ist das nicht selten mit Schwierigkeiten verbunden!
Räuber Raffi aus dem Rumpelsteiner Wald ist Kleptomane. Und weil man sich Freunde (leider oder zum Glück!) nicht klauen kann, steht er auch fast alleine da. Nur die dicke Elster Berta leistet ihm regelmäßig Gesellschaft. Als sie ihm eines Tages davon erzählt, dass die Prizessin Walburga auf Burg Rumpelstein demnächst Geburtstag feiern wird, ist Raffi Feuer und Flamme. Die beiden beschließen, sich einfach selbst einzuladen. Eine Verkleidung ist bald gefunden (warum schwierig, wenn's auch einfach geht :). Auf dem Fest mischen sich die beiden unters Volk, plündern zunächst Walburgas Kemenate und schließlich klaut Raffzahn Raffi auch noch den Brustpanzer des badenden Ritters Rudi. Weil er den Hals nicht voll kriegt, muss auch noch die Krone geklaut werden - und zwar direkt vom Kopf des Geburtstagskindes. Dieser unfeine Zug ist allerdings doch eine Spur zu dreist - er wird ertappt. Die Flucht misslingt, weil der Brustpanzer zu schwer ist. Raffi landet im Burggraben und die Prinzessin hilft ihm auch noch dabei, rauszukommen. Und die Moral von der Geschicht: Beklaue andre Leute nicht! Vor allem dann nicht, wenn sie gute Freunde sein können.
Weil Raffi einsichtig ist, hört er sogar auf mit dem Klauen und lädt die Prinzessin und den Ritter zu sich nach Hause ein. Und sie bringen ihm sogar Geschenke mit!
Räuber Raffi ist eigentlich von Grund auf sympathisch. Raffgier ist ja nicht nur bei Kindern, sondern durchaus auch bei Erwachsenen weit verbreitet. Hier wird gezeigt, was sie für Folgen haben kann und wie man sich vernünftigerweise verhalten sollte. Die Geschichte ist witzig erzählt und eignet sich auch schon für kleine Zuhörer ab etwa drei Jahren. Besonders schön finde ich die "üppigen" Illustrationen. Vor allem die Burgszenen eignen sich hervorragend als Wimmelbilder.
Sehr zu empfehlen!