...ist dieses Drama von Karel Capek. In der Schule habe ich in zwei seiner Stücke mitgespielt (u.a. auch in RUR) und seine Werke zogen unsere gesamte Theatergruppe in ihren Bann.
RUR erzählt die traurige Geschichte einer guten Absicht, die im Untergang der Menscheit endet (?). Die Idee, Roboter zu schaffen, die dem Menschen die Arbeit abnehmen, damit dieser die Möglichkeit hat, sich nur noch auf seine Entfaltung zu konzentrieren, schlägt fehl, als einige Roboter Gefühe entwickeln und selbst nach Höherem zu streben beginnen.
Aber nicht nur mit der Revolte der Maschinen werden die Menschen gestraft - die Natur nimmt ihnen diesen Pfusch am Gleichgewicht der Welt übel - die Frauen werden unfruchtbar und zahlen so den Preis für den Forscherdrang der Wissenschaft.
Capek erzählt dieses Drama anhand ausgewählter Figuren, die auf einer Insel mit den Robotern leben - sie alle haben ihre Träume, denen sie nacheifern und über die sie das eigentliche Leben vergessen.
Auch wenn dieses Stück bereits 1920 geschrieben wurde, hat es doch bis heute seine Aktualität nicht verloren. Es ist voll von philosophischen Schwermut und berührt Gedanken in uns, die sich gewiss jeder früher oder später einmal macht.
Ich verneige mich vor Karel Capek, der nun seit mehr als 10 Jahren zu meinen absoluten Favouriten gehört und kann dieses Buch wirklich nur jedem empfehlen.