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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
53 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
"It's all about sex",
Von Shutterfly (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Queer as Folk - Staffel 1 [6 DVDs] (DVD)
Michael Novotnys Ankündigung mag sich auf den ersten Blick bewahrheiten. Auf den zweiten Blick enthüllt sich die Wahrheit. Es dreht sich eben nicht nur alles um Sex.
Willkommen in der Liberty Avenue, Pittsburghs schwulem Viertel, und im angesagtesten, schrillsten und hipsten Tanztempel der Stadt: dem Babylon und damit zu Brian Kinney, hochintelligenter, narzisstischer "cock of the walk", Playboy und Yuppie, gnadenlos ehrlich und beziehungsunfähig. Wie gesagt: auf den ersten Blick. Aber dann kommt er: Justin Taylor, süße siebzehn, bei seinem ersten Ausflug in die schwule Szene und mit dem Label "Nimm mich" übers ganze Gesicht gepflastert. Brian überlegt nicht zweimal und nimmt ihn mit nach Hause. So beginnt die wohl größte Liebesgeschichte, die jemals auf dem Bildschirm präsentiert wurde. Ich spreche hier nicht von Vivien Leigh und Clark Gable sondern von unverkitschten, puren Gefühlen, die jedermann bewegen, egal ob homo oder nicht. Ab er da ist noch viel mehr zu erzählen. Die schwule Clique besteht aus Michael Novotny, Brians Freund aus Kindertagen: herrlich naiv, an Loyalität kaum zu überbieten und heimlich in Brian verliebt, suchend nach der großen Liebe jenseits Brians Zuneigung. Ted Schmidt: Buchhalter und ältestes Cliquenmitglied, der unter seiner bedächtigen Eingefahrenheit leidet und deshalb manchmal die Realität und damit den Boden unter den Füssen verliert. Emmett Honeycutt: die leicht überdrehte Schwuppe aus dem Süden, liebenswert und mit überraschend weisen Einsichten in die Wirklichkeit des Daseins. Das Bild vervollständigen das lesbische Paar Melanie und Lindsay nebst Michaels herrlich unkonventioneller Mutter Debbie, die im "Diner" auf der Liberty Avenue nicht nur Burger und Sandwiches an die Jungs verteilt, sondern auch jede Art von Herzschmerz zu lindern weiß. Der Dramaserie fehlt es an nichts. Vom britischen Original, das einen ziemlich oberflächlichen Hauptdarsteller Stuart Allan Jones zeigte, entwickelte Cowlip einen Charakter, den ich so noch nie auf dem Bildschirm gesehen habe: der rätselhafte Brian Kinney (blendend interpretiert von Gale Harold), der unter der glatten Oberfläche einen verwundbaren Kern trägt, der Sex als "Schmerzbehandlung" sieht und der sich für seine Freunde in Stücke hauen lassen würde. Nicht, dass er das jemals zugeben würde... Der Zuschauer erlebt mit, wie Justin Stück für Stück seiner Mauer einreißt, mit Rückschlägen und Zurückweisung zurecht kommt, Unterstützung findet gegen homophobe Mitschüler und Lehrer. Jeder, der "Queer as Folk" nur als "Schwulenporno" abtut, sollte sich nicht selbst um den Genuss einer hochbrisanten Dramaserie bringen, die alles beinhaltet, was das Leben zu bieten hat: Coming out zu Hause und am Arbeitsplatz, Diskriminierung, schwule Ghettoisierung, HIV und Aids, Promiskuität, Drogenmissbrauch, Jugend- und Schönheitswahn plus kräftige Seitenhiebe auf den american way of life nebst den berüchtigten "wie werde ich eine gute Hete"-Selbsthilfegruppen wie "See the Light", die unter anderen Namen tatsächlich ihr Unwesen treiben; kommentiert mit beißendem Witz und pointierter Situationskomik. Ein großes Lob geht an das Autorenteam und die Regisseure, deren innovative Kameraarbeit und Schnitttechnik auf allerhöchstem Niveau ist. Und last but not least, Glückwunsch an Cowlip für das glückliche Händchen bei der Auswahl der Schauspielriege. Vom Privatsender Pro 7 zu nachtschlafender Zeit und damit verschämt in die Schmuddelecke verdrängt, erscheint nun endlich die vollständige 22teilige Staffel 1, leider in ganz Europa ohne Bonusmaterial, warum auch immer. Ich denke, Deutschland ist reif genug, um die freizügigen Sexszenen verknusen zu können (Hetensex um viertel neun ist ok, genauso wie Lesbensex um zehn!?) und wenn nicht, kann man dabei ja vielleicht noch was lernen... Und nun: "Go, and paint the town pink!" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
28 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Wow!!,
Von Johannes Güth "joy_x" (nahe Köln NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Queer as Folk - Staffel 1 [6 DVDs] (DVD)
ich bin eigentlich selten für Serien oder Filme zu begeistern, die in diesem Jahrhundert spielen, aber hier mache ich eine Ausnahme.
Viele Leute finden Sex and the City genial, ich kann damit nichts anfangen. Ich freue mich endlich eine Serie kennen zu lernen, in denen es nicht immer um Mann und Frau geht. Die Serie ist witzig aufgemacht, regt aber auch zum denken an. Sie sagt uns z.B. in welcher homophoben Welt wir immer noch leben und dass sich das ändern muss. Die Charaktere gewinnen mit jeder Folge mehr und mehr an Tiefe. Es gibt Höhepunkte aber auch sehr mitreißende Tragödien. Ich denke, dass Hetoros sowie Homos etwas von dieser Serie haben und lernen können. Es geht nicht nur um Sex, wie man anfangs vielleicht glauben könnte, sondern vor allem um Gefühle und wie schwierig es grade für Homosexuelle sein kann diese zuzulassen, zu zeigen und vor allem auszuleben. Ein Muss für jeden, der sich für diese Themen interessiert aber auch etwas zum schauen haben möchte Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Erstmals die nakte Wahrheit,
Von
Rezension bezieht sich auf: Queer as Folk - Staffel 1 [6 DVDs] (DVD)
Wenn die guten Zeiten des schwulen Daseins auch vorbei zu sein scheinen, so belebt diese Serie die guten alten Zeiten wieder auf, die mit vielen Problemen zu kämpfen hatte. Aber auf der anderen Seite hatte man auch einen riesen Spaß. Sicherlich war selbst ich schockiert, so originalgetreue Sexszenen zu sehen. Aber am Ende war ich fasziniert, daß es endlich geschafft wurde, die schwule Szene darzustellen, wie sie wirklich ist. Und wer damit nicht zurecht kommt, hat sich selbst garantier noch nicht gefunden. Auch wenn hier gesagt wird, die Musik wäre schlecht und die Charaktere wären unsympatisch.
Da stimme ich absolut nicht zu. Jeder hat schon mal sowas erlebt, wie es in der Serie zu sehen ist. Der Junge, der sich outet und von seinem Vater verstoßen wird. Der schüchterne Kerl, der einfach keinen abbekommt, weil er sich nie traut. Die Supertunte, die so selbstbewusst ist, daß ihr alles egal ist. Der Macho, der eigentlich einen weichen Kern hat, aber aufgrund eigener Probleme in der Welt rummacht. Der Harmoniebedürftige, der andauernd alles recht machen will, und damit alles kaputt macht. Und am Rand gibt es immer noch Situationen, die im Alltag gemeistert werden müssen, wie im echten Leben. Z.B. daß eine Lesbe nicht zu ihrem kranken "Adoptivkind" darf, weil sie keine Rechte nach der Bürokratie hat und nicht die leibliche Mutter ist, oder der Typ, der andauernd nur im Chat unterwegs ist und den sozialen Kontakt absolut verlernt. Es gibt viel zu sehen hier. Und die Musik passt hervorragend. Alles in allem eine super Serie, die das Leben von schwulen Szenegängern zeigt, die in einer Großstadt leben. (Auf dem Land ist alles anders. ;-) Kaufen, genießen und immer wieder anschauen!!!! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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