Queen das bedeutet atemberaubende Chöre, Hard Rock Gitarren, Progressive Rock Strukturen, 30er Jahre anleihen, Klavier Balladen, Stadion Hymnen und zu guter letzt auch natürlich Nummer 1 Hits. Wenn man sich nun eine Queen Diskographie ansieht, dann wird einem fast Schwindlich. So viele gute Alben haben Queen herausgebracht: Queen I, Queen II, Sheer Heart Attack, das hier vorliegende ,A Day At The Races, News Of The World, Jazz und dann noch The Game. Schon der aufbrausende Opener Death On Two Legs zieht einen voll in seinen Bann. Gerichtet ist das Lied an Queens früheren Manager aus dessen Knebelvertrag Queen sich erst befreien mussten. Ohne Pause folgt das fasst wie aus einem Guss geformte Lazing On A Sunday Afternoon. Wiedereinmal ein 30er Jahre Kabinetstückerl, das letzte hatten wir am Ende von Sheer Heart Attack (Bring Back That Leroy Brown). Ein herrlich glamiges Gitarrensolo beschließt dann das Ende dieses Songs. Wie oft muss Justin Hawkins (The Darkness) wohl dieses Solo geübt haben. John Deacon setzt inzwischen schon zu I'm In Love With My Car an und wir befinden uns im Sternensystem des Hard Rocks. Your My Best Friend nimmt die 80er Jahre vorweg und zeigt auch Queen schon an wie es in den nächsten Zehn Jahren weitergehen wird. Nun sind wir beim ersten Höhepunkt des Albums angelangt und `39 beginnt. In der Queen Geschichte einzigartige Folk Gitarren setzten ein und Brian May singt eine seiner schönsten Melodien. Ein weiterer Hard Rocker muss her Sweet Lady steht auch schon bereit. Eigentlich mutet das Album wie ein einziger langer Song an. Seaside Rendezvous kommt wider aus der Trickkiste vergangener Jahre. Neben dem sehr Komplexen Bohemian Rhapsody, ist der Prophet's Song der Höhepunkt von A Night At The Opera. Brian May, der bei Queen meistens als Sänger völlig unterschätzt wird, singt zur der apokalyptischen Melodie die ebenfalls apokalyptischen Lyrics. Ein Seher sieht quasi den Untergang der Welt hervor. Später in dem selben Song singt Brian May mit sich selbst im Chor. Diese Stelle bis heute einen legendären Status und wird immer wieder zitiert. Weiter geht es mit einer der beflügeltsten Balladen Mercury's Love Of My Life. Hier geht es um die Angst während / nach einer Trennung. Brian May kennt die 30er Jahre genauso gut wie Freedy und darf deshalb auch noch einmal kongenial auf Good Company aufspielen. Bohemian Rhapsody die zu A Night At The Opera gehörige Single. Brach wie gewollt mit allem was Queen bis dato gemacht haben. Ein klassische Oper in 6 Minuten. Feinste Progressive Rock Strukturen hört man hier, einen rockigen Teil mit Mays schönstem Gitarrensolo, und Brian May spielte viele schöne Gitarrensoli, da.
Natürlich nutzen die, neben den Beach Boys besten Chor Sänger im Pop Businnes, die ausgedehnten Vocal Performances die eine solche Rockoper bietet aus genügend aus. Den Abschluss dieser Crossover Tour de Force beendet die englische Nationalhymne. Klarerweise auf Mays Gitarren gespielt.
Für mich ist diesem Album ein Platz in meinen allzeit Top 20 für immer sicher. Vor kurzem erschien ein hervorragendes Vinyl Reissue und eine 2 CD Version im Digipak mit der normalen Audio CD und einer DVD-Audio.
Anspieltipps: The Prophet's Song, Bohemian Rhapsody, Death On Two Legs
Zum Weiterhören: A Day At The Races, Sheer Heart Attack, Queen II
Artverwandtes: Permission To Land (The Darkness), Wish You Were Here (Pink Floyd)