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Quest: Roman
 
 
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Quest: Roman [Taschenbuch]

Andreas Eschbach
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (96 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

"Die wohl erstaunlichste Entdeckung, die Menschen machten, als sie aufbrachen, um den Weltraum zu erkunden, war die, dass alles Leben im Universum miteinander verwandt ist." Mit diesen Worten beginnt Andreas Eschbach seinen neuesten Roman und deutet darin gleich das zentrale Thema an: die Suche nach dem Ursprung allen Lebens.

In einer fernen Zukunft, in der selbst die Urheimat der Menschen einer vergessenen Vergangenheit angehört, begibt sich der alternde Raumschiff-Kommandant Quest auf eine aussichtslos erscheinende Suche: Er will jenen Planeten finden, auf dem erstmals Leben entstanden ist; denn dort, so sagt die Legende, ist es möglich, Gott zu begegnen. Quest verheimlicht seiner Mannschaft, dass er tödlich erkrankt ist und ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Auch die drohende Invasion durch einen fernen Sternenkaiser kann ihn nicht daran hindern, seinen eigenen Weg zu gehen. Mit sich nimmt er eine ganze Welt, denn seine Mannschaft setzt sich aus Vertretern aller gesellschaftlichen Schichten zusammen -- von den privilegierten, dünkelhaften Adligen bis hin zum unterdrückten Arbeiter. Nicht alle sind mit dem herrschenden System zufrieden, und die Situation wird nicht weniger kompliziert, als man auf einen gehemnisvollen Mann aus der Vergangenheit stößt.

"Ein Raumschiff voll erstaunlicher und skurriler Gestalten auf der Suche nach etwas ungemein Bedeutsamem: Was kann es Abenteuerlicheres geben?", fragt Eschbach in seinem Amazon.de-Interview -- Recht hat er! Quest ist ein Abenteuer voller Witz und anrührender Momente, fantastischer Ideen und liebenswerter Charaktere. Vor allem aber ist der Roman so spannend, dass man sich beim Lesen förmlich daran festsaugt: Allein der furiose Anfang ist geradezu ein Musterbeispiel für gekonnte Unterhaltung.

Der Autor des Bestsellers Das Jesus Video kehrt mit seinem neuesten Roman zur Welt seines Erstlingswerkes Die Haarteppichknüpfer zurück. Quest ist weniger ergreifend-poetisch, dafür deutlich witziger und optimistischer. Und gerade das ist die Stärke des Autors -- keines seiner Bücher gleicht dem anderen. --Birgit Will -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Das Reich Gheera steht vor dem Untergang. Die Verteidigungskräfte haben keine Chance gegen die übermächtigen Legionen des sagenhaften Sternenkaisers, dessen Machtgier keine Grenzen kennt. Der endgültige Fall ist nur noch eine Frage der Zeit. In dieser Situation begibt sich der Kommandant Eftalan Quest, ein ehrgeiziger Mann, der sein Schiff mit harter Hand führt, auf eine schier aussichtslose Expedition: Er will den sagenhaften Planeten des Ursprungs finden ═ die Welt, von der angeblich alles Leben im Universum stammt. Doch es gibt noch andere Legenden um diese Welt ...

Klappentext

"Eschbach nehmen und lesen!"
Frankfurter Allgemeine Zeitung

"Im Idealfall treffen Mythos und Zukunftsbild in einer Geschichte zusammen, und die ist auch noch spannend zu lesen. So wie bei Andreas Eschbach!"
Süddeutsche Zeitung

"Wo andere es krachen und ballern lassen, spielt Eschbach mögliche Varianten der Gegenwart durch."
Mitteldeutsche Zeitung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Andreas Eschbach, geboren 1959, studierte Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler, bevor er sich ausschließlich der Schriftstellerei widmete. Er lebt als freier Schriftsteller mit seiner Frau an der französischen Atlantikküste.

Auszug aus Quest von Andreas Eschbach. Copyright © 2005. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

DIE WOHL ERSTAUNLICHSTE ENTDECKUNG, die Menschen machten, als sie aufbrachen, um den Weltraum zu erkunden, war die, daß alles Leben im Universum miteinander verwandt ist. Das heißt nicht, daß man nicht eine kaum faßbare Vielfalt an Lebensformen vorgefunden hätte. Leben existiert unter den extremsten Bedingungen, an den unerwartetsten Orten und in den absonderlichsten Erscheinungsformen. Doch auf der niedrigsten Stufe sind all diese Formen miteinander verwandt. Man hatte damit gerechnet, unendliche Fremdartigkeit anzutreffen, Leben auf Siliziumbasis etwa auf kochendheißen Planeten, denkende Steine, intelligente Magnetfelder, gasförmige Geistwesen und anderes, das auszudenken die Phantasie nicht ausreicht. Aber bei aller Fremdartigkeit, die man tatsächlich antraf und die tatsächlich oft alle Phantasie übertraf, fand man doch unerwartet stets Gemeinsamkeiten. Alles Leben im Universum basiert auf Kohlenstoffverbindungen. Mehr noch - alles Leben im Universum ist aus Aminosäuren gemacht. Sogar was darüber hinausgeht - Zellbildung, Strukturen innerhalb von Zellen, Fortpflanzung, Speicherung von Erbinformation -, weist hinreichende Ähnlichkeiten auf, um als verwandt bezeichnet zu werden. Das Leben im Universum ist eins. Letztlich war dies ein glücklicher Umstand. Wäre es anders gewesen, hätten Menschen niemals andere Planeten zu ihrer Heimat machen können. Jede Lebensform wäre für immer eingesperrt gewesen auf dem Planeten, auf dem sie entstanden ist, für alle Zeiten an dessen Schicksal gekettet. So aber war es möglich, fremde Welten zu erschließen, zu terraformen, ihre Flora und Fauna genetisch zu adaptieren und zu einem Teil des menschlichen Lebensraumes zu machen. Aber wie war das zu erklären? Die Gesetze der Evolution, soweit man sie kannte, galten überall, auf jedem Planeten, in jeder Galaxis. Doch sie reichten nicht aus, die offenbare Verwandtschaft allen Lebens zu erklären. Es war undenkbar, daß alle Formen des Lebens sich unabhängig voneinander so ähnlich entwickelt haben konnten. Hier mußten andere, umfassendere Gesetze am Werk sein. Man kam einer Antwort auf die Spur, als man organische Moleküle in den Schweifen und Kernen von Kometen entdeckte, jenen Vagabunden des Alls, die jahrtausendelang durch die dunklen, kalten Abgründe zwischen den Sternen ziehen und oft nicht wiederkehren, weil sie auf ihrem Weg in das Schwerefeld einer anderen Sonne geraten und daraufhin ihre Richtung ändern. Es war nicht vorstellbar, daß sich organische Moleküle dieser Komplexität in Kometenköpfen hätten bilden können. Nicht nur, daß die für chemische Reaktionen erforderlichen Temperaturen nicht erreicht wurden, es war auch nicht ersichtlich, woher ein für die evolutionäre Entwicklung von Biomolekülen notwendiger Selektionsdruck hätte rühren können. Anders gesagt: Wenn sich in Kometen hätte Leben bilden können, wäre es ein auf Kometen beheimatetes Leben geworden, das sich mit Planeten nicht abgegeben hätte. Die Herkunft der Biomoleküle in Kometen erklärte sich erst, als man feststellte, daß belebte Planeten einen feinen, aber ständigen Strom organischer Substanzen abgeben. Durch eine Vielzahl planetarer Prozesse - Vulkanausbrüche, Orkane, Meteoriteneinschläge - gelangen derartige Substanzen bis in die äußersten Schichten der Atmosphäre, wo sie von dem vom Zentralgestirn ausgehenden Sonnenwind erfaßt und ins All hinausgetrieben werden. Durchquert nun ein Komet diese Wolke des Lebens, nimmt er die organischen Moleküle auf und speichert sie in seinem eisigen Kern. Tiefgekühlt überstehen sie die unermeßlich lange Reise, bis der Komet einst wieder in die Nähe einer Sonne gelangt. Vielleicht ist es eine fremde Sonne, vielleicht besitzt sie Planeten, und vielleicht ist einer davon für die Entwicklung von Leben geeignet. Bei der Annäherung des Kometen an die Sonne beginnt der Kometenkopf zu dampfen, der typische, durch den Lichtdruck stets von der Sonne wegweisende Schweif bildet sich, und mit etwas Glück durchquert ihn eben dieser für Leben geeignete, aber noch sterile Planet. Dann ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß einige der organischen Moleküle, die der Komet mit sich trägt, auf die Oberfläche des Planeten gelangen. Das Faszinierende ist, daß bereits ein einziges Molekül ausreicht, um eine fruchtbare Welt mit Leben zu infizieren. Alles weitere ist Sache der normalen Evolution. Durch Variation und Selektion bilden sich Einzeller, Mehrzeller, schließlich eine an die Verhältnisse auf dem Planeten angepaßte, im ganzen Universum einzigartige Vielfalt von Arten, die so nur hier entstehen konnte. Auf diese Weise verbreitet sich das Leben im All. Nur so läßt sich die Beobachtung erklären, daß es wesentlich mehr belebte Planeten gibt, als es selbst nach den optimistischsten Annahmen für die statistischen Grundlagen molekularer Evolution geben dürfte. Das Universum birst geradezu vor Leben. Es gleicht mehr einem Dschungel als einer Wüste. Die Sterne scheinen danach zu hungern, Leben bestrahlen zu dürfen. Doch wie hat alles angefangen? Auch wenn es von Kometen und Magnetstürmen durch das All getragen wird und sich über unauslotbare Abgründe hinweg von Stern zu Stern fortpflanzt, muß das Leben ursprünglich doch auf einem Planeten entstanden sein. Tatsächlich zeigt eine nüchterne Rechnung, der man das bekannte Alter des Universums und die einigermaßen abschätzbare Zahl von potentiell lebensfreundlichen Planeten zugrundelegt, daß die Wahrscheinlichkeit für die spontane Entstehung von Leben knapp eins beträgt. Mit anderen Worten, nach allem, was wir wissen, kann es nur so sein, daß alles Leben im Universum sich ursprünglich auf einem Planeten entwickelt und von dort aus nach und nach über das All ausgebreitet hat. Und hier betreten wir das Reich der Legenden. Jede Kultur, sei sie menschlich oder nichtmenschlich, kennt eine Sage, in der von einem - und nur einem - Ursprung allen Lebens die Rede ist. Solange diese Kultur nur ihren eigenen Planeten bewohnt, vermutet sie diesen Ursprung an einem sagenhaften Ort auf ebendieser Welt. Doch wird dieser Ort niemals gefunden, und so wandelt sich der Mythos, sobald die Schwelle zum Weltraum überschritten wird. Irgendwo im Universum, sagt die Legende fortan, auf irgendeinem der zahllosen Planeten, auf denen die Schöpfung experimentiert hat, muß vor unvorstellbar langer Zeit alles seinen Anfang genommen haben, muß das Leben ursprünglich entstanden sein. Niemand hat diesen Planeten je gefunden, aber die Überlieferungen aller Völker werden nicht müde, davon zu erzählen - von dem Ort, an dem einst die Dunkelheit endete und das Leben begann. Es ist ein sagenhafter Ort. Unvorstellbare Schätze, heißt es, warten dort auf den Entdecker. Manche Sagen wollen wissen, daß auf dieser Welt die Unsterblichkeit zu finden sei. Eine Legende schließlich - die älteste von allen - behauptet, auf diesem Planeten sei es möglich, Gott zu begegnen... (...)
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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