Afrika kurz nach Teil 1. Allan Quatermain und die Archäologin Jessie Huston wollen heiraten und dazu nach USA reisen. Dumont, ein Freund Quatermains, jedoch macht diese Pläne zunichte. Schwerkrank taucht er bei Quartermain auf, um ihm mitzuteilen, dass sein Bruder in der Goldenen Stadt festsitzt und dann zu sterben. Quartermain lässt dich Hochzeit platzen und macht sich auf die Suche nach seinem Bruder.
Nachdem der erste Quartermainfilm nicht mit der literarischen Vorlage zu tun hatte und einfach nur ein wirklich schlechter Slapstickfilm voller platter Dialoge war, ist bei diesem Film tatsächlich die literarische Vorlage sehr gut erkennbar. Die Gruppe, die sich in die Goldene Stadt aufmacht setzt sich ein wenige anders zusammen als im Roman. Neben Quartermain und Umslopogas (und seiner Axt Inkosi kaas) sind Jessie und der Guru Swama dabei statt Captain John Good und Sir Henry Curtis. Guru Swama ersetzt dabei den feigen Franzosen Alphonse, der eigentlich beim Missionar McKenzie dazu stößt, aber diese Episode wurde ersatzlos gestrichen. Die Reise durch das Höhlenlabyrinth wurde Indiana Jones würdig abgewandelt und aus Krabben wurden seltsame Wurmviecher.
Die Episode in der goldenen Stadt ist eine Mischung aus Szenen gemäß der Literaturvorlage, die teils so im Buch stehen, teils entfremdet oder aus dem Zusammenhang gerissen wurden und mit neu erfundenen Szenen ergänzt werden. Insgesamt wird der Aufenthalt in der goldenen Stadt auf die Highlights gekürzt, wie die Zwillingsköniginnen, der Hohepriesters Agon, dem das Handwerk gelegt wird.
Die Musik erinnert teils fatal an Indiana Jones. Quartermain sollte damals auf der Indiana Jones Welle mitschwimmen und sogar die Musik wurde abgekupfert. Auch wenn diesmal tatsächlich erkennbar ist, dass der Film auf dem Roman
Allan Quatermain von Sir Henry Rider Haggard basiert, ist er immer noch kein guter Film. Er ist nicht so grotten schlecht wie der erste Teil, aber mitnichten wirklich gut oder auch nur solide. Die Spezialeffekte sind hausbacken, Swama (und einige andere) erscheint fast wie mit Schuhcreme dunkel gefärbt (erinnert an die Schulaufführungen der drei Könige zu Weihnachten) die Schauspielerische Leistung klischeehaft und teils einfach nur peinlich. Aber immerhin ist dieser zweite Teil ein klein wenig besser als Teil 1 und verdient damit zumindest diesen einen Stern.