Ein ordentlicher Fausthieb eröffnet dieses Album der beiden Multi-Talent-Querköpfe. Ein Song, den Motörhead nicht besser hinbekommen. Doch das war es dann auch schon wieder mit krachigen Tönen. Die weiteren Songs sind dominiert von Folk, Prog Rock, elektronischen Effekten und leichten Country-Einflüssen. Heraus stechen für mich das meditative Prog-Folk-Werk "Among His Tribe", ein Trip von der Prärie direkt in's All, "Tried and true": ein wunderschöner Folk-Pop-Song oder "The Argus": noch ein progressives Werk, dass sich langsam in eine Traumwelt steigert. Man findet natürlich auch einige Ween-typische Gaga-Liedchen. Besonders "Happy Colored Marbles" oder auch "So Many People In The Neighbourhood" sollten eigentlich keinen Ween-Fan kalt lassen. Wenn man den Großteil des Albums betrachtet fällt auch der beschwingte, aufputschende Pop von "Hey There Fancypants" aus der Reihe. Ein weiteres Highlight.
Überhaupt gibt es kaum Durchhänger auf dem Album, weshalb ich es in seiner Gesamtheit als eines der Stärksten der Band sehe. Nach dem sehr eingängigen Quasi-Pop-Album "White Pepper" knüpften Ween hier an die progressiven Elemente von "The Mollusk" an, ohne ihre Vielseitigkeit aufzugeben.