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Quitt. [Broschiert]

Theodor Fontane
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Broschiert, 1996 --  
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Kurzbeschreibung

1996
Förster Opitz mit dem scharfen Blick und dem Eisernen Kreuz ist auf seine Würde ebenso bedacht wie auf die Unantastbarkeit der bestehenden Ordnung. Zwischen ihm und Lehnert Menz, dem grüblerischen Wilddieb, der nichts so haßt wie aufgeblasenes Autoritätsgehabe und nichts so fürchtet, wie noch einmal ins Gefängnis gesteckt zu werden, kann es keinen Frieden geben. Die auffällig minutiöse Beschreibung der Wege durchs Gebirge, in einsame Regionen oder zu den von Sommergästen belebten Bauden, verstärkt im Leser das Gefühl eines unausweichlichen Zusammenstoßes. Nach der Tat flieht Lehnert Menz den Schauplatz des Geschehens; er läßt die Heimat, ja den Kontinent hinter sich, um in der Weite Nordamerikas zum Frieden mit sich selbst zu finden. Christina Brieger thematisiert in ihrem Kommentar ein Grundthema Fontanescher Erzählkunst - das Problem der Grenzüberschreitung. Die Herausgeberin verfolgt die Entstehungsgeschichte des Romans, dessen Abdruck in der populären "Gartenlaube" dem Autor zwar ein erfreulich hohes Honorar einbrachte, dem Publikum aber eine verstümmelte Fassung präsentierte. Erst mit der Buchausgabe von 1890 lag den Lesern der autorisierte Text vor. Ihm folgt die vorliegende kritische Neuausgabe buchstaben- und zeichengetreu. Mord im Riesengebirge oder: Schuld und Sühne auf deutsch
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Broschiert: 297 Seiten
  • Verlag: Dtv (1996)
  • ISBN-10: 3423023783
  • ISBN-13: 978-3423023788
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.168.116 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Theodor Fontane (1819 -1898) ist der bedeutendste Erzähler des literarischen Realismus. Der gelernte Apotheker machte mit 30 Jahren das Schreiben zum Beruf, zunächst als Journalist und Theaterkritiker. Erst spät begann er erfolgreich Romane und Erzählungen zu schreiben.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

QUITT

Die Kirche war noch nicht aus, aber die alte Frau Menz und ihr Sohn Lehnert - ein schlanker, hübscher Mensch von siebenundzwanzig, dem man, auch ohne seine Siebenziger Kriegsdenkmünze (neben der übrigens auch noch ein anderes Ehrenzeichen hing) den altgedienten Soldaten schon auf weite Entfernung hin angesehen hätte - hatten den Schluß des Gottesdienstes nicht abgewartet und saßen bereits draußen auf einem großen Grabstein, zu dessen Häupten eine senkrechtstehende Marmorplatte mit einer Christi Himmelfahrt in Relief in die dicht dahinter befindliche Kirchhofsmauer eingelassen war. Der Sohn, der schon während einer ganzen Weile mit der Kante seiner Stiefelsohlen allerlei Rinnen in den Sand gezogen hatte, war augenscheinlich verstimmt und vermied es, die Mutter anzublicken, die ihrerseits ängstlich vor sich hinsah und darauf wartete, daß der Sohn reden solle. Dazu kam es aber nicht, und so hörte man denn nichts als die letzte Liederstrophe, die drinnen eben gesungen wurde. Sonst war alles still. Der grelle Sonnenschein lag auf den Gräbern, die Schmetterlinge flogen dazwischen hin und her, und über dem Ganzen wölbte sich der tiefblaue Himmel und versprach einen heißen Tag.

Endlich nahm die Mutter ihres Sohnes Hand. Er zog sie aber unwirsch wieder zurück und sagte: »Ach laß, Mutter. Du meinst es gut. Aber was hab' ich davon? Eigentlich bist du doch schuld an allem, weil du nicht weißt, was du willst, und auch nie gewußt hast. Auf Paschen und Wildern hast du mich erzogen, und wenn's dann schief geht und du's mit der Angst kriegst, dann steckst du dich hinter Siebenhaar und jammerst ihm was vor, und der soll dann mit einemmal einen Heiligen aus mir machen.«

»Du weißt ja doch, Lehnert, was er alles für dich getan hat.« »Weiß alles.


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ich liebe Fontane ... 8. Juni 2004
Format:Broschiert
...auch wenn ich ihm diesmal nur 3 Sterne gebe.
Quitt ist ein typischer Fontane. In seiner einfachen und wunderbaren Sprache beschreibt er die Landschaften und die Menschen. Er zeichnet die Charaktere und zeigt deren Entwicklung.
Aber warum nur 3 Sterne? Manche Szenen schienen mir irgendwie unvollständig. Ich erwartete noch etwas, aber dann ging die Handlung schon weiter. Und auch vom Ende hatte ich mir mehr versprochen.
Trotzdem 3 gute Sterne für einen sehr unbekannten Roman von Fontane.
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