Wer Maxims erstes Album mochte, dem wird dieses sicherlich genauso sehr gefallen. Wie im Ersten auch, macht sich seine Stilvielfalt bemerkbar. Während in seinem Debütalbum jedoch noch eine grobe Einteilung in langsame traurige Tracks, schwungvolle Spaßtracks und tiefsinnige Reggeatracks möglich war, wird es hier schon schwieriger aufgrund der ganzen Mischungen.
Wer ein reines Reggaealbum erwartet, könnte enttäuscht werden, denn nur knapp die Hälfte aller Lieder beinhaltet Reggaebeats und unter diesen einige in uptempo. Dennoch sind darunter auch wahrhaft echte Perlen vorhanden, welche sogar fast an die absolut genialen Tracks wie "Gut gemeint" und "Täusch ich mich", seines ersten Albums, heranreichen.
Die nicht-Reggaehälfte setzt sich aus vielen unterschiedlichen Stil- und gar Musikrichtungen zusammen: So ist von Blues, Singer-Songwriter, Rock und Soul alles vorhanden, womit Maxim große Vielseitigkeit beweist.
Das Album legt sehr großen Wert auf Harmonie, was bedeutet, dass man es problemlos einige Male rauf und runter laufen lassen kann, ohne Skiptracks und ohne langweilig zu werden. Ja geradezu fällt es nicht mal auf, dass es schon wieder von vorne angefangen hat.
Zu den Texten ist zu sagen, dass das Hauptthema ganz Maximtypisch natürlich wieder die Liebe und das andere Geschlecht ist ;)
Unter den ganzen Eroberungsgeschichten in denen er sich in allerlei verschiedenen Situationen die Gunst einer Frau erwerben will, wird andererseits diesmal überraschenderweise auch eine Antihaltung eingenommen, indem Neuanfänge, nervige Exfreundinnen und hinterlistige Frauen thematisiert werden. Als Zweites großes Thema kann man die Welt bzw. das Leben an sich nennen, was hier kritisch und mit dem genügenden Tiefsinn betrachtet wird.
Für jene, welche Maxim noch gar nicht kennen ist noch seine absolut klare und schöne Stimme zu erwähnen, wie man es eigentlich bei keinem anderen Reggaeartist findet.
Mein favorit unter den Songs ist "Irgendwas mit A", dicht gefolgt von "Fass mich nicht an".
Alles in allem ein sehr gelungenes Album, welches auch einem nicht-Reggaehörer gefallen könnte. Eine Entwicklung Maxims, aber dennoch das Beibehalten seines schon bekannten Stils, ist deutlich zu sehen.
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