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Nichts als die Wahrheit, 27. Dezember 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Querschläger. Jugendliche zwischen rechter Ideologie und Gewalt (Taschenbuch)
In diesem, wie ich finde interessanten und aufrüttelnden Bericht wird gezeigt, dass, obwohl die Mehrheit der bayerischen Schülerinnen und Schüler rechtsextremen Haltungen und Gewalt distanziert gegenüber steht, die Ablehnung gegenüber Ausländern unter Jugendlichen weit verbreitet ist und auch der Nationalsozialismus von vielen von ihnen verharmlost wird. Auch andere Aspekte der Befragung sind doch eher Besorgnis erregend. So ist eine ablehnende Haltung gegenüber Ausländern, die auf scheinbar rationalen Gründen beruhen, wie etwa die Aussage "Die Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg" , bei den Jugendlichen am stärksten ausgeprägt. Ebenfalls ließ sich zeigen, dass die Intensität des Kontakts zu Ausländern in direktem Zusammenhang zum Grad des Rechtsextremismus steht: Je weniger Kontakt
Jugendliche zu Ausländern haben, desto stärker zeigen sie rechtsextreme Tendenzen. Geschlecht und Bildungsniveau spielen für rechte Einstellung auch eine Rolle: so sind männliche Jugendliche mit niedrigem Bildungsstand am auffälligsten.
Zum Schluss wird auch die Frage gestellt, wie die Gesellschaft den Problemen begegnen soll; dass Ausgrenzung, Stigmatisierung und Kriminalisierung von rechtsextremen jungen Menschen kontraproduktiv sind, steht für die Forscher fest.Vielmehr müssten die betroffenen Jugendlichen durch ein Netz aus Anerkennung und
Respekt auf der Basis wechselseitigen Verständnisses aufgefangen werden, indem ihnen aber zugleich auch die Grenzen aufgezeigt werden. Das Buch "Querschläger" ist demnach absolut "lesenswert"!
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