Somoza, geboren in Havanna auf Kuba, lebt seit einigen Jahren in Spanien und hat sich dort mit Theaterstücken und Büchern einen Namen gemacht, die alle mit wichtigen Literaturpreisen ausgezeichnet wurden.
Gerade daher verwundert es, ein eher schwaches Buch wie "Das Rätsel des Philosophen" zu lesen. Im Wesentlichen geht es erstmal darum, daß ein junger Mann tot aufgefunden wird in den Wäldern. Alles deutet zunächst daraufhin, daß er von Wölfen getötet wurde. Nur dem aufmerksamen Augen von Herakles Pontor entgeht eine Kleinigkeit nicht und so nimmt er seine "Ermittlungen" auf. Von Beruf her ist er Rätsellöser und sein Nebenpart in diesem Buch ist Diagoras, der Philosoph. Letztenendes gibt es noch mehr Tote und eine Einführung in die philosophische und Sektenwelt des alten Athens.
Was sich am Anfang als Fußnoten eines Übersetzers ausgibt, entwickelt sich zu einem zweiten Handlungsstrang. Beide verweben sich erst auf den letzten Seiten des Buches. Man mag es als tolle Idee gelten lassen, für mich war es einfach nur nervig und wenn nicht meine Freundin das Buch vor mir gelesen und gesagt hätte, es wird nochmal spannend, hätte ich es spätestens zur Mitte weggelegt.
So hat es doch noch ein überraschendes Ende, daß für manches entschädigt, aber so wirklich retten konnte es das Buch im Ganzen nicht mehr retten. Schade, die anderen Bücher von Somoza sind eindeutig besser.