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Doch wahre Geschichten sind oft spannender als ein Krimi. Diesen Beweis erbringt der altgediente Pathologe Hans Bankl. Unter dem bezeichnenden Titel Im Rücken steckt das Messer erzählt er locker und amüsant aus seiner Praxis und der Geschichte der Gerichtsmedizin. Er spannt dabei einen weiten Bogen vom Altertum bis zur Gegenwart. Beschreibungen von der Arbeit am Tatort oder am Obduktionstisch garniert er mit zahlreichen Beispielen prominenter und weniger bekannter Todesfälle. Josef Mengele, Karl Lütgendorf oder Napoleon werden herangezogen, ebenso wie der Dichter Emile Zola oder Mozart. Dabei kann Bankl so richtig aus seinem Erfahrungsschatz schöpfen, denn er konnte schon einige Male falsche Todesursachen von prominenten Verstorbenen richtig stellen.
Mit dieser Sammlung legt Bankl auch ein Resümee seiner langjährigen Arbeit vor, streut reichlich Anekdoten bei, die manchmal wohligen Schauder verbreiten und scheut sich nicht vor drastischen Beschreibungen. Genauer widmet er sich unter anderem den Giftmorden, die deshalb von einer Aura des Geheimnisvollen umgeben sind, weil sie so schwer nachzuweisen waren.
Obwohl Bankl von der Gerichtsmedizin und ihren Möglichkeiten alles aufzuklären, überzeugt ist, gibt er schließlich doch einige Praxistipps wie man einen Mord anlegen sollte, um ihn "perfekt" durchzuführen. Zu den vier Grundregeln zählen, Augenzeugen und Mitwisser vermeiden, keine Spuren hinterlassen und nicht sofort im Kreis der Verdächtigen auftauchen. Dann folgen Erläuterungen zu passenden Tatwaffen und möglichen Vertuschungen von Todesfällen. Wenn man alles befolgt, sollte es klappen. Auf alle Fälle ist Bankls Buch eine gute Grundlage, um Krimis mit anderen Augen lesen zu können. --Tobias Hierl -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ganz nett,
Von
Rezension bezieht sich auf: Im Rücken steckt das Messer: Geschichten aus der Gerichtsmedizin (Taschenbuch)
Nette, wenn auch etwas ungeordnete Anekdotensammlung aus der Geschichte der Gerichtsmedizin. Darunter befinden sich prominente Selbstmörder, die Unterscheidung zwischen Selbstmord und inszeniertem Selbstmord, Unfälle, die aus Vorurteilen heraus zu Morden stilisiert wurden etc. Bankl berichtet kaum aus eigener Erfahrung, dadurch bekommt die Sammlung einen recht geringen Informationswert. Ein Aha-Effekt stellt sich kaum ein. Allerdings hat Bankl einen amüsanten Schreibstil. Zum so-mal-zwischendurch-lesen reichts.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Geniales Buch --- spitzen Aufarbeitung und heitere Anektoten,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Im Rücken steckt das Messer: Geschichten aus der Gerichtsmedizin (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir dieses Buch aufgrund einer Empfehlung aus dem Bekanntenkreis gekauft und habe es gelesen.Hans Bankl stellt hier seine Arbeit dar und erklärt die Gerichtsmedizin sehr genau und leicht verständlich. Anhand von vielen Anektoten erklärt er Fehler der Vergangenheit und die Grundliagen der Gerichtsmedizin. Ist für jeden interessant der sich für Patalogie interessiert und ein wenig in die kriminologie eintauchen will. Sogar anhand von berühmten Persönlichkeiten zeigt er auf wie sie zu Tode gekommen sind und warum die Fälle in der Vergangenheit falsch oder unzureichend Unterschucht und aufgeklärt wurde(n). Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Auch interessant für Otto-Normalverbraucher,
Rezension bezieht sich auf: Im Rücken steckt das Messer: Geschichten aus der Gerichtsmedizin (Gebundene Ausgabe)
Gratulation an den Autor! Ein gelungenes Buch, bei dem man aus dem Staunen und Schmunzeln nicht herauskommt. Die Ausdrucksweise des Autors ist einfach, kein medizinischer Kauderwelsch, der nur von Insidern zu verstehen ist. Alles in allem, ein unterhaltsames Buch, das aber auch zum Nachdenken anregt.
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