Der Hintergrund des Buches ist sehr "lobenswert": Otto Nauer steht in der Öffentlichkeit als seine Frau Anna an Alzheimer erkrankt. Er entschließt sich, die Öffentlichkeit via Zeitung am Schicksal seiner kleinen Familie teilhaben zu lassen. Prima Idee, damit endlich mal mehr leute verstehen lernen, was "Demenz" und "Alzheimer" bedeuten. Allerdings hätte ich es besser gefunden, wenn in diesem Buch die Zeitungsberichte chronologisch und im Original wiedergegeben worden wären, vielleicht mit Zusatzkommentaren.
Leider wurde versucht, die Geschichte zusammenzufassen, sie ist daher ziemlich kurz geraten. Auch die Zwischeninformationen, die eigentlich eine gute Idee sind, sind zu flach - auch für nicht-Fachmänner. Das Buch sollte eher so ähnlich wie "eine überblicksartige Sammlung verschiedener kleiner Informationen über Alzheimer und Demenz" heißen... trotzdem sicher nicht das schlechteste, was je zu diesem Thema geschrieben wurde!