Kurzbeschreibung
Endlich zurück: Um ihr frisch renoviertes Haus in der Toskana so richtig genießen zu können, haben sich Frances Mayes und ihr Mann ein ganzes Jahr Auszeit genommen. Sie versuchen sich als Gärtner, erleben den Lauf der Jahreszeiten und tauchen ein in das sinnenfrohe italienische Leben, das nicht umsonst 'la dolce vita' heißt.
Klappentext
Die Wiedersehensfreude der Bewohner der Etruskerstadt Cortona versöhnt die zurückkehrenden Amerikaner sogar damit, dass die Natur in Bramasole erneut ihr Recht gefordert hat; mehr als zehn von ihnen gepflanzte Olivenbäume sind eingegangen, und im Haus funktioniert keine einzige Wasserpumpe - traurig zwar, aber eine Lappalie im Vergleich zu den Mühen, die Frances Mayes in ihrem ersten Toskana-Buch "Das Paradies heißt Bramasole" beschrieb. Noch immer drückt der Name ihres Anwesens "Bramasole" genau aus, was sie und ihr Mann empfinden: etwas, das sich nach Sonne sehnt. Erneut und mit verfeinertem Gespür für die landestypischen Besonderheiten erforschen sie die kulinarischen Raffinessen der Region, schwelgen in ihrer so einfachen wie exzellenten Hausmannskost, und immer wieder sind da die Menschen, die die beiden Amerikaner mit überwältigender Herzlichkeit aufgenommen haben und an deren Leben sie nun teilnehmen, als hätten sie schon immer dazugehört - etwa bei einem Kommunionsfest, auf dem insgesamt sechs Köche für das Wohl der Gäste sorgen. Ganz bewusst erleben die beiden Wahl-Italiener diesmal den Wechsel der Jahreszeiten mit. In der Zeit des Primavera, wenn das erste frische Frühlingsgrün sprießt, probieren sie den anfangs gewöhnungsbedürftigen, dann aber köstlich bitteren rohen Spargel, und Mayes stellt fest, dass die Italiener trotz ihres berühmten "süßen Zahns" eine Vorliebe für herbe Speisen haben und überdies ein paar zusätzliche Geschmacksnerven. Als ihnen der toskanische Frühling zu kalt, verregnet und trüb erscheint, reisen sie spontan nach Sizilien. Stets von dem Gedanken beseelt, wie sie die Entdeckungen vor Ort in ihrem geliebten apricotfarbenen Haus im Chiana-Tal umsetzen können, durchstreifen sie die Märkte von Palermo, erkunden die kunstvoll verzierten Kirchen und stellen überraschende regionale Unterschiede zwischen der Toskana und dem Süden fest. Wieder daheim, ist für die begeisterte Köchin das vielleicht schönste Souvenir ein typisch sizilianisches Menü: Pasta al Limone, Zackenbarsch im Salzmantel und Zucchini mit Minze, als krönenden Abschluss Zitronen-Pie mit gerösteten Mandeln. Die Renovierung des Hauses ist fast abgeschlossen, und das Paar kann endlich Gäste aufnehmen - nicht immer ein ungetrübter Genuss: Mancher weit Gereiste lässt sich nur bedienen und rührt selbst keinen Finger, wohl in der Annahme, dass auch das Leben der beiden Amerikaner ein Dauerurlaub sei, schließlich wohnen sie in Italien, dem Land des "dolce far niente"; vor solchen Schmarotzern flüchtet man am besten bis ins Veneto. Doch Gott sei Dank gibt es auch die Gäste, die morgens auf dem Markt Erdbeeren kaufen und dann voller Begeisterung ihre umfangreiche Besichtigungsliste zücken, auf der selbst die Gastgeber noch Neues entdecken. Im Sommer stellt sich Mayes einer Aufgabe, die sie bereits während des ungemütlichen Winters in San Francisco beflügelte: Sie möchte das Land um Bramasole mit ihren eigenen Händen in einen Garten Eden verwandeln. Inspirieren lässt sie sich durch die üppigen Rosen im Roseto Botanico von Cavriglia, durch die strenge Formensprache der Gärten der Medici und nicht zuletzt durch die liebevoll und traditionsbewusst gestalteten Gärten ihrer Nachbarn in Cortona. Sie legt ausgedehnte Kräuter- und Gemüsebeete an, pflanzt Bäume - langsam wachsende Kastanien und Zypressen, aber auch Kirschen und Granatäpfel, die ihr schon in absehbarer Zeit Freude bereiten werden -, und kein Besuch bei dem befreundeten Gärtner vergeht ohne den Kauf eines neuen duftenden Rosenstocks. Damals bei ihrem ersten Aufenthalt in der Toskana wagten Mayes und ihr Mann ein unkalkulierbares Abenteuer, als sie ein Anwesen kauften, das rund 10 000 Kilometer von ihrem ständigen Wohnsitz entfernt war. Doch mit viel Mühe, Liebe und mit ihrer Begabung, jedes große und kleine Erlebnis zu einem Fest zu machen und all die notwendigen Verrichtungen im Haus zu einem besonderen Ritual, eignete sich Frances Mayes ihre ganz persönliche neue Welt an. Sie setzte einen Traum in die Wirklichkeit um und lädt ihre ständig wachsende Fangemeinde ein, diesen verwirklichten Traum mitzuträumen: das ideale Geschenkbuch für Reisende und Daheimgebliebene mit Fernweh.
Über den Autor
Frances Mayes hatte bereits zahlreiche Reise- und Kochbücher verfasst, als ihr erstes Toskana-Buch 'Das Paradies heißt Bramasole' ein Welterfolg wurde. Sie lebt abwechselnd in San Francisco und Cortona und schreibt an ihrem ersten Roman.