2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Ein empfehlenswertes Mitbringsel zum nächsten Spieleabend, 26. Juni 2008
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Der Dieb von Bagdad (Spiel)
Das für das Spiel des Jahres 2007 nominierte Spiel
hat genauso wenig mit dem heutigen Bagdad wie mit
der Liebesgeschichte aus Tausendundeiner Nacht
gemein. Der Titel soll an die Blütezeit der Stadt am
Ufer des Tigris erinnern, in der wunderbare Paläste
das Stadtbild beherrschten. Das Spielfeld zeigt sechs
Paläste. In ihnen verbergen sich je vier Schätze. Um
sie zu erbeuten, benötigt man eine bestimmte Anzahl
von Dieben. Doch bis zu vier Wächter bewachen einen
Palast. Jeder Spieler hat zu Spielbeginn sechs Karten,
die jeweils einen Palast zeigen. Jedes Ausspielen
einer Karte ist an einen Spielzug gekoppelt, der den
abgebildeten Palast betrifft. Die Karte 'grüner Palast'
berechtigt etwa zum Aufstellen eines Diebes in eben
diesem. Soll ein Wächter vom weißen zum roten
Palast bewegt werden, muss entweder eine weiße oder
rote Karte ausgespielt werden. Möglich ist dabei die
Mitnahme eines Diebes vom Start- zum Zielpalast.
Hier beginnt die Frage nach dem richtigen Einsatz
der Karten, denn der Spieler am Zug kann so viele
Aktionen durchführen, wie er mit entsprechenden
Palastkarten bezahlen kann. Mit vielen Karten einer
Farbe in einer Runde wird man am ehesten viele Diebe
in den entsprechenden Palast setzen wollen. Wird in
den Folgerunden keine Karte dieser Farbe nachgezogen,
müssen die Diebe umsiedeln. Oft genug heißt
es in der Zwischenzeit: Wenn ich hier schon keinen
sinnvollen Spielzug machen kann, bringe ich wenigstens
meine Mitspieler zur Verzweiflung. Nach einer
bestimmten Anzahl von erbeuteten Schätzen pro
Spieler endet das Spiel sofort. Der Erfolg hängt maßgeblich
von günstigen Karten ab, eine Strategie über
mehrere Spielzüge lässt sich so nur bedingt aufbauen.
'Der Dieb von Bagdad' ist ein schön gestaltetes und
kurzweiliges Spiel, das auch die Spieler konstant
beschäftigt, die nicht am Zug sind '- ein empfehlenswertes
Mitbringsel zum nächsten Spieleabend.
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Gaunereien zur Blütezeit des heutigen Iraks, 5. Juni 2007
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen = Pädagogisch wertvoll:3.0 von 5 Sternen
Rezension bezieht sich auf: Der Dieb von Bagdad (Spiel)
Mit dem heutigen Irak hat das atmosphärische Spiel kaum etwas zu tun. In der Spielgeschichte stehen prächtige Paläste voller Schätze und Truhen voll Gold. Klar lockt diese Diebe an, die versuchen, die Wachen zu überlisten und sich geschickt die wertvollen Güter anzueignen. Jeder Spieler verkörpert Beides zugleich: Diebe und Wächter. Da die Schatztruhen unterschiedlich gewichtig sind, braucht es zur Entwendung mal weniger und mal mehr Diebe. So gilt es, möglichst taktisch klug die benötigte Diebesanzahl in die Paläste zu schleusen, um am Ende als der Meisterdieb von Bagdad und somit Sieger dazustehen.
Zwölf Diebe zählen zur eigenen Gaunerbande, aber auch 2-4 Wächter sind von jedem zu führen. Vor den Palästen sind jedoch auch neutrale Wächter postiert, die es zu überwinden gilt. Die Spieler bekommen 6-9 Palastkarten je nach Spieleranzahl (je weniger mitspielen, desto mehr Karten) und platzieren anhand der Vorgabekarten reihum ihre Wächter. Mehr als vier Wächter dürfen nirgends für Sicherheit sorgen.
Jetzt wirds spannend. Wer dran kommt kann Diebe oder Wächter versetzen. Diebe können nur in einen der sechs Paläste einsteigen, in welchen mindestens ein eigener Wächter steht und man eine entsprechende Karte zur Verfügung hat und ausspielt. Außerdem muss dort ein oder mehrere fremde/r Wächter Dienst tun und bestochen werden. Dazu braucht man die Karten der betreffenden Start- und Ziel-Paläste. Mit weiteren Palastkarten verteilt man nun die eigenen Wächter in andere Paläste, um auch dort später Diebe hineinlassen zu können. Auch neutrale Wächter kann man so versetzen, um sich so Zugang zu einem erwünschten Zielpalast zu verschaffen und die Schätze einzusacken oder anderen Spielern das Versetzen ihrer Diebe teuer zu machen. Etwas sparsam muss man mit den Karten aber umgehen, da man nur drei je Runde nachziehen kann, außer es ist ein Tänzerin dabei, welche als Joker gilt.
Wer schließlich vier Schatztruhen einsammeln konnte, gewinnt das für das zum Spiel des Jahres nominierte Spiel. Ein wenig Taktik, ein gehörige Portion Glück und ein einfacher Spielablauf machen das kurze und einfache Spiel zu einem gelungenen Zeitvertreib für unterschiedliche Altersstufen ab etwa 10 Jahren.
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