Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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62 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
DIE Übersetzung, 22. Juni 2004
Nach etwa fünfzehn Jahren ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Buch der Wandlungen und dem Kauf von etwa zehn verschiedenen, auch fremdsprachigen Ausgaben dieses Klassikers, komme ich doch immer wieder auf die meisterliche Übersetzung Wilhelms zurück.Ihr merkt man an, daß sie unter Aufsicht und Anleitung eines chinesischen Meisters dieser Orakelkunst entstand (Lao Naixuan). Ebenfalls merkt man ihr an, daß Richard Wilhelm wohl sein Herzblut für diese Übersetzung, die ihn und seinen alten Meister fast ein Jahrzehnt intensiv beschäftigte, gegeben hat. Das, was dem Buch in dieser Übersetzung noch einen zusätzlichen Reiz gibt, ist das von J. W. v. Goethe inspirierte, etwas altertümliche Deutsch. Dies ist DIE Referenzübersetzung, sie ist in viele westliche Sprachen aus dem Deutschen weiterübersetzt worden - und sogar ins Chinesische zurück! Das sagt wohl alles. Bis zum deutschsprachigen Erscheinen von Stephen Karchers "Neuschöpfung" des I Ging: "Total I Ching" welche ich den Englischsprachigen unter Ihnen herzlichst empfehlen möchte, werden wohl noch zwei, drei Jahre vergehen. Bis dahin ist es das beste, den "guten alten Wilhelm" zu verwenden. Auf Deutsch ist er absolut unübertroffen, und das auch noch achtzig Jahre nach der Erstauflage von 1924. P.S. Wenn Sie bei solchen Schachtelsätzen wie dem obigen nicht w.o. geben, kann Ihnen beim Wilhelm nichts passieren. ;-)
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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Perfekt... auch wenn man nicht an überirdisches glaubt..., 19. November 2006
Zur Ausgabe: Der Einband ist zwar in einem unangenehmen Grünton, aber sonst ziemlich solide: die Verarbeitung ist ziemlich gut - sogar mit "Lesezeichenfaden". Im Buch selbst ist der Text gut lesbar und in den Einzelteilen gut getrennt. Leider fehlt wie bei fast allen Ausgaben der dritte Teil des Buches, der Kommentare von z.B. KungFu Tse (Konfuzius) und zig anderen Meistern enthält.
Zum Buch an sich: Das I Ging ist ein Orakelbuch, also man wirft sechsmal drei Münzen oder zählt Schafgarbenstengel ab (wohl bei uns eher ersteres) und kriegt dann zwei Texte vorgelegt. Daraus ergibt sich ein Muster aus sechs Strichen (s. Cover!), entweder "Yang" (im ursprünglichen Sinne "Ja") und "Yin" ("Nein") oder die Wandlungslinien "Yin wird zu Yang" oder "Yang wird zu Yin".
Daraus ergeben sich dann im Normalfall zwei Zeichen, also das erste mit den festen Linien und der Ursprungsform der Wandlungslinien und das zweite mit der veränderten Form.
Die Zeichen zeigen dann jeweils eine "Entwicklungstendenz" bzw. "Bewegung". Das erste die ursprüngliche, aktuelle und das zweite die, die erreicht wird, wenn die Hinweise aus dem ersten befolgt werden. Wobei sich die Hinweise dann jeweils spezifisch durch die Wandlungslinien ergeben.
Die Texte sind in der Übersetzung von Richard Wilhelm, was allgemein als die beste angesehen wird. Die Sprache ist dabei dem Orakelprinzip entsprechend sehr blumig und bildlich - aber beim lesen der gerade ergebenen Zeichen fallen einem jedesmal Sachen auf, die auf die eigene spezielle Situation zutreffen und, wenn man sich darauf einlässt, wirklich klare Handlungsanweisungen geben.
Das einzige "unschöne" an der Übersetzung ist, dass gelegentlich auf "Gott" bezug genommen wird, was niemals im Sinne des Buchs der Wandlungen/ I Gings sein kann, da es eigentlich um das auch im ursprünglichen Taoismus vertretene überirdische Prinzip Himmel und Erde bzw. "Sinn und Leben" (Daodejing/Tao Te King) geht.
Außerdem hat man das Buch noch ein wenig "verwestlicht": Gelegentlich finden sich Anmerkungen "vgl. Goethe..." "vgl. Bibel..." - unnötig aber nicht sonderlich störend.
Insgesamt aber ist das Buch wirklich ein Glanzstück. Wenn man sich darauf einlässt überwältigt einen bald die Erkenntnis "Ja, wenn ich das jetzt nicht ändere baue ich wirklich Mist" oder "ich kann es also riskieren" - und auch wenn man nicht an irgendetwas überirdisches, Götter, Prophezeihungen o.Ä. glaubt, irgendwie unterstützt es einen doch: Man wird in seinen Meinungen bestärkt oder kommt zum Grübeln und, da kann ich persönlich sprechen, ich habe selbst gemerkt, dass mich das Buch in einigen Punkten zum positiven hin verändert hat.
Also: Riskiert die paar Euro, seht es euch in einer ruhigen Stunde an und geniesst, was euch dieses Buch, eines der ältesten der Erde, auch heute noch an Energie liefern kann!
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Der Klassiker, 13. Mai 2003
Nach etwa fünfzehn Jahren ernsthafter Auseinandersetzung mit dem Buch der Wandlungen und dem Kauf von etwa zehn verschiedenen, auch fremdsprachigen Ausgaben dieses Klassikers, komme ich doch immer wieder auf die meisterliche Übersetzung Wilhelms zurück.Ihr merkt man an, daß sie unter Aufsicht und Anleitung eines chinesischen Meisters dieser Orakelkunst entstand. Ebenfalls merkt man ihr an, daß Richard Wilhelm wohl sein Herzblut für diese Übersetzung, die ihn mehr als neun Jahre intensiv beschäftigte, gegeben hat. Das, was dem Buch in dieser Übersetzung noch einen zusätzlichen Reiz gibt, ist das von J. W. v. Goethe inspirierte, etwas altertümliche Deutsch. Die Übersetzung Wilhelms ist DIE Referenzübersetzung, obwohl sie mittlerweile bald achtzig Jahre alt ist, und sie ist in viele Sprachen weiterübersetzt worden. Das sagt wohl alles.
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