Zunächst die gute Nachricht. Die zweite Scheibe der "Stahlmänner" kommt musikalisch und produktionstechnisch besser rüber als ihr Debüt - das war es dann aber auch!
Auf "Quecksilber" sind ausschließlich Mid-Tempo-Nummern zu finden - wer zur Abwechslung mal etwas ruhigeres (Ballade) oder schnelleres hören möchte, hat schlicht und einfach Pech gehabt. Die Lieder für sich sind gar nicht mal unbedingt schlecht, allerdings gibt es beim Durchhören des Albums keine Abwechslung und spätestens ab der Mitte fragt man sich: Kommt da noch etwas anderes? Ich nehme es vorab: Nein, es geht recht monoton weiter. Die Songs wurden größtenteils nach dem gleichen Strickmuster "gefertigt", sind austauschbar und kommen qualitativ einfach bei weitem nicht an die Lieder der Vorbilder "Oomph!", "Rammstein", "Eisbrecher" und Co. nicht heran. Meiner Meinung nach wird sich "Stahlmann" musikalisch auch immer im Schatten der genannten Bands bewegen.
Dass es anders geht, zeigt das eindrucksvolle Debüt der Band "Schlagwerk", das eine Woche nach der Stahlmann-Produktion erschienen ist. Auch das vom NDH-Urgestein "Megaherz" zeitgleich veröffentlichte Album "Götterdämmerung" ist eine wirklich erfreuliches Release und beweist eindrucksvoll, dass die "Neue Deutsche Härte" noch lange nicht am Ende ist!
"Stahlmann" schwimmt aber lediglich irgendwo im Mittelfeld mit und deshalb mein Fazit: Absolut kein Muss für NDH-Fans!