Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Great!, 25. August 2009
Schön das dieses Thema nach Büchern wie "Der Gotteswahn" oder "Der Herr ist kein Hirte" nun auch im Kino die Öffentlichkeit erreicht. Das war schon lange überfällig. Bill Maher versteht es brillant, die Vertreter verschiederner Religionen (Bis auf modernere Ausnahmen) als das vorzuführen was sie sind: Rückständige Ignoranten. Das er sich hierbei des Humors bedient, ist dabei vielleicht ein schmaler Grat, denn auch wenn die Überzeugungen eines religiösen Menschen oft lachhaft sind, haben sie, wie man leider oft genug erfahren musste, manchmal schreckliche Folgen. Fanatische Fundamentalisten sind wahrscheinlich zu gruselig als das man sich darüber lustig machen kann.
Dennoch, Mahers Film ist Empfehlenswert, weil er einer breiten Öffentlichkeit vor Augen führt, wie verbohrt, dämlich und geistig passiv die meisten Menschen sind. Sonst würden die verschiednen Religionen nicht immer noch solchen Zulauf erfahren.
In diesem Sinne: Denkst Du schon oder glaubst Du noch?
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Einfach grandios, 29. August 2009
Eine echt grandiose Doku. Bill Maher ist einfach fantastisch. Er schafft es immer wieder relgiöse Eiferer in Widersprüche zu verwickeln, oder intelligente Fragen zu stellen auf die sie plötzlich keine Antworten mehr wissen. Maher ist dabei, im wahrsten Sinne des Wortes, nichts heilig.
Ich bin immer wieder erstaunt wie borniert und hinterwäldlerisch manche Menschen sein können. Menschen die ansonsten sehr rational sind, sind es plötzlich nicht mehr wenn es um Glauben geht. Ich versteh nicht, wie man heute immer noch an der Evolution zweifeln kann und das die Erde erst 5000 Jahre alt ist. Es gibt tatsächlich Menschen die glauben, dass Menschen und Dinosaurier zur gleichen Zeit zusammen gelebt haben. Kein Witz!
Am schlimmsten finde ich ja diese widerlichen Fernsehprediger, die den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen und selbst in 5000$ Designeranzügen auftreten und ernsthaft behaupten Jesus wollte, dass Menschen reich sind und gut gekleidet. Er selbst habe ja zur Geburt Gold geschenkt bekomen und wäre selber reich gewesen. Was für ein Schwachsinn.
Ein Gläubiger gab sogar an, der Grund für seinen Glauben sei nur, dass es ja stimmen könnte und es wirklich ein Got gibt und er bei seinem Tod dann blöd dastehen würde.
Na wenn das mal kein Grund ist.
Wenn man dann die Verschwendung in katholischen Kirchen sieht, beim Vatikan angefangen, und dann aber selbst Wasser und Brot predigt kann ich nur den Kopf schütteln.
Maher nimmt es aber nicht nur mit Christen, sondern auch mit Juden, Moslems und Scientologen auf
Ein wirklich sehenswerter Film.
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3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
bis zur Hälfte des Weges, 6. Juni 2009
Der Film handelt aus einer noblen Absicht: natürlich ist es notwendig, mit diesen kindischen Mythen aufzuräumen, welche nach wie vor innerhalb der Religionen allzugroße Bereiche proklamieren. Und dabei sollte es auch erlaubt sein, scheinbar 'religiöse' Gefühle zu karikieren, was bei fundamental(istische)n Anhängern der dargestellten Religionen sicherlich für Aufschrei sorgen wird, wenn sie diesen Film sehen. Aber Glaube sollte Humor( und über sich selbst zu lachen, ist m.E. die nobelste Variante davon) standhalten und ihn integrieren. Und der Humor ist oftmals gelungen, auch wenn er durch die häufigen Kurzeinblendungen verschiedener, die Wirkung verstärkender Szenen hin und wieder sehr nah am schmalen Grat der Effekthascherei vorbeischrammt.
Würde man Don Becks "Spiral Dynamics"-Modell hernehmen, ist klar, warum diese oftmals zugegeben albernen Sichtweisen nach wie vor auf fruchtbaren Boden fallen: etwa 70% der Weltbevölkerung befinden sich in ihrer Entwicklung noch auf prärationalen Stufen, wo magisch-mythische Bilder am ehesten Zugang zum Religiösen verschaffen. Nach Spiral Dynamics kritisiert in dem Film das orangene Mem die darunterliegenden Meme beige, purpur, rot und blau. Aus Unwissenheit meint Orange jedoch, daß es die Speerspitze der Evolution darstellt und die rationale Verstandessichtweise die einzig richtige Betrachtungsweise der Wirklichkeit ist. Mittels dieser Hybris wird das Kind mit dem Bade ausgeschüttet, wie wir es auch bei der Aufklärung erlebten. Das -wie gesagt- noble Bestreben, diese kindischen Mythen endlich abzuschaffen endet damit, die Existenz jeglicher Religiösität(was hier gleichbedeutend mit Spiritualität ist)abzustreiten und die Welt in eine flache materialistisch-naturwissenschaftliche Sicht einzuebnen. Eigentliche Spiritualität liegt jedoch in den transrationalen Bereichen des Bewußtseins, d.h. hier wird die Ratio mit einbezogen und transzendiert, was meint, daß ihr die Wichtigkeit eingeräumt wird, die ihr zusteht. Im transrationalen, transpersonalen Bereich erleben wir die erfahrbare Spiritualität abseits vom Formalen und von Dogmen. Und ich glaube, eben in jene Bereiche stießen auch die Personen vor, welche dann (wider Willen) Religonsstifter wurden, wie Jesus, Mohammed, etc. (aber eben auch die bekannten Mystiker aller Traditionen wie Meister Eckhart, Ramana Maharshi, Rumi, etc.), und welche dann versuchten, das Erfahrene in eine (zur jeweiligen Zeitepoche mit einer Bevölkerung auf ebenjenem Entwicklungsstand, der damals überwiegte) vermittelbare Sprache zu bringen.
Einer der großen Fehler religiöser Institutionen ist, daß sie ihre Schriften historisch anstatt metaphorisch deuten. Geschieht letzteres in einer der jeweiligen Zeitepoche angemessenen Wortwahl (z.B. wenn Willigis Jäger 'Ursünde' so interpretiert, daß das nichts damit zu tun hat, daß jemand an etwas Schuld ist und sich versündigt hat, sondern meint, daß damit ein Evolutionsschritt beschrieben wird, in welchem sich die Menschheit von einer präpersonalen in ein personal-rationales Stadium entwickelt hat, mit all den Folgen, die das mit sich bringt:die Fähigkeit zur Unterscheidung von gut und schlecht, Lust und Schmerz etc.; bliebe vielleicht noch, dann nach einem stimmigeren Begriff zu suchen anstatt 'Ursünde'....:-), dann erscheint vieles doch als recht brauchbare 'Aha-Allegorie'.
Der Film bleibt somit aus meiner Sicht auf halber Strecke stehen, wenn nicht gar etwas früher. Er ignoriert völlig, daß Evolution weitergeht und weitergeht und weitergeht....meint stattdessen ziemlich vermessen, daß bei der Ratio alles stehenbleibt.
Das Spiel der Evolution(wer möchte, kann hier auch stattdessen Wörter wie 'Gott', 'Tao', 'Essenz, die alles durchdringt' oder selbstgewählte Begriffe einsetzen....:-) läuft aber etwas anders....zumal das Universum Milliarden von Jahren ohne den Menschen zurechtgekommen ist, und früher oder später das sicherlich auch wieder tun wird.
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