Liest man die Leidensgeschichte dieses Mannes, so wundert man sich, dass er seine Jugendjahre überhaupt überlebt hat. Bei der Schilderung der vielen Torturen, die der Junge über sich ergehen lassen muss, packt einen das Mitleid - zumal, wenn man liest, wie wenig sich die Monster von Eltern um ihren Sohn kümmern, ja, ihm das Leben sogar noch schwerer machen als nötig. Man kann nur staunen, wie gefühlskalt seine Umwelt auf den kleinen Günther reagiert - am liebsten möchte man den kleinen Jungen von damals in den Arm nehmen und ihm sagen, dass alles gut wird.
Umso bewundernswerter ist es, wie der Junge zu einem Mann heranwächst und sein Leben mit Bravour meistert. So, wie er sein Schicksal annimmt und sich mit ungeheurem Lebenswillen seinen Platz in der Gesellschaft erkämpft, gebührt dem Autor allergrößte Hochachtung.
Darüber hinaus bietet das Buch einen interessanten Einblick in das Deutschland der Nachkriegszeit, und ist somit weit mehr als eine rein subjektive Leidensgeschichte. Alles in allem sehr spannend und unbedingt zu empfehlen!