Renisenb kehrt nach dem Tod ihres Mannes wieder zu ihrer Familie an den Nil zurück. Ihr Vater Imhotep ist ein angesehener und vermögender Priester und versucht die Aufgaben so gerecht wie möglich an seine drei Söhne Yahmose, Sobek und Ipy zu verteilen. Und als ob es nicht genug Neid und Eifersucht diesbezüglich geben würde, nachdem Imhotep neu geheiratet hat und die junge und wunderschöne Nofret ins Haus bringt, gerät alles völlig ausser Kontrolle, sogar ein Mord geschieht. Renisenb kann kaum fassen, wie sehr sich ihre Familie verändert hat und dass die weiteren tödlichen Geschehnisse vielleicht sogar von einer Person ausgehen. Wer von ihren Lieben wäre zu soviel Hass fähig?
Agatha Christie versetzt hier ihre Handlung mal ins alte Ägypten, eine durchaus unterhaltsame Abwechslung zum sonstigen Großbritannien. Ansonsten ist alles gleich geblieben, eine sehr ausgefeilte Beschreibung der Charaktere, eine genaue Vorstellung der handelnden Personen am Anfang, dann geschieht ein erster Mord und alle stehen unter Verdacht. Mit weiteren Leichen grenzt sich der Kreis der Verdächtigen dann langsam ein und der Leser darf miträtseln, bis am Ende der wahre Täter enttarnt wird. Hier werden Mythen und Aberglauben mit tatsächlichen Verbrechen vermischt und die Geschichte war zumindest für mich durchaus realistisch beschrieben. Fazit: Ein wieder sehr lesenswerter Krimi der Queen of Crime, auch ohne Poirot und Marple!