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Quills - Macht der Besessenheit

Geoffrey Rush , Kate Winslet , Philip Kaufman    Freigegeben ab 16 Jahren   DVD
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Geoffrey Rush, Kate Winslet, Joaquin Phoenix
  • Regisseur(e): Philip Kaufman
  • Komponist: Stephen Warbeck
  • Format: Dolby, PAL, Widescreen
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Englisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 21. August 2009
  • Produktionsjahr: 2001
  • Spieldauer: 119 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B002BYNZPK
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 5.020 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Frankreich im Jahre 1804: Um die Außenwelt für immer vom schädlichen Einfluss seiner perversen Schriften zu bewahren, steckt man den Marquis de Sade kurzerhand ins Irrenhaus von Charenton, wo er durch Anstaltsleiter Abbé Coulmier zahlreiche Privilegien genießt. Als er jedoch mit Hilfe der Magd Madeleine den Roman "Justine" zu seinem Verleger schmuggelt, ist es damit vorbei. Napoleon Bonaparte entsendet seinen brutalsten Handlanger, den Psychiater Royer-Collard, um Sade endlich zum Schweigen zu bringen. Wenn es sein muss, mit Gewalt....

Produktbeschreibungen

Wegen seiner schockierenden Schriften wird der berüchtigte Marquis de Sade (Geoffrey Rush) ins Irrenhaus von Charenton gesperrt. Doch mit Hilfe der Magd Madeleine (Kate Winslet) gelingt es ihm, weiterhin seine pervers-erotischen Phantasien zu veröffentlichen. Das Resultat ist der Roman "Justine", der die Gemüter erregt und dazu führt, dass der brutale Psychiater Dr. Royer-Collard in die Anstalt entsandt wird. Er soll den Marquis zur Räson bringen und hat freie Hand in der Wahl seiner Mittel. Ein unerbittlicher und blutiger Kampf um Macht und Unterwerfung beginnt, der in einer apokalyptischen Anstaltsnacht

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
4.3 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langweilig, klischeehaft, schwülstig, 'leicht' 26. April 2010
Von Grüner Baum TOP 500 REZENSENT
Von Amazon bestätigter Kauf
Der Film handelt vom Schicksal des realen Marquis de Sade. Nach einigen skandalösen erotischen Romanen ist er in einer für die damalige Zeit fortschrittlichen Irrenanstalt, die von einem katholischen Priester geleitet wird. Er darf dort zwar schreiben, aber nichts veröffentlichen. Mithilfe einer Waschfrau, die von de Sades erotischen Geschichten angezogen ist, schmuggelt er aber Manuskripte nach außen und kann weiter veröffentlichen. Das erzeugt den Unmut des Kaisers Napoleon, der einen strengen Irrenarzt - der seine Patienten eher mit Gewalt behandelt - als eine Art Inspektor in das fortschrittliche Haus schickt, um dem ein Ende zu bereiten. Mit seinem Eintreffen wird eine Maschinerie aus menschlichen und sozialen Abgründen in Gang gesetzt. Der Priester geht härter gegen de Sade vor, sieht sich aber gleichzeitig mit seinen Gefühlen für die Waschfrau konfrontiert. De Sade steigert sich in seinem Zwang schreiben zu müssen, immer weiter in immer erschreckendere Wege, Dinge niederzuschreiben, hinein. Der Doktor geht eine nicht sehr ehrreiche Verbindung mit einer ehemaligen Klosterschülerin ein, etc... Alles endet in Chaos und Schrecken.

Mich haben die Rezensionen hier und auf der britischen Amazon-Seite etwas verwirrt, denn sie sind recht durchgehend positiv. So zweifele ich an meinem eigenen Urteil, will es aber nicht verheimlichen: Mich hat der Film gelangweilt. Erschreckt oder geschaudert hat er micht überhauptnicht. Das liegt an dreierlei:
* Die gesamte visuelle Ästhetik des Films ist eine sehr leichte. Es wird in hellen Bildern erzählt.Die Gesichter sind glatt und weich. Alles ist sehr aufgeräumt. Die Szenenübergänge und die Szenengestaltung sind sehr klar strukturiert. Man wollte wohl die Atmosphäre des Theaterstücks nachahmen, auf dem das Stück basiert. Dadurch wirkt alles sehr irreal und künstlich. Wenig erschreckend und packend.
* Auch der schauspielerische Ansatz folgt dem: Die Schauspieler verkörpern weitestgehend keine realen Figuren, sondern sind Schauspieler, die reale Figuren spielen. Kate Winslet z.B. ist kein innerlich von der grausamen Erotik de Sades teilweise angezogenes, teilweise davon abgestossenes Waschmädchen, sondern sie ist Kate Winslet, die ein Waschmädchen spielt. Auch Geoffrey Rush agiert wie ein Schauspieler, der de Sade für die große Bühne markiert. In keiner Szene habe ich ihm irgendwelche Seelenqualen abgenommen. Man vergleiche mal die Szenen, in denen er nackt in einer Zelle liegt mit den vergleichbaren Szenen aus "The Oz" oder anderen Knastfilmen/serien, dann sieht man den Unterschied.
* Die Dialoge sind sehr klischeehaft. Es fallen Sätze wie "Ich werde Dich nie verlassen.", "Vergiss mich nicht." oder "Ich liebe sie nicht, ich wollte sie nur vö....". Das ist inhaltlich und von der Satzstruktur einfallslos (übrigens auch im englischen Orginal).
* Auch die Figuren sind sehr schablonenhaft, fast nahe am Kitsch: Der katholische Priester hat ein glattes Gesicht (im letzten Drittel kann man auch seinen dauerentblössten glatten Oberkörper bewundern) und es fällt ihm eine neckische Tolle in die Stirn. Das Waschmädchen schaut aus wie die Hauptfiguer aus "La Cenerentola" von Rossini. Der irre Vergewaltiger ist natürlich dick und glatzköpfig. Die heimlich verruchte ehemalige Nonnenschülerin hat braune Rehaugen, usw.

Auf hohem Niveau sind Ausstattung und Kostüme. Das war's. Wie gesagt: Einerseits zweifele ich ob der einhellig anderen Rezensionen ein wenig an meiner Wahrnehmung. Andererseits halte ich sie für korrekt.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine anstrengende Reise in die Abgründe der Seele 1. Februar 2010
Von Ophelia TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Ich habe diesen Film vor allem gekauft, weil ich als Fan von Kate Winslet und vor allem von Joaquin Phoenix, diesen Film ganz einfach haben musste. Gleichzeitig mag ich auch Kostümfilme. Ich stellte mir ein schlüpfriges Sittengemälde a la "Gefährliche Liebschaften" vor und fand etwas ganz anderes: Ein bestürzender Blick in die Abgründe der menschlichen Seele.
Das Drehbuch wurde nach einem Theaterstück verfasst und das merkt man dem Film auch an, der von scharfsinnigen Dialogen und einer bühnenhaften Atmosphäre lebt.
Um eines klar zustellen: Wer sich auf einen romantischen Kostümfilm eingestellt hat, wird sich vielleicht entsetzt abwenden. Das ist schon harter Stoff. Wer Lust hat, sich an einem unanständigen Film zu erfreuen wird ebenso enttäuscht sein, genauso wie derjenige der denkt, es handele sich um einen biographischen Film über den Marquis De Sade. Dies ist meines Erachtens kein Film, der sich wirklich der historischen Figur De Sade n'hert und der Film rekonstruiert auch nicht haarklein die Zeit, die er tatsächlich im Irrenhaus verbracht hat. Vielmehr wird hier "de Sade" vielleicht eher als Symbol für die obszönen und entlarvenden Abgründe im Allgemeinen genommen. Eine Parabel über die oft gewaltsame Verdrängung, der als zerstörerisch angesehenen, provozierenden "abartigen" Auswüchse des Menschen, die auch politisch aufrührerisch gedeutet werden können und nicht zuletzt um deren künstlerischen Ausdruck!

Und was macht der "anständige" Mensch mit dem Anstößigen? Man erklärt gewisse Menschen für verrückt. Man sperrt Befallene in Kerker oder versucht durch Folter ihre Seele zu reinigen. Zumindest aber, wird verboten,dass diese Ergüsse öffentlich ausgesprochen oder gar gedruckt werden. Oder man schlägt gleich Köpfe ab: Eine (witzigerweise sado-masochistisch angehauchte ;-)) Szene an der Guillotine, wo eine unkeusche Adlige hingerichtet wird, zeigt dies sehr eindrücklich in der genialen Eingangssequenz.
De Sade hat Glück und kommt "nur" in ein Irrenhaus.

ZUR HANDLUNG:
1813 bei Paris
Der alternde Marquis de Sade (Geoffrey Rush ) verbringt seine letzten Lebensjahre im "Charenton", einer Klinik für Geisteskranke. Hier geht er seiner Tätigkeit als Schriftsteller nach und bringt mit seinen Erzählungen das Leben von Mitinsassen und Aufsehern gleichermaßen aus dem gewohnten Anstaltstrott.
Der Anstaltsleiter ist der liberale und fortschrittlich denkende Pfarrer Abbe Coulmier (Joaquin Phoenix) , der mit seinem christlich-humanistischen Ansatz die verrückten Insassen als vollwertige Menschen betrachte, sie künstlerisch und mental fördert und an das Gute an Ihnen glaubt. De Sade darf mit seiner Erlaubnis schreiben, die Schriften werden aber nur heimlich nach draußen geschmuggelt, gedruckt und verbreitet.
Napoleon Bonaparte bekommt Auszüge aus "Justine" vorgelesen, befürchtet den moralischen Untergang der Nation und ordnet die Hinrichtung des nur als anonym bekannten Autoren an. Nun will man De Sade mit Hilfe eines anerkannten Psychiaters zur Räson bringen: Dr. Royer-Collard (Michael Caine) ist bekannt für seine besonders barbarischen Methoden. Der grausame Doktor nimmt die Herausforderung an, den unbezähmbaren Marquis de Sade zu zügeln. Er verkörpert den Klerus und die Macht. Als er merkt, dass ausgerechnet De Sade ihm frech dem Spiegel vorhält, in dem er seine eigene doppelte Moral entlarvt, werden alle Mittel recht um ihm das Maul zu stopfen. Unter dem Druck von Dr. Royer-Collard und um De Sade zu schützen, verweigert der Anstaltsleiter Abbé Coulmier De Sade künftig den Zugriff auf Federkiele (Quills), Tinte und Papier. Der lässt sich dadurch allerdings nicht vom Schreiben abhalten und zeigt, was die Möglichkeiten für alternatives Schreibmaterials betrifft, keine Phantasielosigkeit. ;-) Hier könnte es etwas eklig werden.....
Außerdem spielt eine Magd, (Kate Winslet) eine wichtige Rolle, denn sie verkörpert die Neugierde und Verführbarkeit des Menschen, ist aber gleichzeitig auch die verletzlichste Person. Sie ist die heimliche Komplizin De Sades, führt ihn selbst, aber auch den Anstaltsleiter und einen der Irren in erotische Versuchungen. Und erliegt ihnen auch selbst, den Versuchungen. So nimmt das Schicksal seinen Lauf....

(Ich könnte es nun auf die Spitze treiben und De Sade einfach als das "ES" bezeichnen, die Magd und den Anstaltsleiter als die beiden widerstreitenden "ICHs" und der mächtige Dr. Royer-Collard als das "ÜBER-ICH." sorry - *räusper* ;-) Dieser Film lässt aber stets mehrere Lesarten offen.)

DIAGNOSE: Ein düsteres und demonstrativ provozierendes Plädoyer für das freie Wort und gegen Zensur. Wem dies alles nicht zu gewollt ist und sich auf einen anstrengenden und schockierenden Film einlassen will, der darf sich aber auch auf einen sehr schön ausgestatteten und fotografierten Film freuen! Er wird, trotz des heftigen Stoffes, auch mit einer ordentlichen Portion Sinnlichkeit und Romantik versüßt und bietet gleich vier absolut hochkarätige Schauspieler. Joaquin Phoenix konnte hier mal wieder zeigen, wie genial er vielschichtige und zerrissene Persönlichkeiten spielen kann, Kate Winslet (sinnlich) und Michael Caine (gnadenlos) sind wie immer hervorragendst und Geoffrey Rush mimt den Marquis De Sade zum Nägelhochrollen gut! Für Hauptdarsteller Geoffrey Rush, die Kostüme und die Ausstattung gab es auch Oscar-Nominierungen. Quills wird zu Unrecht selten gezeigt, die Kritiker feierten den Film 2001 in den USA immerhin als besten Film des Jahres.
Eine Herausforderung für den gemütlichen DVD-Abend, aber deutlich mehr Lust als Qual. ;-)

Die DVD hat leider nichts zu bieten, nur englischer und deutscher Ton in 5.1 und Untertitel in englisch und deutsch für Hörgeschädigte.
Originaltitel: Quills
USA 2000
123 min
Regie: Philip Kaufman
*Marquis de Sade - Geoffrey Rush
*Der Anstaltsleiter Abbe du Coulmier - Joaquin Phoenix
*Die Magd Madeleine LeClerc - Kate Winslet
*Dr. Royer-Collard - Michael Caine
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5.0 von 5 Sternen Anders 9. Mai 2013
Von Amazon bestätigter Kauf
Ich kenne diesen Film seit vielen Jahren und jetzt habe ich ihn bestellt weil ich den in meiner Kollektion unbeding haben wollte.
Absolut empfehlenswert.
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