level birgt dabei neue Aufgaben, die mit der Zeit immer schwieriger werden. Während der Spieler sich zunächst lediglich mit dem Bau von Straßen, der Nahrungssuche und der Gewinnung von Baumaterial beschäftigt, sind schon bald wichtige Gebäude zu errichten, um den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. So wird zum Beispiel ein Sägewerk benötigt, um Bretter herstellen zu können, eine Fischerhütte gebaut, die lebensnotwendige Nahrung bringt, oder ein Ballonturm aufgestellt, um unwegsame Geländeteile erreichen zu können. Dabei muss der Spieler jederzeit die Augen offen halten. Denn um das Level erfolgreich abzuschließen, sind eine bestimmte Anzahl Kristalle, Blumen oder Götzenbilder zu sammeln oder vorhandene Höhlen nach brauchbaren Gegenständen und wichtigen Ressourcen abzusuchen.
Eine beschwerliche Reise
Bereits zu Beginn der Mission tauchen neben einer beachtlichen Anzahl im Weg liegender Felsen, zu überquerender Schluchten oder Gebieten mit Treibsand immer wieder wilde Tiere auf, die möglichst schnell vertrieben werden sollten, um den Baufortschritt nicht zu gefährden. So muss sich der Spieler mit Bären, Riesenechsen oder Kraken auseinandersetzen, deren Beseitigung recht simpel ist. Ein paar Mausklicks genügen und schon verschwinden die tierischen Monster und geben den Weg für die Römer frei. Nicht ganz so einfach ist es mit den Barbaren. Denn die gerissenen Schurken fordern neben ein paar Talern eine stattliche Anzahl von Waren, die der Spieler erst einmal aufbringen muss, ähnlich wie bei den Opfergaben für die Götter, deren Spende notwendig ist, um den Weg von Feuer, Nebel oder anderen Hindernissen zu befreien. Doch um das Ganze noch zu erschweren, stehen in einigen Level die Ressourcen nur begrenzt zur Verfügung und so muss sich der Spieler genau überlegen, welchen Weg er geht und welches Gebäude er wann baut.
Aufgeben gilt nicht
Um dem Spieler den Einstieg in das Spiel zu erleichtern, gibt es hilfreiche Tipps, die sich wie ein Tutorial durch einen großen Teil der Level ziehen. Immer wenn ein Gegenstand neu auftaucht oder eine ungewohnte Aufgabe zu bewältigen ist, wird durch Texthinweise oder einen blinkenden Pfeil Hilfestellung gewährt. Zur besseren Übersicht und zum planmäßigen Abbau der notwendigen Resourcen wird am oberen Bildschirmrand eine Statistik angezeigt, aus der jederzeit ersichtlich ist, wieviel Nahrung, Steine, Holz und Gold der Spieler besitzt. Neben den vorhandenen Beständen können dort ebenfalls die Aufgaben eingesehen werden, die im jeweiligen Level zu bestreiten sind bzw. sieht der Spieler, welche Aufgaben er bereits erledigt hat. Sollte er darüber hinaus mit einer festen Zeitvorgabe spielen, ist hier ebenfalls ersichtlich, wieviel Restspielzeit noch verbleibt und wieviele Punkte bisher erspielt wurden.
Einfache, aber wirkungsvolle Grafik
Die Grafik des Spiels stellt sich als gelungen dar. Bunte Farben, hübsch designte Hintergründe und putzige Figuren lassen einen amüsanten Zeitvertreib erleben. Neben vielen liebevoll gestalteten Einzelheiten kann sich der Spieler darüber hinaus über einen Wetterwechsel freuen, sich mit den Folgen von Nebel und Schnee auseinandersetzen oder plötzlich aufkommenden Launen der Natur trotzen. Neben einer einfachen Bedienung, die ausschließlich mit der Maus erfolgt, sorgen zur Handlung passende Effekte und eine dezente Hintergrundmusik für die richtige Stimmung.
Fazit
"Roads of Rome II" ist ein Aufbausimulationsspiel, das im Rahmen der freundin-Spielereihe für Frauen erschienen ist und sich durch eine simple Spielidee, eine leichte Bedienbarkeit und einen nicht zu unterschätzenden Suchtfaktor auszeichnet. Eine Empfehlung nicht nur für Frauen!