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Produktinformation
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In einer fernen Zukunft, in der selbst die Urheimat der Menschen einer vergessenen Vergangenheit angehört, begibt sich der alternde Raumschiff-Kommandant Quest auf eine aussichtslos erscheinende Suche: Er will jenen Planeten finden, auf dem erstmals Leben entstanden ist; denn dort, so sagt die Legende, ist es möglich, Gott zu begegnen. Quest verheimlicht seiner Mannschaft, dass er tödlich erkrankt ist und ihm nicht mehr viel Zeit bleibt. Auch die drohende Invasion durch einen fernen Sternenkaiser kann ihn nicht daran hindern, seinen eigenen Weg zu gehen. Mit sich nimmt er eine ganze Welt, denn seine Mannschaft setzt sich aus Vertretern aller gesellschaftlichen Schichten zusammen -- von den privilegierten, dünkelhaften Adligen bis hin zum unterdrückten Arbeiter. Nicht alle sind mit dem herrschenden System zufrieden, und die Situation wird nicht weniger kompliziert, als man auf einen gehemnisvollen Mann aus der Vergangenheit stößt.
"Ein Raumschiff voll erstaunlicher und skurriler Gestalten auf der Suche nach etwas ungemein Bedeutsamem: Was kann es Abenteuerlicheres geben?", fragt Eschbach in seinem Amazon.de-Interview -- Recht hat er! Quest ist ein Abenteuer voller Witz und anrührender Momente, fantastischer Ideen und liebenswerter Charaktere. Vor allem aber ist der Roman so spannend, dass man sich beim Lesen förmlich daran festsaugt: Allein der furiose Anfang ist geradezu ein Musterbeispiel für gekonnte Unterhaltung.
Der Autor des Bestsellers Das Jesus Video kehrt mit seinem neuesten Roman zur Welt seines Erstlingswerkes Die Haarteppichknüpfer zurück. Quest ist weniger ergreifend-poetisch, dafür deutlich witziger und optimistischer. Und gerade das ist die Stärke des Autors -- keines seiner Bücher gleicht dem anderen. --Birgit Will -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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Eschbachs Roman bietet alles, was ich mir von einem guten Buch erwarte: Eine originelle Story, einen fundierten philosophischen Ansatz, dem man anmerkt, dass er gründlich durchdacht wurde, und der nicht (wie es leider in vielen anderen Büchern der Fall ist) in sich selbst widersprüchlich ist und bereits mit einer einzigen gezielten Frage ad absurdum geführt werden kann, sowie eingängige Protagonisten. Zudem verwendet Andreas Eschbach erfreulicherweise nicht den heute viel zu häufig gebrauchten Brachialhumor, sondern wählt einen subtileren Witz, der den Leser zwar nicht lauthals loslachen lässt, ihn aber immer wieder zum schmunzeln bringt und so letztendlich wesentlich amüsanter ist. (Ein besonderer Leckerbissen: Die "Schneckenszene"! Wer das Buch bereits gelesen hat wird mir zustimmen, diese Szene ist schlicht köstlich! Allen anderen an dieser Stelle eine warme Empfehlung!)
Auch der Hintergrund vor dem sich diese hervorragend erzählte Geschichte abspielt, das "Haarteppichknüpferuniversum" das wir bereits aus dem vorangegangenen Buch kennen, hat mich tief beeindruckt. Eschbachs sorgfältig entwickelte Vision einer Menschheit, die sich nach Jahrhunderten der Revolution, Aufklärung und des Kampfes um Selbstbestimmung letztendlich doch wieder in die bequeme Hand der Monarchie fallen lässt ist ebenso erschütternd wie sie (leider durchaus) möglich ist. Eschbach deshalb als Pessimisten oder Misanthropen abzustempeln ist aber schlicht falsch. Er beschreibt seine Protagonisten geradezu liebevoll und gibt jedem seine eigene Art und Weise sich in dieser von strengen Standesregeln bestimmten Welt zurecht zu finden. Gerade zum Beispiel mit der Figur des Ersten Piloten Muntak präsentiert Eschbach einen Menschen, der zwar voll und ganz in dem menschenverachtenden Denken seiner Zeit verhaftet ist, der aber trotzdem die Sympathie des Lesers hat. Eine Vielschichtigkeit, die ich in vielen anderen Büchern vergeblich suche.
Was mir an "Quest" aber besonders gefallen hat, ist dass Andreas Eschbachs Bücher eine Tugend besitzen, die leider viel zu vielen SF-Romanen fehlt, und zwar wissenschaftliche Kompetenz!!! Natürlich ist Science Fiction im weitesten Sinne Phantastik, aber selbst Phantastik sollte sich doch an bestimmte physikalisch und logisch gegebene Grundregeln halten. Wer für sich in Anspruch nimmt ein seriöser Autor zu sein, sollte auch über ein gewisses naturwissenschaftliches Grundwissen verfügen, um seine Geschichten nicht schlicht lächerlich erscheinen zu lassen. Während zum Beispiel bei Autoren wie Long oder Hohlbein nicht nur der Handlungshintergrund sondern auch die simpelsten Naturkonstanten/-gesetze der Phantasie überlassen zu sein scheinen, ist Eschbachs Roman nicht nur wissenschaftlich vollkommen schlüssig und fundiert, nein, Eschbach fügt sogar noch zahlreiche Details hinzu, die zwar für den pure Handlungsstrang selbst nicht notwendig wären, die den aber Roman wunderbar ergänzen und ihm so eine Tiefe geben, die die Lektüre für den naturwissenschaftlich interessierten Leser (bzw. die naturwissenschaftlich interessierte Leserin) zum Genuss machen. Hier wird kein Bild beschrieben, hier entsteht eine WELT. Hier sieht man: Der Autor hat Ahnung, er hat sich mit der Materie beschäftigt und schreibt nicht nur munter drauf los. Dieses Buch wurde offensichtlich sorgfältig überdacht, und das merkt man ihm auch an.
Sollten sie also ein Buch suchen, das sowohl unterhaltsam als auch anspruchsvoll und inspirierend ist, kann ich Ihnen Andreas Eschbachs "Quest" nur wärmstens empfehlen!! Dieses Buch hat mich tagelang unterhalten und amüsiert wie nur wenige davor, darum meine Wertung: Volle Punktzahl!
Eine Zierde für die deutsche Science Fiction!
Der Autor reitet zwar ein wenig zu häufig auf all den "unvorstellbar langen Zeiträumen" herum, das wäre aber auch schon alles, was ich am Text auszusetzen habe. Die etwas wahl- und lieblos plazierten Bilder hätte Heyne m.E. auch weg lassen können.
Alles in allem: Space Opera vom Feinsten. Ich kann dieses Buch nur jedem Fan des Genres ans Herz legen!
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