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Quo vadis?: Vollständige Ausgabe [Taschenbuch]

Henryk Sienkiewicz
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

2000
Rom zu Zeiten Kaiser Neros: Der mordende Imperator versucht, durch die Christenverfolgung seine Herrschaft zu retten. Als der Römer Vinicius sich in die Christin Lygia verliebt, gerät das Paar ins Zentrum des dramatischen Konflikts.Der polnische Literaturnobelpreisträger Henryk Sienkiewicz schuf mit diesem Werk einen der letzten Klassiker des historischen Romans - jetzt in unserer Sonderedition.Das opulente Werk basiert auf intensiven Quellenstudien. Seinem Autor geht es aber nicht nur um die Beschreibung der römischen Welt, sondern, »weil er dem Volk ins Herz schaut«, auch um die Schilderung etwa des Martyriums der Christen oder des großen Brands und um das Pathos einer tiefen Leidenschaft. So ist ein Klassiker unter den historischen Romanen entstanden, für den Sienkiewicz 1905 den Nobelpreis erhielt. Mit einer Nachbemerkung, Glossar und Anmerkungen.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 621 Seiten
  • Verlag: dtv (2000)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423128259
  • ISBN-13: 978-3423128254
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,9 x 4,5 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (26 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 969.814 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Quo vadis?
OT Quo vadis? OA 1896 (Vorabdruck 1895 in Gazeta Polska) DE 1899 Form Roman Epoche Realismus
Der Roman Quo vadis? von Henryk Sienkiewicz ist eines der spektakulärsten Werke der polnischen Literatur. Sowohl in Polen als auch in anderen europäischen Ländern wurde er gleich nach seinem Erscheinen vom Lesepublikum mit großer Begeisterung aufgenommen, die Kritik hingegen reagierte zurückhaltend bis empört.
Inhalt: Quo vadis? spielt zur Zeit Neros (54–68) in Rom. Der junge Patrizier Vinicius verliebt sich in Lygia, Christin und Tochter des Lygierkönigs, die in Rom als Geisel gehalten wird. Diese flieht mithilfe ihres Dieners Ursus vor den Zudringlichkeiten von Vinicius zu ihren Glaubensbrüdern. Als Vinicius sich entscheidet, zum Christentum überzutreten, um Lygia zu gewinnen, lässt Nero Rom anzünden: Er sitzt an einem Werk über den Untergang Trojas und erhofft sich vom Brand der Stadt dichterische Inspiration. Die Tat lastet er den Christen an. Bei der nun einsetzenden Christenverfolgung werden Lygia und Vincius verhaftet und für den Zirkus bestimmt. Ursus rettet Lygia von den Hörnern des Auerochsens, woraufhin sie und Vinicius begnadigt werden und zueinander finden.
Zentrale Idee und Fokus des Werks ist die Legende, nach der der Apostel Petrus auf der Flucht vor der Christenverfolgung und dem zu erwartenden Martyrium Christus begegnet und ihn fragt, »Domine, quo vadis?« (»Herr, wohin gehst du?«). Christus antwortet, er gehe nach Rom zu seinem verlassenen Volk, um sich ein zweites Mal kreuzigen zu lassen. Beschämt kehrt darauf Petrus in die Stadt zurück und teilt das Schicksal der Christen.
Quo vadis? ist im doppelten Sinne das Buch eines zu Ende gehenden Zeitalters. Das dekadente, gleichzeitig jedoch von Leben pulsierende Rom Neros befindet sich auf dem Höhepunkt seiner Macht. Ihm wird die tugendhafte und sehr junge Christengemeinde gegenübergestellt. Der Konflikt zwischen den beiden Welten ist auch ein Konflikt zwischen materieller und geistiger Macht. Die römische Zivilisation krankt am Sittenverfall der Elite, an dem sie auch zu Grunde gehen wird. Der wahnsinnige Kaiser muss zu Gunsten der christlichen Welt abtreten. Da diese aber im Buch keinen würdigen Vertreter findet (Lygia bleibt in dem Roman eher blass), ist Quo vadis? eher der Abschied von einer untergehenden Welt als die Begrüßung des Neuen.
Aufbau: Quo vadis? ist ein Beispiel für einen mustergültig konstruierten Roman. Der romantische Handlungsfaden der Liebesgeschichte zwischen Vinicius und Lygia ist eng verflochten mit dem Handlungsfaden der Christenverfolgung. Mit diesen beiden Hauptsträngen sind verschiedene elegant geführte Nebenstränge verzahnt, die den Leser an den Hof Neros, in den Palast des Petronius, in die römischen Vorstädte usw. führen. Zahlreiche monumentale Bilder wie das brennende Rom, das Amphitheater mit den Gladiatoren oder die Christenverfolgung werden in einer archaisierenden und zugleich anschaulichen Sprache dargestellt.
Wirkung: Der Erfolg von Quo vadis? war groß; der Roman wurde in über 40 Sprachen übersetzt, für die Bühne adaptiert, als Oper aufgeführt (Vertonung durch Henry Cain, Text von A. S. J. Brenon, Uraufführung London 1911) und mehrfach verfilmt (u. a. 1951 mit Peter Ustinov in der Rolle des wahnsinnigen Nero und Deborah Kerr als Lydia).
1905 erhielt Sienkiewicz für Quo vadis? überraschend den Literaturnobelpreis – überraschend insofern, als damit ein Werk in einer Sprache ausgezeichnet wurde, deren Träger keinen eigenen Staat besaßen und die seit über 100 Jahren keine Amtssprache mehr war. Gleichzeitig war der Roman Anlass für eine weit über Polen hinaus gehende Kampagne gegen Sienkiewicz. Dem Autor wurde intellektuelle Oberflächlichkeit, Unkenntnis der historischen Begebenheiten und Plagiat vorgeworfen. Auf Quo vadis? geht schließlich das berühmte Diktum von Witold R Gombrowicz zurück, nach dem Sienkiewicz unbestritten der erste unter den zweitklassigen Schriftstellern sei. S. M.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Henryk Sienkiewicz (Ps. Litwos) wurde 1846 in Wola Okrzejska, Polen, geboren und starb 1916 in Vevey Schweiz. 1905 wurde er für »Quo vadis?« mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klassisches monumentales Epos 24. November 2009
Format:Taschenbuch
Eines gleich vorweg: Auf die mangelhaften Ausgaben von "Quo vadis" (Setzfehler etc.), die von einigen Rezensenten zu Recht kritisiert worden sind, ist man dank dieser dtv Ausgabe nicht mehr angewiesen.

Der Roman "Quo vadis" hat bei mir einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen, wobei der positive Eindruck letzten Endes doch überwogen hat. Die Stärken dieses Romans liegen in der Fähigkeit des Autors Charaktere von unvergesslicher Plastizität zu zeichnen (Petronius, Nero und seine Höflinge, Chilon...) sowie in den großartig geschilderten Massenszenen wie z.B. dem Gastmahl Neros, dem Brand Roms etc. Außerdem steht einem Lesegenuss auch in sprachlicher Hinsicht nichts im Wege, der gelungenen deutschen Übersetzung sei Dank.

Sienkiewicz will in seinem Werk vor allen Dingen aufzeigen, dass die "verrohte und menschenverachtende" Welt des ersten nachchristlichen Jahrhunderts das Christentum als einzig mögliche Alternative zu einer besseren Gesellschaftsordnung besitzt. Und das ist meiner Ansicht nach auch der Schwachpunkt des Romans. Für meinen Geschmack idealisiert Sienkiewicz die Christen zu sehr; alles blasse, eindimensional-tugendhafte Charaktere. Daraus resultiert auch so manche Schwäche des Buches.

Insgesamt hebt sich der Roman "Quo vadis" deutlich vom Mittelmaß ab, wenngleich er sicher nicht der ultimative historische Roman ist, wie oft behauptet wird.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Monumentales Epos 11. April 2005
Von Kein Name
Format:Gebundene Ausgabe
Der junge römische Militärtribun Marcus Vinicius verliebt sich in die schöne Christin Lygia, die bei ihren strengen Adoptiveltern am Stadtrand von Rom lebt. Er weiß nicht, was er tun soll und so bittet er seinen Onkel Petronius, den berühmte Schriftsteller, der das Satyricon mit dem Gastmahl des Trimalchio verfasst hat, um Rat. Da dieser eine Heirat mit einer Ausländerin für nicht standesgemäß hält und die Schöne die Liebe des Vinicius bislang noch nicht erwidert hat, bittet Petronius den Kaiser Nero, dessen Berater er ist, die Christin zu entführen und seinem Neffen zu schenken. Das Vorhaben misslingt jedoch und Lygia schafft es mit Hilfe ihres Dieners Ursus, einem Berg von einem Mann, zu fliehen, als sie vom Kaiserpalast zum Haus des Vinicius gebracht werden soll. Der Militärtribun, blind vor Verlangen, selbstsüchtiger Liebe und Wut begibt sich auf die Suche nach ihr und kommt dabei immer mehr mit einer neuartigen, in Rom verachteten Sekte, den Christen, in Berührung. Immer mehr findet er sich zu diesem neuen Glauben hingezogen und lernt schließlich Lygia über sein dumpfes Verlangen hinaus wirklich zu lieben. Schließlich findet er sie nach langer Suche, doch nun beginnen die Probleme erst richtig: Nach dem großen Brand von Rom hat Kaiser Nero, weil er um den Verdacht von sich selbst abzulenken und einen Sündenbock sucht, mit der ersten Christenverfolgung begonnen. Schnell sind Lygia und ihre Glaubensbrüder in großer Gefahr, denn verhaftet zu werden bedeutet im Circus zu sterben...
Henryk Sienkiewicz hat mit Quo vadis ein monumentales Epos über die Zeit des Kaisers Nero (54-68) und die erste Christenverfolgung geschaffen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Diese Geschichte enthält absolut alles was ein gutes Buch ausmacht: Interessanter geschichtlicher Hintergrund, Spannung, faszinierende und lebendige Charaktere und eine Liebesgeschichte, die diesen Namen auch wirklich verdient. Der junge Marcus Vinicius, ein gefeierter römischer Soldat, begehrt die junge Lygia. Wie sich dieses Begehren in echte Liebe verwandelt und Marcus dabei zum Christen wird, darum geht es hauptsächlich in diesem Buch. Auch wenn man kein gläubiger Christ ist (sowie ich) wird man diese Wandlung interessant und glaubwürdig finden. Mir ist durch dieses Buch die Faszination des Christentums und ihr letztendlicher Sieg über den Vielgötterglauben in Rom überhaupt erst klar geworden. Leider werden heute solchen epischen Meisterwerke nicht mehr geschrieben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte in eine spannende Geschichte gekleidet 13. August 2010
Format:Gebundene Ausgabe
"Quo Vadis" ist ein Roman, der alle Zutaten eines historischen Abenteuerromans enthaelt und neben Spannung und Abenteuer Informationen und Zusammenhaenge geschichtlichen Ursprungs enthaelt. Die Grundlage der Geschichte, die zur Zeit Neros spielt, ist die Liebe des Patriziers Vincius zu der Christin Lygia, deren christlicher Glauben zunaechst staerker ist als ihre Liebe. Rom befindet sich auf dem Hoehepunkt seiner Macht und laesst den sich anbahnenden Untergang erkennen, der sich in der Dekadenz Roms und seiner Bewohner manifestiert. Auf der anderen Seite eine neue, dynamische Bewegung, die die etablierten Kraefte Roms bedroht und von diesen zur Verfolgung freigegeben wird. In diesem Umfeld finden Vincius und Lygia zusammen. Ihre Liebesgeschichte bildet den einen Hauptstrang der Geschichte, diesem gegenuebergestellt wird die Verfolgung der Christen. Viele kleine Erzaehlstraenge sorgen fuer die Komplexitaet, die der im Roman abgehandelten Zeit gerecht wird. Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, die Handlung jederzeit nachvollziehbar und sehr spannend. Obwohl das Werk mehr als 100 Jahre alt ist, ist die Uebersetzung sehr gelungen und keineswegs ein Hinderungsgrund den Roman zu lesen. Empfehlenswert.
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5.0 von 5 Sternen "Wie die Welt, so der Cäsar"
Nach seiner Rückkehr aus dem armenischen Krieg verliebt sich der Patrizier und Feldherr Marcus Vinicius in die in Rom als Geisel gehaltene Königstochter Lygia. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von tabula_rasa2605 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Fesselt auch nach Jahren
Ich habe Quo vadis vor über 30 Jahren als ganz junges Mädchen gelesen und wollte es jetzt, bevor ich es "entsorge" noch einmal lesen. Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von Maria veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Klassiker
Zwar erhielt Henryk Adam Aleksander Pius Sienkiewicz der Literatur-Nobelpreis nicht für diese Werk, so ist diese Buch trotzdem eben dass, was man von einem... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juni 2012 von Thomas K. Znarowski
5.0 von 5 Sternen sehr schönes und aufregendes Buch
Das Buch hat mir sehr gut gefallen !! Es geht um den Kaiser Nero und seine Verfolgung von Christen. Eine Aktion voll mit Blut, Grausamkein und Schmerz. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. April 2012 von Tea
5.0 von 5 Sternen Fische fängt man mit Ködern und Christen mit Fischen
Rom 64 n. Chr. Der junge Patrizier Marcus Vinicius verliebt sich in die Ligia eine Geisel aus königlich lygischem Hause, die von ihren Zieheltern wie ein eigenes Kind geliebt... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2011 von callisto
5.0 von 5 Sternen Faszinierend
64 nach Christus. Kaiser Nero herrscht mit Terror über Rom. In einer Zeit, in der sich kaum einer seiner Haut sicher sein kann, verliebt sich der Tribun Marcus Vinicius in die... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 29. Mai 2011 von ccheesy
3.0 von 5 Sternen Man macht eigentlich nichts falsch, egal, ob man es liest oder nicht!
Rom zur Zeit Kaiser Neros. Der Sittenverfall hat auf dem Höhepunkt von des Kaisers Macht Einzug gehalten. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. November 2009 von deathdealer92618
1.0 von 5 Sternen Als Hörbuch nicht zu empfehlen
Leider passiert es mir immer wieder, daß ich Hörbücher kaufe, die stark gekürzt sind, ohne daß dies vom Verlag deutlich deklariert wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 16. Juli 2009 von Lutz Berthold
3.0 von 5 Sternen Inhalt gut, Ausführung schlecht
Sehr gut geschrieben, wie immer viel besser als der Film. Aber die vielen Fehler im Text ärgern doch sehr. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 14. April 2009 von BeaLu
4.0 von 5 Sternen furioses Finale
Quo vadis ist einerseits ein Sittengemälde des alten Roms, das es in sich hat, andererseits die Liebesgeschichte des Legionärs Marcus Vinicius, der sich in eine Christin... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 13. Dezember 2007 von helmut seeger
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