Dass der Autor Kriegsberichterstatter war, mag der Grund dafür sein, dass der Inhalt einen stark an diese Wehrmachtsheftchen erinnert, in denen diversen Schlachten des 2. Weltkrieges nachgeschwärmt wird: "Ein Panzerjäger kroch von hinten an einen der Panzer heran und befestigte eine T-Mine. Er zog den Zünder; wenige Augenblicke später war der Panzer nur noch ein brennendes Wrack. Der zweite Panzer feuerte immer noch. Die letzten von Peipers 88ern zielten genau auf die Mündung und schossen - der weg war frei."
Die einzelnen Kapitel, die sich jeweils einem meteorologischen Ereignis i.Z. mit berühmten Schlachten der Weltgeschichte widmen, sind dermaßen langatmig, dass ich mitunter während des Lesens zur Kapitelüberschrift zurückblättern mußte, um nachzusehen, um welches Wetter-Thema es eigentlich ging.
Dazu stört mich, dass in die Schilderungen willkürlich erdachte Personen und Szenen en masse eingestreut und mit realen Geschehnissen vermischt sind, dass ich mir zeitweise völlig unsicher darüber war, was im Text überhaupt noch mit wahrem Zeitgeschehen zu tun hat. Ich hatte öfter das Gefühl, einen billigen Historien-Roman zu lesen anstatt ein Sachbuch.
Und zuletzt: Was hat sich die verantworliche Person bei der Gestaltung des Buchcovers gedacht? Ein absolut zusammenhangloses Bild aus einem Asterix-Comic!