'ich kann kein Unrecht leiden
kann mich nicht beugen
lieber gehe ich selber zu Grunde'
(Matthias Kneißl)
Toll hat er das gemacht, der Rosi!
"Wer früher stirbt..." war super, "Schwere Jungs" nicht schlecht, aber auch nicht so wirklich toll (habe mir schon Sorgen gemacht), mit "Beste Zeit" und "Beste Gegend" ging's wieder aufwärts, und der "Räuber Kneißl" ist perfekt geworden: ein bayerischer Western, wie üblich mit dem passenden coolen Soundtrack von Gerd Baumann, mitreißend, lustig, traurig, dramatisch.
Maximilian Brückner ist großartig als Räuber Kneißl (den ich nicht unbedingt als den "bayerischen Robin Hood" bezeichnen würde), auch die anderen Hauptrollen und viele der Nebenrollen sind einfach toll besetzt:
Da hätten wir zum Beispiel einen meiner Münchner Lieblings-Kabarettisten, Andreas Giebel als Pfarrer (ihn in dieser Rolle würde man gerne in einem anderen Film wiedersehen),
Maria Furtwängler sehr intensiv als Kneißls Mutter,
Thomas Schmauser als fieser Gendarm Förtsch,
Tilo Brückner als Schreiner Christof,
Stephan Zinner als Kneißls lebenslustiger Freund Edi Holzleitner, der ihn letztendlich ins Unglück stürzt,
Rosalie Thomass (die Jo aus der "Beste..."-Serie) als Edis Freundin Eleni,
Christian Lerch als der nette, unbedarfte Anton,
Adele Neuhauser als Martha Danner, die Mutter von Mathilde, Kneißls großer Liebe,
Sigi Zimmerschied als der zwielichtige Flecklbauer,
Sehr gut gefallen hat mir auch das "Making of", weil man es den Beteiligten tatsächlich abgenommen hat, dass es sehr angenehme Dreharbeiten in familiärer Atmosphäre waren.
Einziger Wermutstropfen für mich persönlich: dass die meisten Aufnahmen nicht an den Originalschauplätzen (immerhin nur ein paar Kilometer von meinem Heimatort entfernt!) gefilmt werden konnten - weil's da halt nicht mehr so "unzivilisiert" aussah wie zu Kneißls Zeiten.