... und nie zu fragen wagten, - das finden Sie in Klaus Finkenzellers "RFID-Handbuch", das vor kurzem aktualisiert und erweitert in zweiter Auflage erschienen ist. Der offensichtliche Erfolg des Buches erklärt sich durch die überaus gründliche und umfangreiche Erarbeitung der Inhalte, die sich nicht auf die Darstellung der RFID-Technologie beschränken, sondern sich auch deren praktischer Umsetzung in den vielfältigen Einsatzbereichen widmen: So werden unter anderem die grundlegende Funktionsweise der verschiedenen RFID-Systeme und ihre physikalische Basis dargelegt, Funkzulassungsvorschriften und Normungskriterien erörtert, die Architekturen und Herstellungsverfahren von elektronischen Datenträgern und Lesegeräten dokumentiert sowie zahlreiche Anwendungsbeispiele vom Ticketing über Wegfahrsperren bis hin zur Industrieautomation veranschaulicht. Dass der Abschnitt zur Tieridentifikation kleine kalte Schauer beim Lesen verursacht, liegt indessen an der konsequent nüchternen Sprache bei der Schilderung der vorzüglichen Transponder, welche als Boli überaus praktisch im Pansen "abzulegen" und im Schlachthof zu entsorgen seien. Mithilfe dieser ansonsten aber angenehmen, weil leicht verständlichen Sprache und entlang einer mühelos nachvollziehbaren Struktur leitet das reich illustrierte Werk von den grundlegenden Kenntnissen - fast unbemerkt - zum tieferen Fachwissen über die technischen Details der RFID-Systeme hin. Zahlreiche weiterführende Literaturhinweise, ein detailliertes Register, Marktübersichten, hilfreiche Kontaktadressen und relevante Veranstaltungstermine ergänzen das Werk. Das Handbuch ist somit besonders denjenigen zu empfehlen, die im Studium oder danach zum ersten Mal mit der RFID-Technologie in der Entwicklung, Planung oder Anwendung konfrontiert werden. Der umfassende und konzentrierte Überblick über die Bandbreite der RFID-Technologie ist jedoch auch für Praxiserfahrene nützlich und inspirierend.