Quentin Durward, der Held dieses Buches, gerät durch ein Missverständnis in die Dienste des burgundischen Königs um sein Leben vor dem Strang zu bewahren und damit in die Irrungen und Wirrungen seiner politischen Machenschaften.
Dieses Buch Walter Scotts ist manchmal ein wenig langatmig, weil Scott seine romantischen Neigungen zu freien Lauf gelassen hat und der Held zwischen Pflicht gegenüber dem König und der Sicherheit seiner Angebeteten entscheiden muss.
Auf Grund dieses Zwiespalts wird es für Quentin manchmal etwas eng, seine Aufträge weisungsgemäß zu erfüllen, denn schottische Ehre ist für ihn der Leitfaden für Gedeih und Verderb. So handelt der Held auf abenteuerliche Weise „Im Auftrag des Königs" und lässt über die langatmigen Passagen hinwegsehen, weil es doch spannend ist, seinen Weg zu verfolgen. Ganz besonders am Ende des Romans lässt Scott es an Spannung nicht fehlen, der Bogen ist sprichwörtlich fast überspannt und fesselt den Leser aufs Äußerste.
Trotzdem erhält das Buch nur vier Sterne, weil mir die romantischen Stellen etwas zu lang wurden. Eine Empfehlung für den interessierten Leser ist es allemal dieses Buch zu lesen.